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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1900-01-01 · Aus der Statistik. · p. Seite 210

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1900
Issue
Aus der Statistik.
Date
1900-01-01
Page
Seite 210 (sequence 27)
Language
German
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210 Tafel VIII. Deutsches und jüdisches Einkommen in Breslau, 1891/92. (Verwaltungsbericht des Magistrats für 1889/92, S. 4t u. 147.) Veranlagt mit einem Einkommen von Dei Veranlagte Personen rische Veranlagtes Einkommen in Mark Ju Veranlagte Personen den Veranlagtes Einkommen in Mark 1 2 3 4 5 420 bis 900 M. 58 149 37 699 5OO 1346 926 280 900 - 1800 - 17 901 22 193 625 1 918 2 418150 180O - 3 000 - 6 133 14 419 950 890 2 152 750 3 000 - 4 800 - 3 422 12 708 000 773 2 911 500 4 800 - 6 000 - 943 5 053 500 292 1 567 800 6 000 - 12 000 - 1 374 11 308 800 526 4 483 200 12 000 - 48 000 - 479 9 619 200 285 6 112 200 48 000 M. und mehr 47 5 484 000 37 4 377 000 Zusammen 86 448 118 486 575 6 067 24 948 880 Erläuterungen: Die Bevölkerung Breslaus bestand nach der Volkszählung vom Dezember 1890 aus 317 432 Deutschen und 17 754 Juden! — In der Tafel des Verrvaltungsberichts, aus der das Vorstehende ausgezogen ist, scheint ein Druckfehler unberichtigt geblieben zu sein: Die Gesamtsumme der jüdischen Einkommen ist nämlich um 50 Mark höher angegeben als die Addition der aufgeführten einzelnen Posten ergiebt. Ich habe mich in der vorstehenden Tafel an die letztere Ziffer gehalten, obgleich es möglich ist, daß der Druckfehler in einem der Einzelposten steckt, weil es nicht möglich ist, zu ermitteln, in welchem Posten. ' Es wäre deshalb sehr wünschenswert, daß über die Einkommensverhältnisse der Juden regelmäßige Angaben für den ganzen Staat veröffentlicht würden, um diese wichtige Frage vollständig zu klären. Das Material ist vorhanden, denn in den für die Steuerveranlagung alljährlich ausgegebenen Hauslisten wird ja nach dem Religionsbekenntnisse gefragt. Wozu füllen wir die betreffende Spalte jahraus, jahrein aus, wenn nicht der entsprechende Gebrauch von den Angaben gemacht wird zur Beantwortung einer Frage, die so wichtig ist, wie die nach dem Einfluß des jüdischen Geldes auf unser deutsches Kulturleben? Es braucht, wie gesagt, nur etwas guten Willen bei der zuständigen Behörde, damit diese Frage beantwortet wird: Die entsprechende Tafel für ganz Preußen würde nicht mehr Raum einnehmen als die soeben für die Stadt Breslau gegebene. Werfen wir nun zum Schluß einen Blick auf all das zurück, was uns diese statistischen. Betrachtungen über die Betriebe im Erwerbsleben, über Kriminalstatistik der Gesamtbevölkerung und der Juden und über die Berufsstatistik der jüdischen Bevölkerung gezeigt haben, so dürfen wir uns nicht verhehlen, daß sie uns im Grunde überall nur gezeigt haben, was wir, wenn wir unsere Augen gebrauchen, ohnehin wissen können. Ein mittelmäßig aufmerksamer und begabter Beobachter sieht alles, was man mit viel Mühe aus den dicken Bänden der Statistik herauslesen kann, im alltäglichen Leben ohne besondere Anstrengung, ja er fleht noch viel mehr, was die Statistik mit ihrer schwerfälligen Methode überhaupt gar nicht zu erfassen vermag. Zu dem, was sie nicht wiedergeben kann, gehört beispielsweise alles, was die getauften Juden angeht oder diejenigen, die sich als konfessionslos, dissidentisch usw. der Zählung als Juden entziehen: die Angaben der Statistik be-

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