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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1900-01-01 · Aus der Statistik. · p. Seite 197

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1900
Issue
Aus der Statistik.
Date
1900-01-01
Page
Seite 197 (sequence 14)
Language
German
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197 verschwunden ist, über das Wie der einzelnen Betriebe, darüber, wie lange sie sich überhaupt noch halten können, giebt sie uns keine Auskunft, da heißt es mit eigenen Augen sehen. III. Kriminalität der Juden in Deutschland. Da wir uns einmal mit der Kriminalstatistik beschäftigen, so wollen wir auch gleich noch einen Blick auf die Sonderstellung werfen, die unsere Juden in krimineller Beziehung einnehmen. Es sind jetzt 16 Jahrgänge der Kriminalstatistik für das Deutsche Reich veröffentlicht. Die Reihe beginnt mit dem Jahre 1882. Um zu veranschaulichen, ob und wie sich etwa die Kriminalität ver Juden im Verhältnis zu jener der deutschen Bevölkerung geändert hat, habe ich in Tafel III die Anzahl der verurteilten Deutschen und Juden für das erste und letzte Jahrviert dieses Zeitraums nebeneinandergestellt und endlich (Spalte 4 und 7 der Tafel) berechnet, wieviel verurteilte Juden hätten vorhanden sein dürfen, wenn die Kriminalität bei den Juden dieselbe gewesen wäre wie bei den Deutschen. Unter der Bezeichnung „Deutsche" fasse ich dabei die gesamte nichtjüdische Bevölkerung des Reiches zusammen. (Tafel III siehe Seite 198.) Die erste Zeile der Tafel zeigt, daß die Gesamtkriminalität bei den Juden geringer ist als bei den Deutschen: Sie wiesen im Jahre 1894—97 nur 18 599 Verurteilte auf, während es 20 709 hätten sein dürfen (Spalte 6 und 7). Die zweite und dritte Zeile zeigen sofort, daß dieses günstige Verhältnis wesentlich aus ihrer sehr viel geringeren Beteiligung bei Körperverletzung und Diebstahl entspringt. Sieht man von diesen ab und nimmt alle anderen Vergehen und Verbrechen zusammen, so erscheint die Kriminalität der Juden weit größer als sie sein dürfte, wir finden 15 044 Verurteilte statt 11 335. Die Zeile Gr zeigt uns das Hauptgebiet der jüdischen Kriminalität, nämlich die Verbrechen und Vergehen gegen das Vermögen nach Ausschluß von Diebstahl und Sachbeschädigung. Hier finden wir 5029 Verurteilte statt 3345. Der zweite Teil der Tafel unter dem durch den Druck hervorgehobenen Striche giebt einige Einzeldelikte, die als spezifisch jüdische, d. h. als bei den Juden besonders häufig vorkommend ins Auge fallen: Ich habe nur solche ausgenommen, die entweder besonders häufig Vorkommen, wie Verletzung der Wehrpflicht, Beleidigung und Betrug oder diejenigen, die durch ihre Eigenart besondere Beachtung verdienen, wie Meineid, Hehlerei, Bankrott, Wucher usw. Im Jahre 1893 habe ich im Verlage von Fr. Wilh. Grunow in Leipzig in einem Büchlein „Die Juden rrnd die deutsche Kriminalstatistik" die einzelnen Delikte und ihre Bedeutung für die Psychologie des jüdischen Volkes ausführlich erörtert und zugleich gezeigt, daß die Beschönigungsversuche von jüdischer Seite, nach denen die hervorragende Beteiligung an Delikten aus Gewinnsucht nur eine Folge des kaufmännischen Berufes so vieler Juden sein soll, ganz hinfällig ist. Ich will mich daher an dieser Stelle nicht wiederholen, um so weniger, als ja die Eigenart der jüdischen Kriminalität ohnehin in die Augen fallend ist. Nun zu den Aenderungen, die unsere Tafel in dem Verhältnis der deutschen und jüdischen Kriminalität während der 16 Jahre erkennen läßt, über die die Statistik Auskunft giebt. Auf den ersten Blick zeigt die Tafel, daß beim Vergleich der Spalten 3 und 4 mit 6 und 7 in Bezug auf die Gesamtkriminalität die Juden in den letzten vier Jahren nicht mehr so gut dastanden wie in den ersten. Die Tafel zeigt aber auch, daß inzwischen ein neues Vergehen, nämlich die Ver-

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