Mannheim

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Weill, Ernest

Person · http://data.judaicalink.org/data/ep/2369848

Also known as (6 names)
he
ווייל, ארנסט נתן בן יעקב דוד · ויל, ארנסט נתן
–
Ernst Weil · WEILL, ERNEST NATHAN B. JACOB DAVID · WEILL, Ernest, Dr., auch Ernst WEIL · Weill, Ernst
Born
1865-10-25
Born (as recorded)
1865
Place of birth
Réguisheim
Place of birth (as recorded)
Reguisheim
Died
1947-04-02
Died (as recorded)
1947
Place of death
Aix-les-Bains
Place of death (as recorded)
Aix-Les-Bains
Occupation
Rabbi
Ältester Sohn des Lederhändlers Jacques- David W. und seiner Ehefrau Jeannette, geb. Lévy, aus Marmoutier (Maursmünster) aufgewachsen seit 1871 in Neuf-Brisach (Neubreisach), Oberelsaß, April 1881 Eintritt in die soeben eröffnete rabbinische Präparandenschule in Colmar, dort Schüler von Naphtali Levy aus Cernay (Sennheim), Dr. Bloch und Zacharias Wolff aus Hessen, zugleich Besuch des Bartholdi-Lyceum in Colmar und Abitur, nach der 1886 erfolgten Schließung der elsässischen Rabbinatsschulen 1887-1892 [J. Weill: 1886-1891] Studium am RS Berlin und an der Univ. Ordination dort, 1891 Promotion in Straßburg bei dem Orientalisten Theodor Nöldeke lehnte verschiedene ihm angebotene Stellen in Deutschland ab, um ins Elsaß zurückzukehren. Nov. 1891 in Brumath gewählt, doch vom Konsistorium nicht bestätigt 1891 Rb. in Fegersheim, Unterelsaß, wo er Talmudschüler unterrichtete März 1893 heiratete er seine Cousine Clémentine Weil aus Blotzheim, Oberelsaß, 1897 Rb. in Bouxwiller (Buchsweiler), Unterelsaß führte dort ebenfalls eine Jeschiwa. Seit 1909 gegen die Reform aktiv, gab seit 10. Sept. 1910 die Wochenzeitung Das jüdische Blatt als Organ der elsäss. Hildesheimer-Schüler heraus, 12. Mai 1912 Teilnahme an der Gründungsversammlung der Agudas Jisroel in Kattowitz (Katowice), tätig in deren Keren Hatora blieb auf Distanz zum Konsistorium in Straßburg und lehnte 1915 die Berufung auf das Konsistorial-Oberrt. wegen der in der Synagoge vorhandenen Orgel ab, leitete dort aber am 26. Nov. 1918 die Feier des Konsistoriums zur Rückkehr Elsaß-Lothringens unter französische Herrschaft. 14. Sept. 1919 Konsistorial-Oberrb. in Colmar. Erhielt 1929 von der französischen Regierung das Kreuz der Ehrenlegion. Er lehnte die ihm angebotene Leitung des Pariser Rabbinerseminars ab und begründete stattdessen 1932 [J. Weill: 1933] in Neudorf bei Straßburg die Yechivah de France „Ha-Torah ’Or le-Zorfat“, die mit durchschnittlich dreißig Schülern bis 1939 bestand. Den Talmudisten Simha Wassermann ließ er sich von der osteuropäischen Autorität Meir Kagan in Radin, genannt „Chefetz Chajim“, empfehlen er selbst lehrte an einem Tag der Woche talmudische, religionsphilosophische und profane Gegenstände. Bei Kriegsbeginn Flucht nach Nîmes, Südfrankreich, dann nach Aix-les-Bains in Savoyen, von wo er in Lyon und Grenoble rb. Funktionen ausübt, Ende 1943 zu seiner Tochter nach Zürich, doch gleich nach der Befreiung Frankreichs 1944 Rückkehr nach Aix-les-Bains mit Wahrnehmung von Aufgaben in Lyon und Marseille. August 1945 Gründer der Jeschiwa Chachmei Zorfat von Aix-les-Bains. Starb an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Zwei Söhne, zwei Töchter.

Identifiers

GND
118630199
VIAF
72187174
Wikidata
Q3057208
isni.org
000000001058934X
kalliope-verbund.info
118630199
www.deutsche-digitale-bibliothek.de
118630199
www.idref.fr
id

Sources (5)

