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Illustrirter jüdischer Familienkalender · 1907-01-01 · 5668 = 1907/08 · p. [Seite]

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Journal
Illustrirter jüdischer Familienkalender
Volume
5668 = 1907/08
Date
1907-01-01
Page
[Seite] (sequence 195)
Language
German
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Neue gute .'Bücher! Carry "Brachvogel — —- Die "Erben ■ "fioman aus "Neudeulschland Mk. 4.— broschiert, Mk. 5.— gebunden. Münchener N. Nachr.: Das ist kein gewöhnlicher Roman, vielmehr ein gewaltiger Versuch, etwas Ungeheueres, an Leben und Beziehungen unendlich Reiches in ein Paar hundert Seiten zu pressen. Freie Deutsche Presse: Mit dem schonungslosesten Realismus paart sich eine Wucht und Grösse der Schilderung, die fortreisst. Walter Bcelicke lieber Treiheit und Eiebe, Treude und Treundschaft Mk. 1.50 Mährisch-Schlesischer Korrespondent: In diesen beiden Aufsätzen steckt sehr viel Belesenheit und philosophisches Wissen, eine scharf ausgeprägte Ausdrucksfähigkeit und viel jugendlicher Enthusiasmus. Jlugust Bulgrin Zit de Grot-Justin sehe Eck Lire ut Tfinnerpommerti Mk. 2.— Pommersche Zeitung: Frische humorvolle Gedichte sind es, die im richtigen hinterpomme'rschen Platt gereimt sind, denen aber eine eingehende Worterklärung beigefügt ist, so dass sie auch für solche verständlich sind, welche der plattdeutschen Sprache nicht ganz mächtig sind. Marie Crescence Gräfin Cappy Eine Bergfahrt und andere ’Jfieisebilder Mk. 2.— Die schöne Literatur: Es ist eine ganz eigene Art, wie die Autorin ihre leichten Stoffe behandelt; Ausflüge in die reizenden Berglandschaften Tirols und des Salzkammerguts, iu einem Falle der siebenbürgischen Karpathen geben ihr Gelegenheit, irgendwelche ^wirkliche oder sagenhafte Erlebnisse der eingeführten handelnden Personen zu berichten. Die touristische Folie harmoniert mit den novellistischen Einschaltungen, die in herzlicher, gemütlicher Weise, stets mit grosser Gewandtheit und oft mit überraschenden Pointen erzählt werden. Gesunder Humor und kecker Witz gibt nicht selten einen wohltuenden Einschlag. Die erste Novelle, „Eine Bergfahrt“, ist typisch für alle anderen. Diese Novellen, so bescheiden sie in Hinsicht ihrer Stoffe sind, gehören zum Besten ihrer Art. m L. Dänöfen ■ Estella - Mk. 2.— Freisinnige Zeitung: Das ganze Buch darf als eine feinsinnige psychologische Studie gelten. Estella Brand, ein Mädchen aus gut bürgerlicher deutscher Familie, wäre beinahe den Nachstellungen eines zügellos zynischen fremden Malers erlegen, aber schliesslich empört sich der gesunde Kern ihres Innern gegen den Versuch, sie in den Schlamm hinabzureissen. Die Novelle klingt dahin aus, dass sich Estella zur rechten Zeit besinnt und die dämonischen Fesseln abstreift, die der Fremde um sie geschlungen hat. Man wird dieses Buch zu einer der besseren Erscheinungen in der Flut der Novellenliteratur zu zählen haben. Max Dautschat Backfischgeschichten Mk. 1.— Berliner Börsen Courier: Ein lustiges Büchlein im schmucken Gewand, dessen Lektüre ein behagliches Lächeln auslöst. Der Typ des halbreifen Mädchens, das schon Dame sein möchte, aber doch noch ein halbes Kind ist, wird in verschiedenen, recht interessant erzählten und lustig pointierten Geschichten vorgeführt. Jedes kleine Fräulein aus dem Pensionat oder aus der Selekta wird ihre eigenen Freuden und Leiden hier wiederfinden. Der Verfasser hat sich mit diesem Erstlingswerk vorteilhaft und viel versprechend eingeführt. Wilhelm Degri - ■ Zu Spät-— T\oman Mk. 3.- Neue Freie Presse: Degrö verstand es, die Er eignisse fesselnd zu schildern, die handelnden Personen und deren Charakter lebenswahr und verständnisvoll zu zeichnen, Ursache und Wirkung tief zu beleuchten und die Konflikte dramatisch zu gestalten. Der Wert des Romans dürfte auch noch in den vielen guten Gedanken und Bonmots liegen, welche der Verfasser mit freigiebiger Hand in seinem Werke verstreut hat. Wilhelm "Degri Tamilie v. Giessen 2 Bände Mk. 5.—, brosch., Mk. 8.— geb. Neues Tagblatt-Stuttgart: Ein grossangelegter Roman und ein überaus vielgestaltiges, klar und scharf geschautes Bild modernen Lebens, wie es sich in den inneren und äusseren Schicksalen einer Wiener Familie widerspiegelt. Neue Freie Presse: Nebst den vorzüglichen Schilderungen des gesellschaftlichen Lebens von Wien in den Siebzigerjahren des abgelaufenen Jahrhunderts bietet der Roman ein vorzügliches Bild der modernen Frauenbewegung und ihrer Auswüchse. Er ist kein Tendenzroman, sondern ein kluger Protest gegen die Schattenseiten einer gewissen sozialen Erscheinung. MODERNES YERLAGSBUREAU, Curt Wigand, BERLIN-LEIPZIG

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