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... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M. · 1915-01-01 · 7.1914 (1915) · p. Seite 9

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Journal
... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
Volume
7.1914 (1915)
Date
1915-01-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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s Mit August eröffnete sich uns das große Arbeitsgebiet der Kriegsfürsorge. In den Beratungen der jüdischen Frauenvereine zur Durchführung der gemeinsamen Arbeit wurde die gegenseitige Delegierung der einzelnen Vereine zu den regelmäßigen Sitzungen der Unterstützungskommissionen beschlossen. Infolgedessen werden die einzelnen Fälle nach gemeinschaftlicher Beratung entweder von den Vereinen selbständig oder gemeinsam erledigt. Für manche solcher Fälle wurde uns auch in zuvorkommendster Weise Unterstützung von dem „Isr. Hilfsverein" und dem „Almosenkasten" zu teil, wofür wir nochnials unseren herzlichen Dank aussprechen. Von den Leistungen unserer Kriegsfürsorge wollen wir erwähnen: Die Einrichtung einer Nähstube, über die eine besondere Rubrik in diesem Bericht näheren Aufschluß erteilt. Die Schaffung eines Kleider- und Wäschedepots (s. n.), um Flüchtlinge, die, von Haus und Hof verjagt, meist nur das nackte Leben retten konnten, mit den nötigen Bekleidungsgegenständen zu versorgen. Die beständige Beaufsichtigung von etwa 60 obdachlosen Armen, Männern, Frauen und Kindern. Diese waren bei Ausbruch des Krieges, um sie vor den Gefahren der Straße zu schützen, in dem von der Isr. Rel.-Gesellschaft zur Verfügung gestellten Hörsaal in der Schützenstraße untergebracht worden und wurden regelmäßig mit allem Nötigen versorgt. Die Mitwirkung unserer Damen bei der Verteilung von Lebensmitteln, die durch das Komitee der vereinigten jüdischen Wohlfahrtspflege 1914 zweimal wöchentlich in Form von Spezereiwaren und Kartoffeln verabreicht werden. Unsere tätige Mithilfe in dem im vormaligen von Rothschild'schen Gejchäftshause, Fahrgasse, eingerichteten Flüchtlingsheim, in dem zumeist aus Belgien und Galizien durch den Krieg vertriebene Familien beherbergt und verköstigt werden. Kleiüeröepot. Gleich nach Beginn des Krieges hatte eine unserer Damen ans eigener Initiative Kleider und Wäsche, Stiesel eie. gesammelt und sie in ihrer Privatwohmmg aufbewahrt, um Flüchtlinge und Ausgewiesene mit den nötigsten Bekleidungsstücken zu versorgen. Da ein größerer Raum und vermehrte Hilfskräfte sich bald als notwendig erwiesen, haben wir das Kleiderdepot übernommen, und die Isr. Religiousgesellschaft hat uns ein großes Zimmer dafür

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