WEILL, Ernest, Dr., auch Ernst WEIL

bhr geo-enriched

37 statements
document
StA Hamburg, Bestand 741-4 (Fotoarchiv), Sa 1044: Jüd. Gemeinden 210 Bd. 3, fol. 58-64, mit dem von ihm abgelehnten Vorschlag, sich auf das Altonaer Oberrabbinat zu bewerben, 1893.
image
DBR 2007, S. 741
image
http://judaisme.sdv.fr/histoire/rabbins/eweill/eweill.htm (last visited 17.03.2009).
literature
DBR 2007, S. 740-742
literature
Eliav/Hildesheimer, S. 261.
literature
Hildesheimer, RS, S. 108
literature
Joseph Bloch, « Le Grand Rabbin Ernest Weill. Une image de sa vie et de son époque », Brochure éditée par Les amis de la tradition juive, Strasbourg 1957 [http://judaisme.sdv.fr/ histoire/rabbins/eweill/eweill.htm (last visited 17.03.2009)]
literature
Joseph Weill, Un quêteur d’absolu. Essai biographique d’Ernest Weill, Paris 1975, betont den elsässisch-französischen Patriotismus W.s und die Ironie, dass aus dem Berliner Rabbinerseminar ein künftiger französischer Armeerabbiner hervorgegangen ist. W. war dreisprachig: « Le Rèwé répondait à chaque correspondant en français, en allemand, en hébreu classique » (S. 99)
publication
Allocutions et dissertations. Jeschivah de France, Straßburg 1937 (Auszüge bei J. Weill, S. 205-210)
publication
Installation solennelle, Colmar 1919 (Auszüge bei J. Weill, S. 234- 239)
publication
Josef Caro, Choul’hâne Aroukh: abrégé par Ernest Weill, grand rabbin (franz. Übersetzung des Qis. ur šulh. an ‘aruch), Straßburg 1947; Nd. Paris 1961; Paris 1967 (Auszüge aus der Einleitung bei J. Weill, S. 4-137). Artikel zu historischen und religiösen Themen. 1910-1914 Hrsg. (mit Rb. Pinchas Kohn, Ansbach) von Das jüdische Blatt (Straßburg), mit französ. Beilage. Auszüge daraus bei J. Weill, S. 15, 52-54, 62-64, 169-171, 175-189.
publication
Le traité des principes (Pirké Aboth), Colmar 1928
publication
Markus Lehmann, Rabbi Aquiba. Traduit de l’allemand (Übersetzung), Colmar 1930
publication
Souvenir du service solennel en la synagogue de Strasbourg, 1918 (Auszüge bei J. Weill, S. 229-232)
publication
« La méthode du Judaïsme », Bulletin annuel des amis de la tradition juive (Colmar) 1923; erneut abgedruckt in J. Weill, S. 268-281
publication
« Un bouquet de pensées cueillies au cours d’une promenade à travers le commentaire RaMBaN (Bereschit) », Bulletin annuel des amis de la tradition juive (Colmar) 1923 (Auszüge bei J. Weill, S. 111-129)
birth date
25. Okt. 1865
place of birth
Reguisheim, Oberelsaß
place of birth (IRI)
Réguisheim
death date
2. April 1947
place of death
Aix-les-Bains.
place of death (IRI)
Aix-les-Bains
described at
https://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/bhr?id=2653
has abstract
Ältester Sohn des Lederhändlers Jacques- David W. und seiner Ehefrau Jeannette, geb. Lévy, aus Marmoutier (Maursmünster) aufgewachsen seit 1871 in Neuf-Brisach (Neubreisach), Oberelsaß, April 1881 Eintritt in die soeben eröffnete rabbinische Präparandenschule in Colmar, dort Schü…
Ältester Sohn des Lederhändlers Jacques- David W. und seiner Ehefrau Jeannette, geb. Lévy, aus Marmoutier (Maursmünster) aufgewachsen seit 1871 in Neuf-Brisach (Neubreisach), Oberelsaß, April 1881 Eintritt in die soeben eröffnete rabbinische Präparandenschule in Colmar, dort Schüler von Naphtali Levy aus Cernay (Sennheim), Dr. Bloch und Zacharias Wolff aus Hessen, zugleich Besuch des Bartholdi-Lyceum in Colmar und Abitur, nach der 1886 erfolgten Schließung der elsässischen Rabbinatsschulen 1887-1892 [J. Weill: 1886-1891] Studium am RS Berlin und an der Univ. Ordination dort, 1891 Promotion in Straßburg bei dem Orientalisten Theodor Nöldeke lehnte verschiedene ihm angebotene Stellen in Deutschland ab, um ins Elsaß zurückzukehren. Nov. 1891 in Brumath gewählt, doch vom Konsistorium nicht bestätigt 1891 Rb. in Fegersheim, Unterelsaß, wo er Talmudschüler unterrichtete März 1893 heiratete er seine Cousine Clémentine Weil aus Blotzheim, Oberelsaß, 1897 Rb. in Bouxwiller (Buchsweiler), Unterelsaß führte dort ebenfalls eine Jeschiwa. Seit 1909 gegen die Reform aktiv, gab seit 10. Sept. 1910 die Wochenzeitung Das jüdische Blatt als Organ der elsäss. Hildesheimer-Schüler heraus, 12. Mai 1912 Teilnahme an der Gründungsversammlung der Agudas Jisroel in Kattowitz (Katowice), tätig in deren Keren Hatora blieb auf Distanz zum Konsistorium in Straßburg und lehnte 1915 die Berufung auf das Konsistorial-Oberrt. wegen der in der Synagoge vorhandenen Orgel ab, leitete dort aber am 26. Nov. 1918 die Feier des Konsistoriums zur Rückkehr Elsaß-Lothringens unter französische Herrschaft. 14. Sept. 1919 Konsistorial-Oberrb. in Colmar. Erhielt 1929 von der französischen Regierung das Kreuz der Ehrenlegion. Er lehnte die ihm angebotene Leitung des Pariser Rabbinerseminars ab und begründete stattdessen 1932 [J. Weill: 1933] in Neudorf bei Straßburg die Yechivah de France „Ha-Torah ’Or le-Zorfat“, die mit durchschnittlich dreißig Schülern bis 1939 bestand. Den Talmudisten Simha Wassermann ließ er sich von der osteuropäischen Autorität Meir Kagan in Radin, genannt „Chefetz Chajim“, empfehlen er selbst lehrte an einem Tag der Woche talmudische, religionsphilosophische und profane Gegenstände. Bei Kriegsbeginn Flucht nach Nîmes, Südfrankreich, dann nach Aix-les-Bains in Savoyen, von wo er in Lyon und Grenoble rb. Funktionen ausübt, Ende 1943 zu seiner Tochter nach Zürich, doch gleich nach der Befreiung Frankreichs 1944 Rückkehr nach Aix-les-Bains mit Wahrnehmung von Aufgaben in Lyon und Marseille. August 1945 Gründer der Jeschiwa Chachmei Zorfat von Aix-les-Bains. Starb an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Zwei Söhne, zwei Töchter.
publication
Allocutions et dissertations. Jeschivah de France, Straßburg 1937 (Auszüge bei J. Weill, S. 205-210)
publication
Installation solennelle, Colmar 1919 (Auszüge bei J. Weill, S. 234- 239)
publication
Josef Caro, Choul’hâne Aroukh: abrégé par Ernest Weill, grand rabbin (franz. Übersetzung des Qis. ur šulh. an ‘aruch), Straßburg 1947; Nd. Paris 1961; Paris 1967 (Auszüge aus der Einleitung bei J. Weill, S. 4-137). Artikel zu historischen und religiösen Themen. 1910-1914 Hrsg. (mit Rb. Pinchas Kohn, Ansbach) von Das jüdische Blatt (Straßburg), mit französ. Beilage. Auszüge daraus bei J. Weill, S. 15, 52-54, 62-64, 169-171, 175-189.
publication
Le traité des principes (Pirké Aboth), Colmar 1928
publication
Markus Lehmann, Rabbi Aquiba. Traduit de l’allemand (Übersetzung), Colmar 1930
publication
Souvenir du service solennel en la synagogue de Strasbourg, 1918 (Auszüge bei J. Weill, S. 229-232)
publication
« La méthode du Judaïsme », Bulletin annuel des amis de la tradition juive (Colmar) 1923; erneut abgedruckt in J. Weill, S. 268-281
publication
« Un bouquet de pensées cueillies au cours d’une promenade à travers le commentaire RaMBaN (Bereschit) », Bulletin annuel des amis de la tradition juive (Colmar) 1923 (Auszüge bei J. Weill, S. 111-129)
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Weill, Ernest

