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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1901-01-01 · Die Juden in Deutschland III. · p. Seite 130

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1901
Issue
Die Juden in Deutschland III.
Date
1901-01-01
Page
Seite 130 (sequence 31)
Language
German
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130 Außer Mosse giebt es aber uoch eine ganze Anzahl kleinerer jüdischer Anzeigen-Bureaus. Nun will sich natürlich kein Blättchen, und sei es noch so klein und erbärmlich, die Gunst der Anzeigenbureaus und überhaupt der viel annoncierenden Juden verscherzen: es ist vielmehr, wenn es vorwärts kommen will, judenfromm, es druckt brav die Leitartikel aus den großen Judenzeitungen nach — gegen Gratisaufnahme von Abonnementseinladungen gestatten die Weltblätter dies gerne — es läßt sich von Judenjungen bedienen und rutscht vor Juda auf dem Bauche, um hie und da einen Brosamen zu erhaschen. Ein Beispiel für die Judenherrschaft auf dem Anzeigenmarkt: Der (katholische) christlich-soziale Detaillistenverband in Aachen hatte in letzter Zeit beschlossen, die Geschäftsanzeigen der Mitglieder gemeinsam erscheinen zu laffen mit der Ueberschrift: „Anzeigenteil des christlich-sozialen Detaillistenverbandes". Dagegen protestierten 26 jüdische Firmen und verboten den Blättern die Aufnahme, und wirklich haben sich auch 3 katholische Zeitungen („Volksfreund", „Aachener Anzeiger", „Echo der Gegenwart") dem jüdischen Ukas anfänglich gebeugt und erst nach erfolgter Erklärung des Verbandes, daß er auf „neutralem" Boden stehe, zur Veröffentlichung der Anzeigen bereit erklärt. („Deutsche Volkswacht" vom 16. Januar 1901). — Wie nun die Judenpresse die öffentliche Meinung im jüdischen Sinne irreleitet und fälscht, dafür einige Beispiele: Ein klassisches Beispiel aus neuster Zeit ist die Berichterstattung im Dreyfußprozeß. Jeder, der als Zeuge gegen den Juden aufzutreten wagte, war entweder ein Narr oder ein Schuft, die Entlastungszeugen dagegen wurden als mutvolle Ehrenmänner und reine Tugendspiegel in den Himmel erhoben. In ihrem fanatischen Eifer merken die Judenblätter nicht einmal, wie sehr ihr marktschreierisches und verlogenes Gebühren der Sache ihres Schützlings in den Augen aller anständigen und einsichtigen Menschen schaden muß. — Hören wir nur, was der Jude Theodor Wolfs den Lesern des „Berliner Tageblatts" zu bieten wagt: „Die Verhandlung hat uns eine Menge Charaktere gezeigt, kürzlich noch in Roget das menschliche Kampftier in seiner intelligentesten Verkörperung — aber sie hat.uns auch (in Ptquart) den Menschen in seiner höchsten Vollendung gezeigt, den Menschen, in dem alles, Verstand und Herz, gleich frei und edel entwickelt ist — mit einem Wort die feinste Kulturblüte des Menschentums. Er erschien, mit den andern verglichen, so vornehm wie ein wirklicher Prinz unter lauter Statisten ... Ich übertreibe nicht, wenn ich sage: eine Stimmung verbreitete sich im Saale, wie wenn Lohengrin über den Wassern heranzieht. Ein geborener Fürst!" „Und indem er spricht.. ist es nicht als ob er eine Zeugenaussage macht — es ist, als ob er Gesetze erteilt!" — Wie die französischen Offiziere dabei wegkommen, läßt sich denken. „Der epileptische Paty du Clam, der gezierte Lauth, der brutale rotfleischige Henry . . . der kleine schnauzbärtige Billot mit dem Seehundskopf und der verkniffene, dumminfame Mercier .... (Deutsche Volksmacht, 6. 9. 99). Ein anderes Beispiel der Judendienerei haben die freisinnigen und nationalliberalen Zeitungen im Jahre 1899 in Mainz geliefert: Ein Metzgermeister Jsaak Urnstein in Mainz wurde wegen versuchter Bestechung und Beleidigung eines Sergeanten vom Landgericht zu 200 Mk. Geldstrafe und zur Tragung der Kosten verurteilt. Obwohl nun über alle Gerichtsverhandlungen in den dort erscheinenden Blättern regelmäßig — meist unter Nennung des Namens des Angeklagten — berichtet wird, unterschlugen die freisinnigen und nationalliberalen Zeitungen, weil es sich um einen Juden handelte, diesen Vorfall ganz, und ein sogenanntes unparteiisches Blatt berichtete ohne Nennung des Namens. Cine rühmliche Ausnahme macht das Zentrumsblatt, das — „Mainzer Journal", das — im Gegensatz zu manchem anderen Zentrumsorgan — seit

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