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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1903-01-01 · Die Juden in Deutschland (IV.) · p. Seite 148

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1903
Issue
Die Juden in Deutschland (IV.)
Date
1903-01-01
Page
Seite 148 (sequence 100)
Language
German
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148 zum Verkauf gelangten. Firma Karl Liersch u. Co. existiert im Hause Königgrätzerstraße 123 nicht." („Deutsch-soz. Bl." 31. Juli 1902.) Die Firma Albert Goldschmidt zu Berlin giebt im „Börsenblatt für den deutschen Buchhandel" bekannt: „Im Warenhause Hermann Tietz in Berlin liegen Reisebücher meines Verlages im Schaufenster und kommen mit unerlaubt hohem Rabatt zum Verkaufe. Wenn es meinen Bemühungen auch gelungen ist, verschiedene Lieferanten zu ermitteln und der Vereinigung Berliner Mitglieder des Börsenvereins namhaft zu machen, so scheinen damit noch nicht alle Bezugsquellen des genannten Warenhauses erschöpft zu sein. — Ich bitte dringend um Unterstützung meiner Bemühungen, die Lieferanten zu ermitteln (die wahrscheinlich nicht nur in Berlin zu suchen sind), und werde für jede Mitteilung besonders dankbar sein." („Deutsch-soz. Bl.", 14. August 1902.) Der „Verband der Buchhändler Pommerns" macht die Kollegen darauf aufmerksam, daß das Warenhaus Naumann Rosenbaum zu Stettin die Ein-Mark- Bände der Ecksteinschen Romanbibliothek — auch die neuesten, im vorigen Jahre erschienenen Bände — statt mit dem Ladenpreis von 1 Ml, mit 65 Pfg. im Schaufenster ausbietet. Die vor Jahren erschienenen Bände werden mit 28 Pfg. statt mit 1 Mk. ausgeboten. — Die Verlagsfirma Rich. Eckstein Nachf. sH. Krüger) zu Berlin erklärt dagegen, dem Warenhaus Rosenbaum niemals etwas geliefert zu haben. Den unreellen Vermittler Rosenbaums hat man noch nicht ermitteln können. („Deutsch - soz. Bl.", 18. September 1902.) Das Warenhaus Tietz zu Koblenz verkauft die Bände der Berliner Range statt mit 1 Mk. mit 75 Pfg., Gumperts Töchteralbum, 35. Band, kartonniert mij 3,75 Mk., statt 7,50 Mk., und Herzblättchens Zeitvertreib, 35. Band, kartonniert mit 45 Pf. statt 6 Mk. — Tietz in Berlin zeigt die Berliner Range sogar für 68 Pfg. an. („Deutsch-soz. Bl." 18. September 1902.) Wie die Warenhäuser sich die Bücher, die sie direkt niemals bekommen, zu 'verschaffen wissen, mag folgende Auslassung eines Verlegers im „Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel" zeigen: „Bestellungen, die von Wien aus als für den Vertrieb an Papierhändler in Oesterreich-Ungarn bezeichnet waren, konnte ich als für ein Berliner Warenhaus bestimmt erkennen und die Lieferung verhindern; — der Name einer amerikanischen Weltfirma wurde mißbraucht und die Sendung „seemäßig verpackt" an den betreffenden Spediteur beordert; — in Warenhäusern Vorgefundene Bände stammten aus hochangesehenen Geschäften, von denen sie, nur um Lager zu haben, in kleinen Partien durch zweite und dritte Hand bezogen worden waren; — ein Görlitzer Warenhaus hatte die Bände teils durch den Bahnhofsbuchhändler, teils durch eine Dresdner Verlagshandlung erhalten, welch letztere sich wiederum erst der Hilfe einer andern Handlung bediente." („Deutsch-soz. Bl.", 18. September 1902.) t'. Warenhausbrände. Es ist bekannt, daß die Juden in gewissen Gegenden, z. B. London und New-Iork, geradezu eine Brandindustrie entwickelt haben, indem sie ihre hochversicherten Schundwarenlager mit gegenseitiger Unterstützung absichtlich anzünden. Es ist dort so weit gekommen, daß keine Versicherungsgesellschaft mehr Juden aufuehmen will. Bei uns haben sich in den letzten Jahren die Brände der Warenhäuser so bedrohlich gehäuft, daß die Vermutung absichtlicher Brandstiftung mindestens nahe liegt und die besondere Aufmerksamkeit der aufsichtführenden Organe nach dieser Michtung hin gebieterisch erheischt wird.

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