Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band I. 1858
- Issue
- No. 2 März-April
- Date
- 1858-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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32 Jacobson, J. H. Katechetischer Leitfaden beim Unterrichte in der )israelitischen Religion. 4. Aull. 8yo. Leipz.} C. L. Fritzsche. 1858• (2 sgr.) [83] Jona, Sal. Catechismo d’istruzione religiös» ad nso della gioyentü israelitica. 8yo. Ivrea 1858. [84] [,Der Verf. versucht nachzu weisen, dass die Grundsätze der jüdischen Religion den logischen Deductionen des menschlichen Geistes nicht entgegengesetzt sind;* Univ. Itr. p. 867.] (Lammfromm.) Der Hausfreund in israelitischen Familien für die Jugend und Er- ־wachsene, erbaulichen, belehrenden und unterhaltenden Inhalts. 8vo. Stuttg., *Weise. (10 sgr.) [85] [Aus der A. Z. d. J., 8. 20 u. 159, geht hervor, dass dieses anonyme, Bach nichts anderes sei als Lammfromm» ,Lesebuch für Israelit. Schulen*, und zwar eine ohne Wissen des Verf. unternommene ,buchhändlerische Speculation seines Verlegers* 1] Landsberger, Julias. Beleuchtung der Petition des Rabb. A. M. Levin in Landsberg O/S., betreffend: die Reyision und demnächstige Aufhebung des Judengesetzes vom 23. Juli 1847. 8yo. Berlin, Verlag der Friedländerschen Buchdrnckerei, 1858. (28 S., 5 sgr ) [86] [Der gut unterrichtete Verf., (dessen wahren Namen der Titel schwerlich angegeben), geht von der Sache zur Person über. Er beleuchtet die Petition, welche ein ,altgläubig••* Consistorium begehrt, vom Staudpunkt des Gesetzes vom J. 1847, welches (Dank den Einflüssen der Conferenz von Muhr, Rubo undZunz) den ,geistlichen*, unjüdischen Gelüsten der alten und modernen Rabbiner den Todesstoss gegeben, wogegen alle Petitionen nnd Rabbinerversammlungen nicht« fruchten werden. Es wird hier authentisch nachgewiesen, dass Levin ein nicht im Gernche der Heiligkeit stehender Schlächter, kaum Rabbiner sei, der weder lesen noch schreiben kann, und den die Männer selbst, auf die er sich beruft, förmlich desavouiren. — Man möchte -fragen, ist et wohl je einem christlichen Fleischer oder Küster eingefallen sich zum Consistorlalrath aufzuwerfen, und dem Landtag, im Namen der Theologen Gesetze zu proponiren! Wie und warum 80 etwas unter den Juden möglich ist? das war nicht die Aufgabe der vorliegenden Brochüre, deren unzweifelbarer Nachwelt, eines solchen Factums ihr eine allgemeinere Bedeutung verschafft. Wir nehmen Act davon, nnd wollen hier nur eine damit innig zusammenhängende Frage aufwerfen: Wie kömmt ea, dass die angeblichen jüdischen Gelehrten, die •ich vorzugsweise der Empfehlung christlicher, selbst wissenschaftlicher Autoritäten erfreuen, meist Männer ohne allgemeine Bildung, Ignoranten, Charlatane, herumstreifende Bettler u. dgl. sind; von Hirsch Daenemark, dem ,Wundermann*, der mit den Fingern lesen könnte,! bis zn Levin, der nur mit fremden Augen und Fingern liest und. schreibt? —]. Levin, A. M. Ganz nntertbänigste Petition an ein Hohes Hans der Abgeordneten, betreffend die Reyision und demnächstige Aufhebung des Judengesetzes vom 23. Juli 1847. 8yo. Berlin, Gomm. der Plabn'schen Buchh. (IQ sgr.) [87] Mislin, M. Les saints lieux. Pelerinage ä Jerusalem en passant par?Antriebe, le Hongrie etc. 3 vol. 8vo. Paria י J. Lecoffre, 1858. (XXXIII, 595 S. u. 2 Karten, 612 S. n. 3 Pläne, 548 S. 2 Karten n. 1 Plan; — Stblr.) [88] [Der Verf. erzählt unter Damatcut (1,480) bei Gelegenheit eines Besuchs in der Maroniterkirche, wo sich das Monument des ,ermordeten* Pater Thomas befindet,- die Geschichte, welche eine traurige Berühmtheit erlangt hat, nach dem ,Proces verbaux*, des französischen Ministerinin• des Aenssern, d. h. vom Standpunkte des (freilich nicht genannten) itaHi-Menton. Ea heisst u. A. (8. 483): ,En attendant, les Juifs de tous les pays 8'aglterent en faveur des saints et des martyrs, c’eat k dir« des assassins (!) de Damas.* Auf dem Schmutztitel zu Th. IU proteatirt der Verf. gegen di• schlechte Uebersetzung seines Werkes von Dr. Hartwein, welche bei Mauz in Regensburg erschienen sei [es ist uns von derselben nichts bekannt geworden] und reservirt sich das Üebersetznngsrecht. Unser Werk scheint also die ,französische Brochüre* zu sein, auf welche sich ein Wiener Blatt beruft, und wenn der Correspondent der A. Z. d. J. (N.16 8.219) ihr kein Gewicht beilegt, so kennt er die einflussreiclie Stellung des Verf.. nicht; anderseits bemerkt er ־mit Recht, dass sich darüber nicht mehr streiten lasse. Zum's ,Wort über Damaskus* reicht für alle Zeiten aus: Wir empfehlen es namentlich dem unbekannten 8ammler in Wien, der eine so schöne Auswahl giftiger judenfeindlicher Schriften ׳ im Börsenbl. f. d. deutschen Buchhandel (N. 34 v. 19. März 8. 511) suchen lässt.] Pfeiffer, G. W. Frankfurter Novellen. 8vo. Frank■f. a. M., Hermann, 1858. (VI u. 480 S., 1 tlhr. 15 sgr.) [89] [Die erste der beiden Novellen ist: Der Jndenarzt, culturgeschichtlichcs Bild aus den Zeiten der Gesslerzüge und der Judenverfolgungen im 14. Jgbrhnndert.]