Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
- Journal
- Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
- Volume
- 1884 (über das Jahr 1883) als Extra-Beilage
- Date
- 1884-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Extra-Map zu Ho, 8? des Frankfurter Intelligenzblattes, Donnerstag, den 13, Mäiz M Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre 1883. unseren Jahresbericht hiermit erstatten, erlauben wir uns zunächst auf die nachfolgende ziffernzu verweisen, welche einen sofortigen Einblick in den Umfang der von uns befriedigten Ansprüche Indem wir mäßige Aufstellung gewährt. Unsere Einnahmen betrugen an Spenden zur sofortigen Verteilung . . an Legaten und Geschenken ...... an Beiträgen der Mitglieder ...... an Zinsen und Zuschuß aus dem Reservefonds welchen nachfolgend verzeichnete Ausgaben gegenüberstehen: Quartalspenden an 186 Familien .... Monatl. und außerordentl. Spenden an 290 Famllien. im Jahre 1883 M. 25,531.04 „ 3,762.95 „ 9,826.— „ 18,338.70 M. 57,458.69 M. 32,490.- „ 24,968.69 M. 57,458.69 gegen im Jahre 1882 M. 23,950.03 „ 3,680.28 „ 9,769.77 „ 15,625.28 M. 53,025.36 M, 31,312.— an 184 Fam. „ 21,713.36 an 295 Fam. Di. 53.025.36 Außerdem haben wir gemäß 8 13 unserer Statuten auf Weisung der Administration der Map er S. Hecht'schen Stiftung: am 2. Februar M. 230.— an 22 Arme am 20. Juli ,, 269.35 an 19 „ am 4. Januar 1884 „ 268.17 an 18 „ durch unsere Pfleger verteilen lassen. Obige Ziffern sprechen eine verständliche, aber leider wenig erfreuliche Sprache: Die an unsere Casse gestellten Ansprüche sind um mehr als 4000 Mark gewachsen Dieser Thatsache gegenüb er müssen wir zu unserem Bedauern constätieren, daß, trotz unseres wiederholten dringenden Ersuchens, die Gesammtleistungen der Mitglieder unserer Gemeinde zu Gunsten des Almosenkastens sich,nicht erhöht haben. Weder die Jahresbeiträge, noch die Geschenke weisen eine nennenswerthe Vermehrung auf, ja es würde sich sogar ein Ausfall in der Spendeneinnahme ergeben haben, wenn nicht einige außergewöhnlich große Zuwendungen aus Veranlassung von Sterbefällen die Lücke ausgefüllt hätten. Es sind dies die Gaben der Hinterbliebenen des seel, Herrn G. Speper- Ellissen von M. 1500 und des Herrn Ralph Merton von M. 1000 und eine uns durch gütige Vermittlung des Herrn Oberbürgermeister vr. Miguel zugewiesene Gabe vonM. 1320 der Hinterbliebenen des Herrn Emden in Paris, welche Beiträge sämmtlich, gemäß erhaltener Weisung, zur Verteilung gelangten. Die große Mehrausgabe vermochten wir nur durch eine abermalige Inanspruchnahme unseres bereits geschmälerten Reservefonds zu decken. Wohin wird dies nun im begonnenen Jahre führen, wenn, was Gott verhüte! unser Appell an den Beistand wohlthätiger Menschen ungehört verhallen sollte?