Mannheim

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Lauer, Chaim

Person · http://data.judaicalink.org/data/ep/1012593

Also known as (1 names)
–
LAUER, Chaim, Dr.
Born (as recorded)
1876
Place of birth
Brzesko
Place of birth (as recorded)
Brzesko, Galizien (lt. Handbuch österr.; nach anderer Quelle: Bobowa, polnisches Galizien; nach Auskunft von Simon Lauer ist das genaue Geburtsdatum unbekannt)
Died (as recorded)
1945
Place of death
Biel
Place of death (as recorded)
Biel, Schweiz.
Occupation
Rabbi
Mit drei Jahren Besuch der jüdischen Elementarschule, als Dreizehnjähriger zum Studium an Jeschiwot nach Ungarn geschickt, blieb schließlich in Bonyhád (unter der Leitung von Eliezer Deutsch), wo er die Hatara erhielt. „Es wurde hart gearbeitet aber zwei Gegebenheiten wirkten sich segensreich aus: Man lernte an Stehpulten, und man ging bisweilen schwimmen. So kam es, daß Haltungsschäden unbekannt waren“ (Lauer, 2003, S. 15). Anschl. Assistent bei Rb. Michael Cahn in Fulda, Privatunterricht zur Vorbereitung auf den Besuch des Gymnasiums, Eintritt in das Realgymnasium in Basel, dort Abitur und Immatrikulation an der Univ. für Medizin, dann für Philosophie (mit Psychologie und Pädagogik) und Semitistik den Lebensunterhalt verdiente er mit Privatstunden, als Hauslehrer bei Rb. Arthur Cohn, als Lehrer im Verein Schomre Tora und 1908-1912 als Rb., Lehrer, Vorbeter und Schächter in Liestal bei Basel Mitbegründer der farbentragenden Verbindung Nehardea, Zionist. 1913 Promotion in Basel bei Karl Joël, anschl. RS Berlin. 1914 von Baron Hirsch in Paris zum OR der Jüdischen Kolonisation in Argentinien ernannt der Ausbruch des 1. WK verhinderte seinen Amtsantritt. 1916 Rb. in Biel, Schweiz Jugendarbeit. 1924/25 Lehrer und stellvertretender Rb. neben Isaak Unna an der Mannheimer Lemle-Klaus und Leiter der Klaus-Religionsschule, Mitglied der „Bne Brith“. 1925 Heirat mit der neunzehn Jahre jüngeren Krankenschwester Elsa, Tochter von Rb. Simon Eppenstein (gest. 1970). Ab 1. Sept. 1935 Stadt- und Klaus-Rb. in Mannheim Angebote aus Hamburg und Saloniki schlug er aus. Nov. 1938 rettete er die Bibliothek der Klaus vor der Zerstörung, indem er, seit 1925 Schweizer Staatsbürger, sie als seinen Privatbesitz ausgab. 1938 zurück in die Schweiz und Jan. 1939 erneut Rb. in Biel seit 6. Mai 1945 Lehrer am neueröffneten Lehrerseminar des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes. Der Sohn Simon L., zunächst Gymnasiallehrer, wirkte als Mitarbeiter am Institut für Judaistik und jüdisch-christliche Forschung in Luzern.

Identifiers

GND
1061161609
VIAF
311602120
Wikidata
Q96322635
de.wikipedia.org
Chaim_Lauer de
kalliope-verbund.info
1061161609

Sources (4)

LAUER, Chaim, Dr.

