... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
- Journal
- ... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
- Volume
- 6.1913 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2045206-10027343--118-2045318- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
5 Kontoristinnen.4 Lageristinnen.9 Modistinnen.2 Verkäuferinnen.5 Lehrmädchen.5 Buchdruckerlehrling .... . . . l Zusammen 301 Für die Mitteilung offener Stellen in jeder Berufsart sind wir Arbeitgebern stets dankbar. Es wäre wünschenswert, daß uns aus religiösen Kreisen Vakanzen im Haus- und Geschäftspersonal mehr noch als bisher angezeigt würden, damit wir geeignete Bewerberinnen Vorschlägen können. Wir möchten auch an dieser Stelle darauf Hinweisen, daß wir in der Lage sind, stellesuchenden Mädchen billige, gute Unterkunft zu gewähren. Unlerstützungslätigkeit. Dieser Zweig unserer Vereinstätigkeit wurde im vergangenen Jahre mehr denn je in Anspruch genommen, da durch die immer mehr erschwerten Erwerbsverhältniffe und die Teuerung aller Lebensmittel Not und Elend bei unseren armen Glaubensgenossen leider bedeutend zugenommen haben. So ist denn auch die Zahl der Bittsteller, die sich schriftlich an uns wenden, ganz erheblich gestiegen; ebenso finden sich in unseren regelmäßigen Sprechstunden, die von erfahrenen Damen in bewährter Weise geleitet werden, viel mehr Hilfesuchende als früher ein. Nach genauer Prüfung an Ort und Stelle müssen wir in den meisten Fällen — spez. in dem benachbarten Offenbach, wo ein unbeschreibliches Elend herrscht — leider feststellen, daß gar viele der Familienglieder unserer Schützlinge mit schweren Krankheiten behaftet sind, die zum großen Teil durch ungenügende Ernährung und durch oft kaum menschenwürdige Wohnungsverhältnisse hervorgerufen oder verschlimmert sind. Wir versuchen nach unseren Kräften, allen das Nötigste zu verschaffen, sei es Speise und Trank, seien es Kleider und Möbel — für die uns die „Peah" als Bezugsquelle zur Seite steht — oder Maschinen, Werkzeuge und andere Hilfsmittel, die die Ausübung von Handlverksberufen erfordert. Vielfach sorgten wir für Aufnahme in Spitäler und bewilligten Beiträge zu Pflegestellen für verwahrloste Kinder und zum Kurgebrauch an Badeplätzen. Wir berücksichtigen