Mannheim

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Landsberger, Julius

Person · http://data.judaicalink.org/data/ep/2781116

Also known as (1 names)
–
LANDSBERGER, Julius, Dr.
Born
1819
Place of birth
wd:Q248144
Place of birth (as recorded)
Biała (Zülz), Oberschlesien
Died
1890
Place of death
Darmstadt
Occupation
Rabbi · Schriftsteller · Rabbiner · Orientalist
Sohn des Kaufmanns Wolfgang L. in Głogówek (Oberglogau), Talmudstudium in Prostìjov (Proßnitz) und Lipník (Leipnik) als Achtzehnjähriger 1837 ordiniert von Gerson Zippert Asche in Prenzlau, was später durch ein Morenu-Zeugnis des Berliner Rb. Öttinger bestätigt wird. 1837 zum Friedrichsgymnasium in Breslau, 19. Okt. 1842 imm. Breslau als Gasthörer ohne Reifezeugnis, Studium am Fraenckel’schen Bet-Midrasch bei Abraham Geiger. 25. Feb. 1844 ext. Abitur am Friedrichsgymn. Breslau 9. März 1844 reguläre Einschreibung an der Breslauer Universität. 8. Nov. 1845 imm. Berlin 20. Apr. 1846 prom. Halle und Rückkehr nach Breslau, Bewerber in Kassel (1848), Mai 1849 Rb. und Religionslehrer in Brzeg (Brieg), Schlesien, wo er das Aufsichtsrecht über die jüd. Schule erhält und am städt. Gymnasium Unterricht erteilt, Mitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (ZDMG 1851, S. 134, Nr. 310 1855, S. 298 Austritt 1858, S. 202, Nr. 492 Wiedereintritt). 1852 verheiratet mit Pauline Löwe (geb. 1832), Tochter des Rb. Simon L. in Racibórz (Ratibor), Oberschlesien. 1854 Rb. der „Brüdergemeinde“ in Posen, erteilt Religionsunterricht an der kgl. Realschule und an der von ihm reorganisierten Religionsschule. Dezember 1859 großherzogl. Landesrb. in Darmstadt. Als gemäßigter Liberaler wird er bekämpft von den Landgemeinden und der IRG, die in Religionslehrer Dr. L. Marx aus Strümpfelbrunn in Baden seit 1871 einen inoffiziellen Rb. besitzt. Geht Dez. 1889 wegen Krankheit aus dem Amt. Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Rb. in Jelenia Góra (Hirschberg) und Berlin.

Identifiers

GND
141651911
Library of Congress
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Steinheim-Institut
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VIAF
39761025
Wikidata
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de.wikipedia.org
Julius_Landsberger_(Rabbiner,_1819) de
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Sources (6)

LANDSBERGER, Julius, Dr.

