Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Journal
- Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Volume
- 5668 = 1907/08
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 64 (sequence 73)
- Language
- German
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fähigung. — Rudolf Mossesche Erziehungsanstalt für Knaben und Mädchen zu Deutsch- Wilmersdorf (Bahnhof Schmargendorf) bei Berlin, Mecklenburgische Str. 58. Direktor: Dr. Heinitz, ebenda. Zweck: 100 bedürftigen Kindern der gebildeten Stände, Knaben und Mädchen, aus ganz Deutschland, ohne Unterschied der Religion, vom 6. bis 16. Lebensjahre unentgeltlich in der Anstalt Verpflegung, Kleidung und Erziehung zu gewähren. Die jüngeren Kinder werden im Hause selbst unterrichtet, die älteren auf Kosten des Stifters höheren Schulen der Nachbarschaft überwiesen. Für Bedürftige Fürsorge und Unterstützung auch nach der Entlassung. Aufnahmegesuche sind an den Stifter, Herrn Rudolf Masse, Berlin W. 9, Leipzigerplatz 15, zu richten. 1902: 99 Kinder in der Anstalt. 1901 und 1902: 1240,05 M. Barunterstützung an entlassene Zöglinge. — Mädchenhaus Pankow, Pankow bei Berlin, Mühlenstratze 86. Unterhalten vom „Verein Mädchenhaus Pankow". Vors. d. Vereins: Frau Hedwig Loewe, Uhlandstr. 7, Leiterin des Hauses: Frl. Minna Löwenthal. Zweck: Arme deutsche Mädchen jüdischen Glaubens, insbesondere Waisen, 1—2 Jahre unentgeltlich aufzunehmen, zu unterhalten und zu dienstlichen Stellungen zu erziehen. Platz für 30 Zöglinge. Die Mädchen werden meist von der Anstalt aus in Stellen untergebracht. Ein Schutzdamenkomitee beaufsichtigt die in Stellung untergebrachten Mädchen. Kapital: 120 000 M. — Jüdisches Mädchenstift, N. 4, Lothringerstraße 16. Vors.: Waisenhausdirektor Dr. Strelitz, N. 37, Schönhauser Allee 162; Frau Julie Neumann , W. 35, Potsdamerstr. 121 e. Hausmutter: Frau Henriette Baer. Zweck: Unentgeltliche Pflege, Erziehung und Ausbildung ca. 15 armer jüdischer Mädchen für den Dienstbotenberuf. Aufnahme nicht vor dem 14., nicht nach dem 18. Jahre. Aufenthalt in der Regel 2 Jahre. Hauswirtschaftliche Ausbildung, Unterricht in Religion, Deutfch, Rechnen, Wirtschaftskunde. Ritueller Mittagstisch für Frauen und Mädchen. Portion 45 Pf. 1903: 16 Zöglinge. Kapital: 49 458 M. — Fürsorge-Erziehungsanstalt in Repzin bei Schivelbein (Pommern), Eugen und Amalie Rosen st iel-Stiftung. Verw. durch ein Kuratorium. Vors.: Oberlehrer Dr. Sch aefer, NW. 23, Klopstockstr. 24. Bureau: D. I. G. B. Leiter: Lehrer A. Baronowitz, in der Anstalt. Zweck: Aufnahme männlicher jüdischer Minderjähriger vom 6. Jahre an, die nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen der Fürsorge-Erziehung überwiesen werden, oder deren Unterbringung in Familienpflege. Vermittlung von Lehrstellen. Pflegegeld 30 M. monatlich. Platz für 35 Zöglinge. 1903: 30 Knaben. — Fürsorge-Erziehungsanstalt in PlöHensee bei Berlin. Verw. durch ein Kuratorium. Vors.: Oberlehrer Dr. Schaefer, NW. 23, Klopfstockstr. 24. Bureau: D. I. G. B. Leiterin: Frl. M. Katz, in der Anstalt- Zweck: Ausnahme und Erziehung weiblicher jüdischer nicht schulpflichtiger Minderjähriger, die nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen der Fürsorge-Erziehung überwiesem werden, oder deren Unterbringung in Familienpflege. Vermittlung von Dienststellen. Pflegegeld 30 Mark monatlich. Gesuche an das Bureau (private können zur Zeit nicht berücksichtigt werden). 1903: 10 Mädchen. — Lehrlingsheim Pankow, Pankow bei Berlin., Mühlenstraste 20. Unterst, vom „Verein Lehrlingsheim Pankow". Hervorgegangen aus dem vorstehenden Verein. Vors, des Kuratoriums: Kommerzienrat I. Loewe, Berlin NW. 7, Dorotheenstr. 43/44. Direktor der Anstalt: M. Wilinski. Zweck: Handwerkslehrlinge jüdischen Glaubens aus ganz Deutschland während der Lehrzeit durch Gewährung von Wohnung, Bekleidung und Beköstigung zu unterstützen. Besuch von Fach- und Fortbildungsschulen. Anstaltsbibliothek 840 Bücher. Aufnahmeges. an Rechtsanwalt Kraft, Potsdamerstr. 122c. 1903: 41 Zögl. — Verein Israelitisches Heimaishaus, Gormannstr. 3. Begründer und Direktor des Heimathauses: Hermann Abraham, Sprechstunden 11—12 und 5—6 im Heimatshause). Vorsteherin: Frau Johanna Abraham. Das Heimathaus enthält folgende Wohlfahrtseinrichtungen: 1. Mädchenheim. Zweck: Alleinstehenden jüdischen Mädchen Wohnung Altersversorgungsanstalt III der jüdischen Gemeinde Berlin Exerzierstraße 13. >lW m 64