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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1901-01-01 · Aus der Kille. Innerjüdisches Gemeindeleben und damit Zusammenhängendes. · p. Seite 53

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1901
Issue
Aus der Kille. Innerjüdisches Gemeindeleben und damit Zusammenhängendes.
Date
1901-01-01
Page
Seite 53 (sequence 21)
Language
German
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53 Wenn man Herrn Professor Strack glauben will — wir haben, offen gestanden, kein allzu großes Vertrauen zu diesem übermäßig begeisterten Philosemiten -- so ist eine Uebersetzung des Talmud eigentlich überflüssig. Denn er sagt („Die Welt", 1900, Nr. 33) in seiner Einleitung in den Talmud: „Wer ernsthaft wünscht, über den Talnmd oder irgend einen Teil seines Inhalts Aufschluß zu erhalten, kann, wie die Seite 106—130 und jetzt auch Seite 5—6 von mir verzeichnete Litteratur beweist, gegenwärtig auch ohne Kenntnis der Sprachen des Grundtextes eine im allgemeinen ausreichende Belehrung sich verschaffen." Eine nach jüdischen Begriffen „im allgemeinen ausreichende Belehrung" bieten vielleicht die bekannten „Lichtstrahlen aus dem Talmud". Wir halten aber für notwendig, daß wir nicht nür die Lichtstrahlen zu sehen bekommen, sondern auch die dunkelsten, unheimlichsten Ecken und Winkel kennen lernen. Der Raffenftaud-urrkt. Aus dem von uns Mitgeteilten wird man zu folgern geneigt sein, daß das Judentum nach der religiösen Seite hin sich in anscheinend rascher Auflösung befindet. Möge jedoch niemand daraus den Schluß ziehen, daß das zähe Volk dadurch für seine Gastvölker weniger gefährlich werde. Genau das Gegenteil ist der Fall. Nimmt der Jndifferentismus 'der jüdischen Religion gegenüber weiter überhand, so wird die Folge ein stets vermehrter Uebertritt zum Christentum sein.*) So lange der Staat sich nicht zum Rassenstandpunkt aufschwingt, so lange der getaufte Jude genau so behandelt wird, wie der Eingeborene, kann es für uns nichts Unerwünschteres geben, als zahlreiche Judentaufen. Und bei der Schwerfälligkeit unserer leitenden Kreise in nationalen Fragen ist fürs erste nicht daran zu denken, daß der Raffenstandpunkt den Juden gegenüber eingenommen wird. Wir haben da sogar mit einer Gegnerschaft in den eigenen Reihen zu kämpfen: die Christlich-Sozialen und die orthodoxen Konservativen sind bis zu einem gewissen Grade gut antisemitisch gesinnt. Hat sich aber ein Jude Laufen lassen, so ist er für sie ein „Bruder in Christo". Nun muß man nur wissen, wie die Judentaufen zu stände kommen. Kein Kundiger zweifelt, daß 99 Prozent der Täuflinge aus dem. Samen Abrahams in Wirklichkeit nichts als „Freidenker", kraffe Materialisten find." Und diese schlimmste Sorte von Juden sollen wir, wenn sie sich dem für sie völlig bedeutungslosen Taufakt unterzogen haben, als unseres Gleichen, als Deutsche ansehen! Es ist sehr erfreulich zu beobachten, daß in den denkenden Kreisen unseres Volkes, die Wichtigkeit der Rassenfrage, des Blutes immer mehr erkannt wird. Dazu ersteht uns auf der Seite der Gegner eine unerwartete Hilfe: die Zionisten — deren Thätigkeit wir im übrigen mit großem Mißtrauen ansehen; (s. Jahrbuch für 1900) —stellen sich auf den Raffenstandpunkt und bekennen, daß das Judentum etwas Angeborenes, Unauslöschliches, durch kein Taufwaffer Abzuwaschendes ist. Doch ist diese Bundesgenossenschaft nicht allzu hoch anzuschlagen, da die Zionisten wenig Aussicht haben, einen erheblichen Einfluß zu gewinnen. Für uns Antisemiten aber gilt es, immer und immer wieder unser Volk darüber aufzuklären, was die Rassenfrage bedeutet und mit was für einer Raffe wir in den „Staatsbürgern mosaischen Bekenntnisses" zu thun haben. Immer wieder müssen Wir zeigen, daß die getauften Juden noch gefährlicher für uns sind, als die übrigen. Wir müssen verlangen, daß die Taufe für Juden außerordentlich erschwert und nur in Ausnahmefällen genehmigt wird. i) Vielleicht dringt unsere preußische Unterrichtsverwaltung zum Teil zu dem Zweck, die Zahl der Judentausen zu vermindern, auf Erteilung von jüdischem Religionsunterricht in allen Schulen. Der Erfolg wird sehr gering sein!

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