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74 statements
document
AHU Berlin, Abgangszeugnisse, Bd. 276, fol. 422r
document
AU Wrocław, F 437, Bl. 13; F 455 Studentenregister, danach geb. 8. Aug. 1819
document
CAHJP Jerusalem, AHW 543b, Fasc. I, S. 254; II, S. 148, 152, 154, Bewerbung in Hamburg 1851
document
LHA Schwerin, Meckl.-Schw. Landesrabbinat 57, vom 5. Jan. 1853 und 26. Apr. 1853, Bewerbung in Schwerin, in der er sich selbst der „vermittelnden Richtung“ zuordnet: „Ich schätze und achte die religiösen Sitten und Bräuche der Vergangenheit, suche aber der Gegenwart und ihren Anforderungen möglichst Rechnung zu tragen“.
literature
AZJ 1845, S. 682f Kritik an ihm und anderen preuß. Rabbinatskandidaten
literature
AZJ 1848, S. 675, Bewerbung in Kassel
literature
AZJ 1849, S. 348 (in Brzeg sei er Kämpfer gegen „den Gifthauch des modernen Heidenthums“), 413f
literature
AZJ 1850, S. 106f, Predigt, Schulaufsicht, Unterricht am Gymnasium
literature
AZJ 1854, S. 416, über Wechsel nach Posen
literature
AZJ 1857, S. 633, Einweihung des neuen Tempels der „Brüdergemeinde“
literature
AZJ 1859, S. 619, über seine Aufsätze
literature
AZJ 1860, S. 168ff. Kompetenzkonflikt mit Rb. Levi in Gießen
literature
AZJ 1860, S. 24, 38, Wechsel nach Darmstadt. Sein Weggang aus Posen wird bedauert: „Ihm wäre es, wie dies von maßgebender und einflußreicher Seite vielfach ausgesprochen worden, vielleicht beschieden gewesen, allmählig eine in so viele Cultusverbande zersplitterte Synagogengemeinde zu einer einzigen Cultusgerneinde zu vereinigen und ein Friedensideal zu verwirklichen, das seit Egers Tode für unerreichbar gehalten wurde“
literature
AZJ 1889, S. 488
literature
Arnsberg, Hessen, Bd. I, S. 117: „Als 1870-1871 auf dem ’Griesheimer Sand’ viele kriegsgefangene Zuaven waren, hielt ihnen Dr. Landsberger Gottesdienst in arabischer Sprache und las ihnen aus dem Koran vor. Diesen Gottesdiensten soll des öfteren auch der Großherzog beigewohnt haben“
literature
DBE VI 221
literature
EJ dt. X 622f; danach starb er in Berlin
literature
Franz Babinger, „J. L. (1819- 1890), liberaler Rabbiner und Orientalist“, in Juden als Darmstädter Bürger, hrsg. von Eckhart G. Franz, Darmstadt 1984, S. 233f
literature
Franz, 233f, 309
literature
Gemeindebote vom 28. Aug. 1891, S. 1
literature
Hessische Biographien, Bd. 2, Darmstadt 1927
literature
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 748, 850
literature
Lebermann, „Landesrabbinat“, S. 217-246
literature
Lippe 1879/81, S. 266f, 624
literature
Schwab, Répertoire, S. 264
literature
Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 1596, über seine Dissertation: „nonnulla erronea“
literature
UI 22 (1866/67), S. 151: Prozeß wegen ihm zur Last gelegte Gesetzesübertretungen: Er esse Fisch, Eier, Salat und Butterbrote in christlichen Gaststätten, seine Frau benutze das Ritualbad nicht
literature
Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 587, 626.
literature
Wininger III 586
publication
- Zur Abwehr gegen Angriffe auf das Judentum, 1871
publication
Brief an M. Zirndorf, Verfasser der Wiener Briefe, AZJ 1856, Beilage zu Nr. 34
publication
Das Buch Hiob und Goethes Faust, Vortrag, 1882
publication
Denkrede auf Kaiser Wilhelm, beim Trauergottesdienst in der Hauptsynagoge zu Darmstadt, 1888
publication
Der Psalter, im Auszuge metrisch bearbeitet, 1886
publication
Der Stab des Glaubens, Predigt, 1869
publication
Die Glaubens-Flamme. Gottesdienstlicher Vortrag gehalten im israelit. Tempel zu Wien, 1856
publication
Heidnischer Ursprung des Brauchs, zwischen Passah und Wochenfest nicht zu heiraten, 1869
publication
Liebe, Traum und Teufel. Drei Vorträge aus dem Gebiete der Mythologie, Psychologie und Dämonologie, 1869
publication
Millethyah deSofos. Die Fabeln des Sophos. Syrisches Original der griechischen Fabeln des Syntipos. In berichtigtem, vocalisirtem Texte zum ersten Male vollständig mit einem Glossar hrsg., nebst literarischen Vorbemerkungen, Posen 1859
publication
Mitarbeiter der Zschr. Der Orient (1848-49)
publication
Predigt, gehalten bei der Einweihung der neuen Synagoge in Darmstadt, 1876
publication
Rede am 1. Juli 1877 bei der in der Synagoge zu Darmstadt dem Andenken Sr. Königl. Hoheit Ludwig III. Großherzogs von Hessen und bei Rhein geweiheten Trauerfeier, 1877
publication
Wahrheit, Recht und Friede. Eine Kanzelrede für Freunde und Feinde des Judenthums, 1881
publication
Worte der Trauer, bei der Gedächtnißfeier für Kaiser Friedrich, 1888.
