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Hebraeische Bibliographie · 1858-03-01 · No. 2 März-April · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band I. 1858
Issue
No. 2 März-April
Date
1858-03-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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34 der Jlalacha“ darzustellen versucht! — Namentlich soll mit dem Geiste ein Geg^nsatzTausgedrückt sein zu den mühsamen , auffefctenDaten beruhendenUnterSüchungeh, welche man bezeichnet durch ״äusserlich, mikrologisch״ und wie di® Beiwörter alle heissen mögen. Merkwürdiger .Weise-sind diese ״Ritter ־vom Geiste“ nicht selten irrende Ritter, — Was ,freilich nicht, die ^ohuld des Geistes ist, —: und;noch häufiger gg^z gemeine Wegelagerer, oder aüsgewitzte Schmuggler und schlaue. Wieclerverkaufer t .. doch von dieser in unserer Zeit gar mächtigen Parthei ist hier nicht zu reden der Ort, , und da ׳es'gottlob noch Männer giebt, die auf ״geistliche!״ Ansprache zitjhten und jede Arbeit der Aufmerksamkeit werth halten* welche ״ auf ehrlichen ' Studien beruhet; so wollen wir lieber die Vorstudien des Seminftriste1\ya]s keinesvvegs“geistlose‘ Studien brachten, und zunächst hervorheben, *dass* der umfang'derselben offenbar mehr" dem durch die Semmarsbibliothek so reichlich gebotenen Mitteln/ als' etwa:־*der. Richtung, welche^ an* deh'Arbeiten der Seininarlehrer Ilm ‘Fache der jüdischen )Literatur., und Ge«chicfite,^sich kund giebt, zu verdatf.kent.hil.; Dem Einfluss der Schule und der Coterie vyär® höchstens das nicht ,ganz ,gehörige Verhältniss der Arbeit zu den’Secundär^uellen zuzuschreiben; alles'wahrhaft verdienst- liehe des uns vorliegenden Abschnittes gereicht dem jungen Verfhssör%־Ttnter Solchen 'Einflüssen zum. doppelten *Verdienste^ er enimert nur .atirich rdiA Aehnlföfaketf )As Gegensatzes;^n* eine •der jüngsten Arbeiten auf diesem Gebiete* mit welcher,* ebenfalls ein junger Schrifsteller flügge wurde,.neulich die hebr.tBiographie Elia I^evita’s von S. Buöer, weiche höchstens als eine Bearbeitung des. De Rossi’schep Artikels * im Wörterbuch,־ mit ♦einigen berichtigenden Nöten und (mitunter falschen)‘Züsätzen, auftreten durfte. — Nach dieser Vorbemerkung wird es gerechtfertigt erscheinen , wenn; wir die Arbeit des*, Herrn Berles im Einzelnen ::verfolgen, natürlich - nichts itaU Ibfiseh, sondern im freundlichen Sinn^ dieses Wortes; ,treffen doch mehre seiner Bemerkungen mit dem zusammen, was wir vor drei Jahren im CataL libr. Kehr. 8. v. geschrieben. Ein solches Erstlingsthema wird nicht seiten ein Lieblingstudiüm für spätere *Zeit, und es dürften unsre Bemerkungen hier Und da die Weitere‘Forschung des *Va?f. leiten und fördern. ׳ J? ' » * '! Gleich zu Anfang tritt uns eine doppelte falsche Combination (mit einem Druckfehler] entgegen. Dass Nachmanides 1194 (so ist für 1104 zu }es^n) .aeboren sei, geben freilich M. Sachs (dessen Abhandlung, so wie die Andeutungen סי ei #9. Sachs unser Verfasser bisher ignorirt), B. Best und A. Jellinek an, ׳bhiiU nach der Autorität zu fragen; es beruht aber.^dies Jahr in der That zuletzt nur auf dem Worte ״ סרחblühte“ bei D. Gafls,r* WicheS ATPolf‘für geboren werden nimmt; so steht es>in der jüdischen Literaturgeschichte um viele Daten, welche selbst S|1e«ial£ori#Her wiederholen* ohne die Quellen zu untersuchen! Nicht besser steht es.,um dasselbe Todesjahr Ihn Esra’s, welches der Verf., wohlder Kombination zu liehe ] עד* שלא שפעה שמשו ונו׳), nach Sacüt angendniinen, während Zunz ü. A. sich für* 1167 '®micliiei!lh. Wir fördern gelegentlich den Verfasser auf, ■in der, A. 1170 verf. Schrift‘ des Jacob b. Reuben (MS. Saravatäi) näcbzusehen, ob Ibn^Esra dort mit 5לי bezeichnet *iist״ da die HSS. darin variiren. —- Der Ruhm der Familie des Nachmanides ■pflanzte sich freilich durch Verschwägerung mit andern berühmten Familien bis auf die ״Gegenwart fort (der Stammbaum der Familien Gerondi-Duran ist im. Catal. p.’2306-10 mitgetheilt)ד aber dass Levi b. Gerson Enkel des Nachmanides sei, dürfte A. 1858 nicht mehr in einer Preisschrift Vorkommen, wenn es auf dem Gebiete der jüd. Literatur, wie auf denen anderer Wissenschaften, eineu allgemeinen Fortschritt des Wissens gäbe. An den Ruhm der Familie *hüte’ sich' ein WOrt über die Verunglimpfung derselben im Streite der Fanatiker knppfen sollen, was. uns auf den Standpunkt Nachmahides’ In demselben fuhrt.v־Der Verfasser igiiprirt (S. 83) die älteren und neueren, zum Theil atff Handschriften beruhenden Forschungen (s. Jewish Liierature p. 89), aus denen auchhervorgeht, dass die bisherige HaupttjUelle, der ״apologetische Brief“; (S. .85 A. 2, S. 92 unter 7) entweder im Druck verkürzt,’ oder zu .|emaelb^n später ein Zusatz gemacht worden, aus dessen MissverständniSs*neulich ein'Nachmani junior geschaffen wurdet Es׳- ist dieise Frage fürden S!Geist^ Nächmani’s: jedenfalls wichtiger, als die* an sich} nützliche Angabe Tön Fremdwörtern 1m CommentaP-(S. 87), aus welchen übrigens -eiiie^ eigentliche Keüntnissder ״klassischen“ Sprachen durchaus nicht bewiesen■'ist3/ so*wenig *als man aus den, jetzt in jüdischen Schriften^ So beliebt gewordenen‘ Erkläruiigen von Fremdwörtern m Talmud und Midrasch stets auf die Kenntniss der betreffenden Sprachest schliessen darf, freilich aus jverschiedenön Gründen. Die Alten wiederholten nemlich. solche sachliche Erläuterungen, namentlich'aus dem Bereiche ■der Naturwissenschaft, und insbesondere der ■Mediein ■

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