Ernest Weill

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Weill, Ernest

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Weill, Ernest

ווייל, ארנסט נתן

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WEILL, ERNEST NATHAN B. JACOB DAVID
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ווייל, ארנסט נתן בן יעקב דוד @he
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ויל, ארנסט נתן @he
skos:note
יסד וניהל "ישיבת צרפת" בסטרסזבורג מתרצ"ב (1932) עד מלחמת העולם ב'; יסד ישיבת אקס-לי-ביין מתש"ה (1945).
skos:note
מקום לידה: Reguisheim
skos:note
מקום לידה: רגיסהיים ALSACE ,REGUISHEIM], כיום צרפת]
skos:note
מקום פטירה: Aix-Les-Bains
skos:note
מקום פטירה: אקס-לי-ביין AIX-LES-BAINS], צרפת]
skos:note
מקצוע: רב ב- FEGERSHEIM (אלזאס) מתרנ"ב; ב- BOUXWILLER (אלזאס) מתרנ"ז; רב ראשי של קולמאר ו- HAUT-RHIN מתר"ף (1919) עד פטירתו.
skos:note
תאריך לידה עברי: ה חשון תרכ"ו
skos:note
תאריך לידה: [25.10.1865]
skos:note
תאריך פטירה עברי: יב ניסן תש"ז
skos:note
תאריך פטירה: [2.4.1947].
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Weill, Ernst
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Ernest Weill

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Ernest Nathan Weill
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Ernest Weill
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Weill, Ernest Nathan
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ארנסט נתן ווייל
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ارنست سیمون
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Ernest Weill @de-DE

As data: Turtle · N-Triples · JSON-LD · SPARQL · in production: data.judaicalink.org