publication
’Iggäräth Ba‘ale H. ayyim. Abhandlung über die Thiere von Kalonymos b. Kalonymos oder Rechtsstreit zwischen Mensch und Thier vor dem Gerichtshofe des Königs der Genien, übs., 1882
publication
„Die Fabeln des Syntipos“, ZDMG 1857, S. 14-50
birth date
10. Aug. 1819
place of birth
Biała (Zülz), Oberschlesien
death date
3. März 1890
place of death
Darmstadt
place of death (IRI)
Darmstadt
described at
https://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/bhr?id=1029
has abstract
Sohn des Kaufmanns Wolfgang L. in Głogówek (Oberglogau), Talmudstudium in Prostìjov (Proßnitz) und Lipník (Leipnik) als Achtzehnjähriger 1837 ordiniert von Gerson Zippert Asche in Prenzlau, was später durch ein Morenu-Zeugnis des Berliner Rb. Öttinger bestätigt wird. 1837 zum Fri…
Sohn des Kaufmanns Wolfgang L. in Głogówek (Oberglogau), Talmudstudium in Prostìjov (Proßnitz) und Lipník (Leipnik) als Achtzehnjähriger 1837 ordiniert von Gerson Zippert Asche in Prenzlau, was später durch ein Morenu-Zeugnis des Berliner Rb. Öttinger bestätigt wird. 1837 zum Friedrichsgymnasium in Breslau, 19. Okt. 1842 imm. Breslau als Gasthörer ohne Reifezeugnis, Studium am Fraenckel’schen Bet-Midrasch bei Abraham Geiger. 25. Feb. 1844 ext. Abitur am Friedrichsgymn. Breslau 9. März 1844 reguläre Einschreibung an der Breslauer Universität. 8. Nov. 1845 imm. Berlin 20. Apr. 1846 prom. Halle und Rückkehr nach Breslau, Bewerber in Kassel (1848), Mai 1849 Rb. und Religionslehrer in Brzeg (Brieg), Schlesien, wo er das Aufsichtsrecht über die jüd. Schule erhält und am städt. Gymnasium Unterricht erteilt, Mitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (ZDMG 1851, S. 134, Nr. 310 1855, S. 298 Austritt 1858, S. 202, Nr. 492 Wiedereintritt). 1852 verheiratet mit Pauline Löwe (geb. 1832), Tochter des Rb. Simon L. in Racibórz (Ratibor), Oberschlesien. 1854 Rb. der „Brüdergemeinde“ in Posen, erteilt Religionsunterricht an der kgl. Realschule und an der von ihm reorganisierten Religionsschule. Dezember 1859 großherzogl. Landesrb. in Darmstadt. Als gemäßigter Liberaler wird er bekämpft von den Landgemeinden und der IRG, die in Religionslehrer Dr. L. Marx aus Strümpfelbrunn in Baden seit 1871 einen inoffiziellen Rb. besitzt. Geht Dez. 1889 wegen Krankheit aus dem Amt. Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Rb. in Jelenia Góra (Hirschberg) und Berlin.
publication
- Zur Abwehr gegen Angriffe auf das Judentum, 1871
publication
Brief an M. Zirndorf, Verfasser der Wiener Briefe, AZJ 1856, Beilage zu Nr. 34
publication
Das Buch Hiob und Goethes Faust, Vortrag, 1882
publication
Denkrede auf Kaiser Wilhelm, beim Trauergottesdienst in der Hauptsynagoge zu Darmstadt, 1888
publication
Der Psalter, im Auszuge metrisch bearbeitet, 1886
publication
Der Stab des Glaubens, Predigt, 1869
publication
Die Glaubens-Flamme. Gottesdienstlicher Vortrag gehalten im israelit. Tempel zu Wien, 1856
publication
Heidnischer Ursprung des Brauchs, zwischen Passah und Wochenfest nicht zu heiraten, 1869
publication
Liebe, Traum und Teufel. Drei Vorträge aus dem Gebiete der Mythologie, Psychologie und Dämonologie, 1869
publication
Millethyah deSofos. Die Fabeln des Sophos. Syrisches Original der griechischen Fabeln des Syntipos. In berichtigtem, vocalisirtem Texte zum ersten Male vollständig mit einem Glossar hrsg., nebst literarischen Vorbemerkungen, Posen 1859
publication
Mitarbeiter der Zschr. Der Orient (1848-49)
publication
Predigt, gehalten bei der Einweihung der neuen Synagoge in Darmstadt, 1876
publication
Rede am 1. Juli 1877 bei der in der Synagoge zu Darmstadt dem Andenken Sr. Königl. Hoheit Ludwig III. Großherzogs von Hessen und bei Rhein geweiheten Trauerfeier, 1877
publication
Wahrheit, Recht und Friede. Eine Kanzelrede für Freunde und Feinde des Judenthums, 1881
publication
Worte der Trauer, bei der Gedächtnißfeier für Kaiser Friedrich, 1888.
publication
’Iggäräth Ba‘ale H. ayyim. Abhandlung über die Thiere von Kalonymos b. Kalonymos oder Rechtsstreit zwischen Mensch und Thier vor dem Gerichtshofe des Königs der Genien, übs., 1882
publication
„Die Fabeln des Syntipos“, ZDMG 1857, S. 14-50
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Rabbi
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LANDSBERGER, Julius, Dr.
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Landsberger, Julius

Landsberger, Julius

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Julius Landsberger

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