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... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M. · 1910-01-01 · 2.1909 (1910) · p. Seite 6

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Journal
... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
Volume
2.1909 (1910)
Date
1910-01-01
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
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6 Unterstützungs-Tätigkeit. Wir sind in den Bahnen, die wir im vergangenen Jahre betraten, im zweiten Jahre des Bestehens unserer Bereinigung rüstig fortgeschritten. Obwohl das Gebiet unserer Tätigkeit so ziemlich das Gleiche geblieben, konnten wir doch, dank dein Zuwachse an treuen Mitarbeiterinnen ein Erkleckliches mehr leisten, quantitativ sowohl als qualitativ. Auch in diesem Jahre nahm uns das benachbarte Offenbach stark in Anspruch. Für die vielen von der Scholle Vertriebenen ist die hessische Fabrikstadt eine Zufluchtsstätte. Wir haben auch in diesem Jahre das krasse Elend nach Kräften zu lindern gesucht, Einige Familien, deren Existenz trotz fortgesetzter, tätiger Unterstützung nicht zu ermöglichen war, haben wir unter dem Beistände des dortigen Hilfsvereins, eines Zweigvereins des hiesigen, und privater Unterstützung mit Geldmitteln und Kleidung versehen und ihnen so die Rückreise in die Heimat ermöglicht. Hier kam uns die vor Jahresfrist mit unserer Hilfe gegründete „Peah" sehr zu statten. War es früher nur mit Heranziehung aller verfügbaren Kräfte möglich, die Leute zu versorgen, so ist uns hierin heute durch die „Peah" eine fühlbare Erleichterung entstanden. Unsere Hilfe kam, wie auch im vorigen Jahre in vielen Fällen, hiesigen kranken und alleinstehenden Frauen und Mädchen, sowie solchen, welche einen Beruf erlernen, durch jährlichen Zuschuß zu gute. Eine größere Aufwendung erforderte ein junges 14 jähriges Mädchen, das wir aus den Händen der Hamburger Missionsanstalt retteten, um es nach seiner Heimat, Konst an tinopcl, zu befördern. Hierzu wurde uns von Wiener Freunden unserer Vereinigung tätige Hilfe geleistet! Der - schon im vergangenen Jahre gebildete Ausschuß für freie Kosttage hatte auch in diesem Jahre ein ergiebiges Feld. Einige Damen stellten sich uns bereitivilligst zur Mitarbeit zur Verfügung, wogegen andere uns durch Wegzug zu unserem Bedauern verloren gingen. 8 junge Leutt, darunter auch Schulkinder, wurden durch uns mit Kosttagen versorgt. Öfters stellte es sich als notivendig heraus, jungen Leuten einen zu ihren: Fortkoinmen erforderlichen Nachhilfeunterricht, namentlich in deutscher Sprache, und Knaben und Mädchen, die die Volksschule besucht hatten, auch iur Französischen angedeihen zu lassen. Es gelang uns durch unfern Ausschuß für Nachhilfe-

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