Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band I. 1858
- Issue
- No. 3 Mai-Juni
- Date
- 1858-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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69 Kinder), Jakob Grassin, Vita Bäsilea, Samuel Norsa u. Felice Coen, sdüngen unter Andern der Gemeinde vor, die, für einen Privatmann sehr reiche Bibliothek des Rafael Emanuel Mendola vermittelst einer Lebensrente von 50 Lire [11 thl.] monatlich za erwerben. Dieser Vorschlag wurde vom Gemeinderath einstimmig angenommen, und es wurde sofort das Amt der Custoden (Conservatore) den beiden ersten Lehrern der Talmud-Tora, mit monatlicher Gehaltserhöhung von 110 und 40 Lire monatlich, übertragen. — Die Bibliothek wurde in einem, der Talmud-Tora angrenzenden Saal aufgestellt, welcher hierzu bestimmt ward durch das Curatorium der alten Stiftung, die von Isak b. Abigdor de Fanox) herrührt. Letzterer (starb Novemb. 1537) hatte im J. 1535 eine grossere Synagcge im Umkreise der Talmud- Tora, vielleicht in dem erwähnten Saale selbst gestiftet, da sich auf der äussern Mauer der Bibliothek folgende goldne Inschrift auf schwarzem Marmor findet: יזכור אלקינו לטובה ר' יצחק בי אביגדור טפאנו זצל אשר ממעותיו שנתן במתנה לקק טנמובה קנו הבית הזה שיעשו בו הבית הכנסת הגדולה לועזית ויתר נכסיו הניחם לצרך העניים ונעשה שטר הנחה עי טיסיר יואן יקומו קלצונו.יב יינאדו רצה וטסרעון הבית עיח ג׳ נובמרו רצו והיתה מנוחתו כבוד אל הצדיק הנכבד בן שבעים וחמש שגה נאסן* אל עמיו לילה יו כסלו יציאת נובמרו רצז לבריאת עולם תנצבה. Jener Tempel war aber im J. 1637 in den Gonzaga?sehen Palast übertragen worden, wo er sich, nach einer Bestäuration im J. 1843,' noch heute befindet. — Die Bibliothek wuchs später an aus Gemeindemitteln und aus Geschenken ,• unter welchen das eines Simon Moses Leun aus Nizza (Piemont), zwei Jahre nach der Stiftung der Bibi, den ersten Bang einnimmt Die Zahl der, fast durchaus alten, Bücher dieser Bibliothek ist ungefähr 4000, worunter die Hälfte hebräische Werke enthält. Unsre Mittheilung wird sich zunächst mit den Handschriften beschäftigen. Actenstücke zur1 2 3 * * * * Geschichte der Juden. Ton G. Wolf, Religionslehrer in Wien. (Fortsetzung von 8.16.) —- 16. Jahrh, Notul dessen, was der Judenschafft in Frankfurth vor dem Huldigungseydt vorgelesen worden.8) 1602, 19. Öctober. Die Bepublik Venedig befiehlt, dass in Padua (zur Bepublik gehörig) ein. Ghetto errichtet werde. 1604, 30. Jan. Ghetto in Mantua. 1612,. 13. N0V. Kaiser Matthias befiehlt, dass die Juden im deutschen Beiche ohne Bewilligung des Kaisers nicht ausgewiesen werden dürfen. 1617, 3. Jan. Kaiser Matthias gibt die Stätigkeit" für die Juden in Frankfurt.8) 1) Hr. Mortara schreibt It. Fano. In der That scheint es hier Familien-, nicht blosse Ortsbeseicbnang; vgl. Zunz, Kerem Chemed V, 155, wo noch hinzuzufugen ist: cap.35 8.110b, ed. Mant, dafür פאט in der Berliner Ausg. 8.137, [daher Fago bei Delitzsch im Litbl. des Or. I, 87] und in der Wiener Ausg. f. 177 b. Der bei Zun» vorangehende Isak Berechja ist vielleicht Vater des bekannten Menachem Asarja, vgl. Catal. 7. A. p. 1720. — St. 2) Dieser Eid hat nichts von jenem Schauer und Grauen, die selbst in später verfassten Judeneiden Vorkommen. 3) Die Stätigkeit umfa88t<wesentlich die Rechte der Juden. So 'oft ein Kaiser den Thron bestieg, mussten die Juden auf’s Neue um die Confirmation bitten; obwohl es stets hiess ,für uns und unsere Erben im Reich.* Kaiser Ferdinand, 10. Juli 1623, fugt als Nachhang einige Erörterungen zu Gunsten der Juden hinzu , und. die 8״tätigkeit* behielt dann dieselbe Form bis auf Kaiser Franz II 16. Febr. 1793.