Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1900
- Issue
- Die Parteien innerhalb des modernen Judentums.
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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107 lichsten sind diejenigen, die mit dem Judentum anscheinend ganz gebrochen haben,., die mittelst der Taufe das „Eintrittsbillet in die europäische Kultur" zu erwerben gestrebt haben. Sie gelten als „Christen" und werden offiziell und in der Meinung, vieler guter Patrioten den Eingeborenen gleichgestellt. Sie können sich ungehindert zu sehr einflußreichen Stellungen emporschwingen und so die Interessen ihrer Rasse in sehr wirksamer Weise wahrnehmen. — Ebenso gefährlich sind durch ihren großen Reichtum die jüdischen Großfinanz-Männer, die sich vortrefflich mit den Leitern der Staaten zu stellen pflegen (man denke an Bleichröders Verhältnis zu Bismarck!,), um letztere finanziell desto ficherer in der Hand Zu haben. Nach diesen kommen die assimilationsfreundlichen Reformjuden, die mit dem Brustton der Ueberzeugung stets behaupten, „wir find gute Deutsche und wollen nichts anderes sein; uns scheidet nur die „Konfession" von Euch, in allem Uebrigen sind wir Euch gleich. Vermag doch nicht einmal die Anthropologie einen Raffenunterschied zwischen Juden und Germanen festzustellen!" Auf die Reformjuden folgen die Zionisten, die ihr jüdisches Volkstum betonen, sich nicht assimilieren, dagegen einen eignen Judenstaat gründen wollen. Sie hegen diese Absicht, weil sie der vielleicht nicht ganz unrichtigen Ansicht sind, daß das Bestehen eines Judenstaates, die Macht der Stammesgenoffen sehr erhöhen würde. Die orthodoxen Juden sind wohl nicht völlig so gefährlich für uns, als die andern Richtungen, wenn es auch höchst wahrscheinlich ist, daß unter ihnen, mindestens unter einem Teile, der Blutaberglaube besteht, der sie treibt, von Zeit zu Zeit einen Nichtjuden durch den bekannten Schächtschnitt zu tödten und das Blut aufzufangen, Gott mag wissen, zu welchem Zweck. Aber diese seltenen Blutthaten sind längst nicht so schlimm für uns, als das, was die „aufgeklärten" westeuropäischen Juden, treiben. Die vereinzelten Morde tragen in keiner Weise dazu bei, uns unter das Joch der Juden zu bringen, bedrohen weder unser Staatsleben, noch unsere wirtschaftliche Stellung, noch unsre Kultur. So sehr man auch die armen Geschachteten., bedauern mag — ihr Leiden ist gering gegen die Leiden und Uebel, die unser Volk durch die hier wohnenden Juden erduldet; gegen die moralische Depravation, welche die reichen und gebildeten Juden des Westens um sich her verbreiten. Wir müssennur mit Nachdruck und unerbittlich Sorge tragen, daß die Scharen der Orthodoxen des Ostens nicht in unser Land herein kommen, wo sie bald ihren westeuropäischen. Stammesgenossen in jeder Richtung gleichkommen, ja sie häufig an Verderblichkeitnoch übertreffen.