... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
- Journal
- ... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
- Volume
- 2.1909 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2045206-10027347--039-2045243- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
8 durchgenommene Lehrstoff verteilt sich auf die einzelnen Klaffen folgendermaßen: a) Unterklasse: Fibellesen, Brochaus, Anfangsgründe des Ubersehens, biblische Geschichte bis Josef. b) Mittelklasse: Lesen in der Tefilloh, Brochaus, vor den Festzeiten die betr. Vorschriften, die jüd. Monate, Sabbatvorschriften. Gebetübersetzen: Das ganze S'chma, das ganze Tischgebet, Sch'mone Esre teilweise. Kiddusch und einiges aus der Hagada, Al-Hanissim, Owinu Malkenu. Bibl. Geschichte bis zu den Richtern. Beide Klassen führte Herr Lehrer Diamant. c) Gberklasse: Erhöhung der Lesefertigkeit. Gebetübersetzen: Die Sch'inone Esre aller Feiertage, Olenu, Kiddusch-Leivonoh, Nachtgebet, Hallel, Auswahl aus der Hagada — Memorieren des Tischgebets und der Brochaus. — Der jüd. Kalender, die jüd. Feiertage und Halbfeiertage, Fasttage, Speisevorschriften. Pentateuch: 5. Buch Moses Cap. 10—30 mit Erklärungen. Bibl. Geschichte: Bon Saul bis zur Zerstörung des 1. Tempels. Jeweils zur Zeit: Die Geschichte der Makkabäer, die Esthergeschichte. Kizzur Sch. A.: Hilchot Tefillin. Mischna: Pirke Owos, 1. und 2. Cap. Die Klasse wurde von Herrn Lehrer Morgenroth geführt. Zweier Ereignisse haben wir noch zu gedenken, die zwar beide zeitlich in das neue Vereinsjahr fallen, an denen wir aber heute unmöglich stillschweigend Vorbeigehen können. Das erste ist der Heimgang des Herrn Herrmann Lehmann s. A. Wie die meisten jüdischen Vereine unsrer Stadt, haben auch wir durch seinen Tod einen treuen Freund, einen warmherzigen Förderer unsrer Bestrebungen verloren. Wenn er gerade unsrem Vereine besonders nahestand, so verdanken wir dies dem Umstande, daß wir uns seiner Lieblingsschöpfung, der Offenbacher Religionsschule, mit Sorgfalt