bhr geo-enriched

37 statements
image
IFH 21.05.1925
image
Lauer, Wandern, 2003, S. 11
literature
Eliav/ Hildesheimer, S. 169.
literature
Handbuch österr., 2:5984
literature
Hildesheimer, RS, S. 69
literature
IFH 25.07.1935
literature
Israelit 18.07.1935 (Jg. 76, Nr. 29), S. 11
literature
Israelit 19.02.1925 (Jg. 66, Nr. 8), S. 7
literature
Jüdisches Gemeindezentrum Mannheim F3. Festschrift zur Einweihung am 13. September 1987 / 19. Elul 5747, hrsg. vom Oberrat der Israeliten Badens, Karlsruhe, von der Jüdischen Gemeinde Mannheim und vom Stadtarchiv Mannheim (Sonderveröffentlichung des Stadtarchivs Mannheim 17), Mannheim 1987, S. 50f
literature
Lauer, Wandern, 2003, S. 9-28
literature
Walk, Kurzbiographien, S. 217
publication
„Das Thorastudium und die Frauen“, Jeschurun [NF] 1 (1914)
publication
„Der Ursprung des ‚Mogen David’“, Israelit 02.08.1923 (Jg. 64, Nr. 30), S. 10
publication
„R. Meier Halevy aus Wien und der Streit um das Grossrabbinat in Frankreich“, JJLG 16 (1924), S. 1-42. Veröffentlichte einen Beitrag über den Traum in der talmudischen Literatur im ersten Jg. von Freuds Zeitschrift für Psychoanalyse.
publication
„Rabbi Jochanan ben Sakkais letzte Bitte an seine Schüler“, Jeschurun [NF] 2 (1915)
publication
„Talmudisches“, Jeschurun [NF] 4 (1917)
publication
„Zur Geschichte des ‚Zürcher Semak’“, JJLG 12 (1918), S. 1-36
publication
„Zur Renaissance der hebräischen Sprache“ IWB 1915
birth date
25. Aug. 1876
place of birth
Brzesko, Galizien (lt. Handbuch österr.; nach anderer Quelle: Bobowa, polnisches Galizien; nach Auskunft von Simon Lauer ist das genaue Geburtsdatum unbekannt)
place of birth (IRI)
Brzesko
death date
11. Aug. 1945
place of death
Biel, Schweiz.
place of death (IRI)
Biel
described at
https://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/bhr?id=2333
has abstract
Mit drei Jahren Besuch der jüdischen Elementarschule, als Dreizehnjähriger zum Studium an Jeschiwot nach Ungarn geschickt, blieb schließlich in Bonyhád (unter der Leitung von Eliezer Deutsch), wo er die Hatara erhielt. „Es wurde hart gearbeitet aber zwei Gegebenheiten wirkten sic…
Mit drei Jahren Besuch der jüdischen Elementarschule, als Dreizehnjähriger zum Studium an Jeschiwot nach Ungarn geschickt, blieb schließlich in Bonyhád (unter der Leitung von Eliezer Deutsch), wo er die Hatara erhielt. „Es wurde hart gearbeitet aber zwei Gegebenheiten wirkten sich segensreich aus: Man lernte an Stehpulten, und man ging bisweilen schwimmen. So kam es, daß Haltungsschäden unbekannt waren“ (Lauer, 2003, S. 15). Anschl. Assistent bei Rb. Michael Cahn in Fulda, Privatunterricht zur Vorbereitung auf den Besuch des Gymnasiums, Eintritt in das Realgymnasium in Basel, dort Abitur und Immatrikulation an der Univ. für Medizin, dann für Philosophie (mit Psychologie und Pädagogik) und Semitistik den Lebensunterhalt verdiente er mit Privatstunden, als Hauslehrer bei Rb. Arthur Cohn, als Lehrer im Verein Schomre Tora und 1908-1912 als Rb., Lehrer, Vorbeter und Schächter in Liestal bei Basel Mitbegründer der farbentragenden Verbindung Nehardea, Zionist. 1913 Promotion in Basel bei Karl Joël, anschl. RS Berlin. 1914 von Baron Hirsch in Paris zum OR der Jüdischen Kolonisation in Argentinien ernannt der Ausbruch des 1. WK verhinderte seinen Amtsantritt. 1916 Rb. in Biel, Schweiz Jugendarbeit. 1924/25 Lehrer und stellvertretender Rb. neben Isaak Unna an der Mannheimer Lemle-Klaus und Leiter der Klaus-Religionsschule, Mitglied der „Bne Brith“. 1925 Heirat mit der neunzehn Jahre jüngeren Krankenschwester Elsa, Tochter von Rb. Simon Eppenstein (gest. 1970). Ab 1. Sept. 1935 Stadt- und Klaus-Rb. in Mannheim Angebote aus Hamburg und Saloniki schlug er aus. Nov. 1938 rettete er die Bibliothek der Klaus vor der Zerstörung, indem er, seit 1925 Schweizer Staatsbürger, sie als seinen Privatbesitz ausgab. 1938 zurück in die Schweiz und Jan. 1939 erneut Rb. in Biel seit 6. Mai 1945 Lehrer am neueröffneten Lehrerseminar des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes. Der Sohn Simon L., zunächst Gymnasiallehrer, wirkte als Mitarbeiter am Institut für Judaistik und jüdisch-christliche Forschung in Luzern.
publication
„Das Thorastudium und die Frauen“, Jeschurun [NF] 1 (1914)
publication
„Der Ursprung des ‚Mogen David’“, Israelit 02.08.1923 (Jg. 64, Nr. 30), S. 10
publication
„R. Meier Halevy aus Wien und der Streit um das Grossrabbinat in Frankreich“, JJLG 16 (1924), S. 1-42. Veröffentlichte einen Beitrag über den Traum in der talmudischen Literatur im ersten Jg. von Freuds Zeitschrift für Psychoanalyse.
publication
„Rabbi Jochanan ben Sakkais letzte Bitte an seine Schüler“, Jeschurun [NF] 2 (1915)
publication
„Talmudisches“, Jeschurun [NF] 4 (1917)
publication
„Zur Geschichte des ‚Zürcher Semak’“, JJLG 12 (1918), S. 1-36
publication
„Zur Renaissance der hebräischen Sprache“ IWB 1915
occupation (IRI)
Rabbi
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BHR II.2, 308-309
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LAUER, Chaim, Dr.
skos:prefLabel
Lauer, Chaim

Chaim Lauer

wikidata

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1876-08-25
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1945-08-11
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https://de.wikipedia.org/wiki/Chaim_Lauer

Lauer, Chaim

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1945
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Lauer, Chaim
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Rabbiner

Chaim Lauer

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Chaim Lauer
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Chaim Lauer @de-DE

As data: Turtle · N-Triples · JSON-LD · SPARQL · in production: data.judaicalink.org