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... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M. · 1916-01-01 · 8.1915 (1916) · p. Seite 8

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Journal
... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
Volume
8.1915 (1916)
Date
1916-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 ordentlich betätigte, erstreckte in diesem Jahre seine Wirksamkeit auch aus Internierte sowie Familien, deren Ernährer im Felde stehen oder gefallen sind. Es wurden Kleider, Wäsche und Stiefel verabfolgt: (a) im Depot selbst an 300 Familien „ 907 Einzelpersonen (b) durch Sendungen nach Ostpreußen, Galizien, Böhmen, Berlin u. s. f. 165 Kisten 7 Postsendungen. Wir bitten unsre Gönner, uns auch weiter recht reichlich mit Gaben versehen zu wollen, denn immer mehr Anfragen treten an uns heran. Für alle empfangenen Spenden sagen wir herzlichen Dank. Nähstube. Die bei Ausbruch des Krieges ins Leben gerufene Nähstube hat in diesem Jahre in noch weit ausgedehnterem Maße der Fürsorge für Soldaten, Flüchtlinge, Lazarette und Arme gerecht werden können. Dies ist uns durch Zuwendungen und Unterstützung weiter Kreise und durch die nimmermüde Arbeit einer Reihe von Damen in so durchaus befriedigender Weise gelungen. Auch konnten wir eine größere Zahl Heimarbeiterinnen beschäftigen. 50 große Sendungen an Decken, Kissen, Hemden, Hosen, Strümpfen, Schuhen, Handu. Taschentüchern, Kognak, Zigarren, Zigaretten, Eßwaren u. s. f. schickten wir an einzelne Armeeabteilungen, an Feldrabbiner, Aerzte und Lazarette. Außerdem arbeiteten wir für Flüchtlinge und Wöchnerinnen, fertigten Wäsche für Lazarettzüge an, die wir dem „Verein jüdischer Krankenpflegerinnen" hier zur Verwendung zustellten. Fast 100 Soldaten erhielten ihre Ausrüstung an Wäsche und Strümpfen von uns. Die Kinder der Herrmann Lehmann-Schule versahen wir mit Kleidern; für den Hort spendeten wir Schürzen. Alles aufzuzählen ist nicht angängig, aber allen, die uns bei diesem großen Liebeswerk tatkräftig unterstützten, gehört unser warmer Dank, insbesondere der Familie Mainzer, die uns die geeigneten Arbeitsräume kostenlos überließ und dadurch unsre Wirksamkeit außerordentlich förderte. Möge das Interesse an unsrer Arbeit rege sein und wachsen, damit wir bis zur ersehnten Stunde des Friedens unsre Aufgabe erfüllen können! _ Die Hauptversammlung fand am 21. März 1916 statt. Turnusgemäß hatten aus dem Vorstande Frau Hedwig Cramer, Frau Nanny Levis und Herr Prof. Dr. I. H. Bondi auszuscheiden; dieselben wurden wiedergewählt. Zu Revisorinnen wurden Frau Helene Brinkmann und Frau Adelheid Mayer, zu Ersatzrevisorinnen Frau Bertha Jsaac und Frau Recha Wolf gewählt.

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