Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5670/1910
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 222)
- Language
- German
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deine Schuhe küssen, die Erde, auf der du trittst, dienen will ich dir, meine Liebe dir opfern. . . . Willst du frei werden? Ich will dich in stürmischer Nacht aus diesen Kerkermauern befreien, ich will die Wächter erwürgen, sie alle erschlagen. . . Timoscha mußte in seiner Rede inne halten, denn der Kerkermeister trat ein, um die Häftlinge zu zählen. * * * Der Rabbi wurde zum Bedauern der Gefangenen in eine andere Zelle überführt. Diese war geräumiger und reiner als die erste. Seine Chassidim haben ihm diese Wohltat erwirkt. Als er die Zelle verließ, sagte ihm Timoscha: „Ziehe hin in Frieden, heiliger Mann. Ich werde dich nie vergessen, vergiß du auch meiner nicht und bete für meine sündige Seele.** Am nächsten Tage brach Timoscha aus. Und in einer kleinen Litauischen Stadt trat er zum Judentum über und erhielt den Namen des Erzvaters Abraham. Er hatte nicht viel gelernt, nicht viel verstanden, nur die Bräuche des Judentums waren ihm geläufig, aber er war stark in seinem Glauben. Ganze Strecken und Dörfer bekehrte er zum Judentume. Das waren die Ahnen jener Gerim, die in Rußknd wohl bekannt sind. 4r % 4P»k # \ MM. m * ▼a. «f mm %a \ v\vrv BS HB 196