Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
- Journal
- Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
- Volume
- 1881 (über das Jahr 1880) als Extra-Beilage
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2153553-10578040--319-2154029- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
2 Nur dadurch und durch größere Inanspruchnahme unserer Zinsreserven, vermochten wir obenerwähntem Ausfall zu begegnen, ohne unsere bisherigen Leistungen den Hülssbedürftigen gegenüber einschränken zu müssen. Wir irren wohl nicht, wenn wir diese Verringerung unserer Gesammt-Einnahme nur theilw eise den ungünstigen Zeitverhältnissen beimessen; zum größeren Theile mag dieselbe wohl auf die gesteigerte Inanspruchnahme unserer Mitbürger durch die sich stets mehrenden Humanitären Anstalten unserer Stadt und Gemeinde, insbesondere aber durch Aufrufe zu Gunsten auswärtiger Nothstände zurückzuführen sein. Weit entfernt deren Berechtigung und wohlthätigem Wirken unsere Anerkennung zu versagen, bitten wir doch unsere seitherigen Gönner eingedenk zu sein, daß die spezielle Aufgabe unseres Instituts darin besteht, der dringendsten Noth unserer hiesigen Glaubensbrüder abzuhelfen, ja wir sagen nicht zu viel, in häufigen Fällen die wirklich Hungernden und Darbenden mit den allernöthigsten Lebensbedürfnissen zu versehen. Außer den im Verzeichnisse erscheinenden Liebesgaben hatten wir uns noch einiger großmüthigen Zuwendungen zu erfreuen, indem uns durch letztwillige Verfügungen die nachbenannten Legate zuflossen, deren Zinsen je nach Willen der Erblasser und Geber an den von ihnen bezeichneten Jahrestagen zur Vertheilung oder zu sonstiger Veranlagung gelangen werden. Ihr Andenken wird durch den Dank der Armen ein gesegnetes sein. Es sind dies: Oe. W. fl. 8000.— 4V5% Oesterr. Silberrente, Schenkung der Söhne des seel. Herrn Baron A. v. Reinach. Oe. W. fl. 1000.— 5% Elisabeth-Prioritäten, Legat des seel.Herrn Georges Snatich. M. 5000.— 4% Bayerische Obligationen, Schenkungen der Erben des seel. Herrn Hirsch Beer Falk. Allen Denen, welche unserer Stiftung während des verflossenen Jahres durch Zuweisung von Gaben zur Erreichung ihres Zweckes behülflich waren, sprechen wir hiermit unseren wärmsten Dank aus. Mögen dieselben, sowie andere mildgesinnte Herzen auch fernerhin unserer Anstalt und ihrem wohlthätigen Zwecke liebend gedenken. Schließlich beehren wir uns noch mitzutheilen, daß mit Rücksicht auf die Ausdehnung seiner Wirksamkeit das Pflegamt sich veranlaßt sah, die Zahl seiner Mitglieder nach eingeholter obrigkeitlicher Erlaubniß von 9 auf 11 zu erhöhen. Ausgeschieden sind nach langjähriger, verdienstlicher Wirksamkeit die Herren Jacob A. Weiller und Heinrich Mayer. Dagegen traten neu in die Verwaltung ein die Herren Anton Horkheimer, M. Goldschmidt- Kirchheim, B. W. Schlesinger und Rudolph Strauß. Frankfurt a. M., im März 1881. Das Pflegamt des Alnwsenkaflens der Israelitischen Gemeinde: Adolph B. H. Goldschmidt, Vorsitzender. Eugen Mmann, Schriftführer. Ph. Bonn, Cassier. Keont. Md M «oldschmldt-Rrchhnm, I U^menpfleger, iinpli. Sitdjljcim, i w “ Moritz Levy, B. M. Schlesinger, Anton Horkheimer, Gegenschreiber. I. Snatich, Und. Strauß, Armenpfleger. Beisitzer. Gaben werden entgeqengenommen von den Herren Ph. Bonn, Schützenstraße 12, LevNt. siultz, Langestraße 3, Al. Goll>- schmidt-Kirchheim, Bornheimerstraße 15, R. Kirchlieim, Sandweg 38, Moritz Levy, Trierschegasse 10, B. W. Schlesinger, kleine Pstngstweidstraße 7. St&d.tbiblioth*k j