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Hebraeische Bibliographie · 1858-05-01 · No. 3 Mai-Juni · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band I. 1858
Issue
No. 3 Mai-Juni
Date
1858-05-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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67 als ein Duzend Druckerinnen und Setzerinnen bis ungefähr zu der dort gesteckten; Gränze (um 1730-40) hinab, das erste Beispiel reicht bis zur Kindheit der hebr. Typographie hinauf. 1. Estellina (»אעוםליכד ) , Gattin des promovirten Arztes, gelernten Setzers und Druckers, Abraham Conat in Mantua, nennt sich in dem ohne Jahrangabe (aber zwischen 1476-80) gedruckten berühmten Schriftchen ״Prüfung der Welt״ Ton Jedaja Penini.9) Welche Thätigkeit sie dabei (und vielleicht auch bei einigen andern Drucken ihres Mannes?) ausgeübt, ist nicht'ganz sicher. Sie bedient sich des Ausdrucks ״ich schrieb . . . mit Hülfe des Jakob Leid u. s. w.״, welches Wort in jener Periode, u. A. in dem ersten datirten Druck von 1475 aus einer andern Ofücin, und namentlich bei ihrem Manne selbst, — wie damals auch scribere in lateinischen Werken — ״drucken,״ schwerlich ״setzen״ bedeutet.* * 3 4) Zu beachten ist hierbei, dass Conat in dem genannten Drucke nicht selbstständig genannt ist, aber edenfalls am Leben war, wie aus der von Estellina gebrauchten Formel יזיי hervorgeht. 2. Reyna (}רייכו־) aus der Familie Benveniste5), Wittwe des bekannten Don Joseph Nasi, Herzogs von Naxos,6) hatte in ihrem Hause eine Druckerei, deren Typen, nach der Verlegung an eine andere Stelle, ausdrücklich als die ihrigen bezeichnet werden. Der eigentliche Drucker, oder Factor, war Josef b. Isak Askalonf.7) Diese Druckerei befand sich um 1593-94 (und vielleicht noch später?) in Bebedere (בי^לידיר) bei Constantinopel, woselbst folgende Werke (sämmtlich ohne Datum und nicht sehr häufig) aus derselben hervorgingen: 1) ■tmuk גר( טול Oal schol Egosim von Menachem Egosi, 2) יהק רצון Jafek Razoh von Isak Jaabez, 3) ■קטורג כחרטוה Keschet Neschuscha von Meir Angel, wenigstens fünf lateinische Dissertationen über gelehrte jüdische Frauen verfasste, von denen nur die eine über Beruria (4to. AUorf 1714) in der Bodl. vorhanden ist (s. CcUal. libr. hebr*. p. 2761, wo hoch hinzuzufügen ist: Dies, de erudita virgine Judaea per transennam docente. Alt. 1722, nach Köcher, Nova Bibi. hebr. II, 169). 3) De Rosei, Annales Saec. XV p. 111 n. 177; Zunz, Zur Gesch. S. 250; Jüd. Typ. S. 29 u. 34. 4) Jüd. Typ. S. 23 A. 32, 33; insbesondere nach De Rösti a. a. O. 8.11. Zunz a. a. O. nimmt freilich כתב für setzen, und ist der Ansicht, dass Conat noch keinen hebr. Ausdruck für ״drucken“ kannte. Conat selbst nennt sich gewöhnlich den ״Schreiber mit vielen Federn [zugleich] ohne Wunder* [auf natürliche Weise], was noch besser für Drucken als Setzen passt. Zu den Bezeichnungen für drucken (Jüd. Typ. S. 23) gehört noch העתק בדפוס , wörtlich ״abschreiben durch den Typusu, neben נסיתדז בחקוק, in Nachmanides ed. 1490 bei De Rossi a. a. O. S. 72 (vgl. Jüd. Typ. S. 35 n. 17); daher spater העתק nicht bloss eine schriftliche Copie, sondern auch ein Druckexemplar heisst, worauf wir anderswo zurückkommen. — In Bezug auf Estellina sagt Zunz .bloss: ״bei diesem Druck half seine Frau“ u. s. w. Es war in der That eine Inconsequenz des Art .Jüd. Typ. S. 29, Estellina unter den Setzerinnen zu nennen; allein die Verhältnisse der Drucker und Setzer jener Periode bedürfen überhaupt noch näherer Erörterung. v 5) Im Track Ketubot (8. unten unter Kuru Tscheschme n. 5) heisst es בית בנבנשת יוה*?; die Formel ידום הודו bezieht sich wahrscheinlich auf Donna Beyna selbst, als einer hohen Person; vgl. Zunz, Zur Geschichte S. 314, der es bei Josef Nasi nachweist und bei Frauen als selten bezeichnet, mit Hinweisung auf לב?1 חפץ A. 1552, wo von Benvenuta die Bede ist, auf die wir anderswo zurückkommen. Leider ist in dem einzigen Exp]., woraus unsre Notiz geschöpft ist, eine Lücke vor jenen Worten. 6) Um den Leser hier nicht zu lange aufzuhalten, geben wir die hieher gehörende Note spater als Excurs. 7) Siehe weiter unten; im Art Jüd. Typ. a. a. O. ist sowohl zuerst ״Äschkenasi“ als spater ״b. Isak* aus falsch aufgelösten Abkürzungen entstanden. Diese und einige andere dort 'vorkommende Ungenauigkeiten sind im Catal Ubr. hebr; verbessert, so dass wir hier nur in Kürze das Nichtige angeben.

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