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Meier Aschkanaze

Person · http://data.judaicalink.org/data/ep/1011492

Also known as (4 names)
–
ASCHKANAZE, Meier, Dr., auch Mayer ASCHKENAZE · Aschkanaze, Mayer · Aschkanaze, Meier · Mayer Aschkenaze
Born
1850
Place of birth
wd:Q156726
Place of birth (as recorded)
Ivano- Frankivsk (Stanisławów, Stanislau), Ukraine
Died
1908
Place of death
Oslo
Place of death (as recorded)
Oslo.
Occupation
Rabbi
Gymnasialbesuch, Studium in Breslau, 1878-1880 talmudisches und theologisches Studium in Amsterdam, Ordination vom OR von Złoczów und Lemberg und Jekutiel Teitelbaum in Sighet, Transsylvanien. 1882 bis Dez. 1885 Rb. in Neustadt bei Pinne (Lwówek) 1883 naturalisiert, Bewerbung in Rawitsch (1884), Samter (1885), Schrimm (1891) und Altona (1893). Seit 1885/86 Rb. in Niedersept (Seppois le-Bas), Oberelsaß. Verheiratet mit Rosalia, Tochter von Rb. Hirsch (Hermann) Jaffé, aus Myslowitz die Tochter Frieda (geb. 9. Dez. 1886) starb mit vierzehn Monaten 1888 verwitwet mit einem Kind außerordentliches Mitglied im DIGB. 1898 Rb. (in nachherein als „höherer Lehrer“/erster Kultusbeamter bezeichnet) bei Det Mosaiske Trossamfunn (der Mosaischen Glaubensgemeinschaft) in Kristiana, Norwegen. Der vereinbarte Lohn betrug 900, eventuell 1000 norweg. Kronen jährlich, und A. wurde verpflichtet, einen Diplom-Schochet mitzubringen. Baldiger Streit mit der Mosaischen Glaubensgemeinschaft wegen des Vorwurfs, die Aufgaben des Mohel nicht qualifiziert auszuführen, führte zur Kündigung zum 1. April 1899 und einem langwierigen Rechtsstreit über Gehaltsnachzahlungen, den er 1904 verloren geben mußte. Aus einer Anstellung bei der zweiten jüdischen Gemeinde (der „Israelitischen Gemeinde“) in Kristiana, wurde er bald darauf wieder entlassen. Im Mai 1901 gründete er die Israels Menighed I Christiania (Die Gemeinde Israels in Christiania) Adath Jeschurun. 1902 Heirat mit Fanny (Feige Taube, geb. 1880 in Sadagora, Bukowina), der Tochter seines Neffen Rb. Juda Leib Landau. Nach ökonomischen Schwierigkeiten der Adath Jeschurun 1906 Vereinigung mit Det Mosaiske Trossamfunn zu Den Israelitiske Menighed i Christiania, A. wurde Rb. der neuen Gemeinde. Seine Übersetzung des norw. Grundgesetzes ins Hebräische machte ihn allgemein bekannt (1902, publ. 1904). Gestorben an einem Hirnschlag seine Frau und ihre zwei Töchter sind deportiert worden.

Identifiers

GND
122388585
VIAF
277646505
Wikidata
Q111095046
data.bibsys.no
x2038810 data
isni.org
0000000384786532

Sources (4)

ASCHKANAZE, Meier, Dr., auch Mayer ASCHKENAZE

bhr geo-enriched

45 statements
image
Das Orebladet bringt im März/April 1902 Interview mit dem Rb. und sein Bild
image
Die Stimme der Wahrheit. Jahrbuch für wissenschaftlichen Zionismus, hrsg. von Lazar Schoen, Würzburg 1905, Fotoseite zwischen S. 268/269, Foto von 1904
image
Oskar Mendelsohn, Jřdenes historie i Norge gjennom 300 år, Oslo 1987, S. 438, 441.
literature
Aftenposten, ??.05.1908, Nekrolog; rühmt, daß er die meisten lebenden und „toten“ Sprachen beherrschte
literature
DBR 2007, S. 108.
literature
Heppner und Herzberg, S. 655
literature
Israelit 08.10.1901 (Jg. 42, Nr. 78/79), S. 1700
literature
Israelit 20.03.1902 (Jg. 43, Nr. 23), S. 527
literature
Lippe, 1899, I, S. 14
literature
Oskar Mendelsohn, Jřdenes historie i Norge gjennom 300 år, Oslo 1987, S. 353, 404, 426, 437f., 440-442
manuscript
Hebräisches Akrostichon mit norwegischer Übersetzung für Bjřrnstjerne Bjřrnson (norwegischer Schriftsteller, der sich anläßlich des Dreyfus-Prozesses günstig über die Juden geäußert hatte) zu dessen siebzigstem Geburtstag, worin er den Segen des Gottes auf ihn herabruft (verwahrt in der Nationalbibliothek Oslo).
publication
Deux oraisons funèbres à la mémoire de Salomon Weil de son vivant membre du comité du Conseil municipal et de la Communauté israélite, Straßburg 1888
publication
Fest-Predigt zum neunzigsten Geburtstage Sr. Majestät das Kaisers und Königs Wilhelm I., gehalten in der Synagoge daselbst am Samstag, den 19. März 1887, Straßburg 1887
publication
Festschrift zum Geburtstage Sr. M. d. Kaisers u. Königs Wilhelm II. Eine Rede, geh. in d. Synagoge daselbst a. Samstag, d. 24. Jan. 1891, Niedersept 1891
publication
Kongeriget Norges Grundlov af 17de Mai 1814. Med tillæg og ændringer til dags dato. udgivet og oversat paa hebraisk, Christiania 1904
publication
Konig Haakon VIIdes og dronning Mauds stamtavle, Kristiania 1906 [Ahnentafel des Königs Haakon und der Königin Maud, die A. auf Odin/Wotan zurückführt]
publication
Kroningsfestskrift [anlässlich der Krönung von König Haakon VII. und Königin Maud von Norwegen], redigeret af M. Aschkanaze, Kristiania 1906
publication
Salme no. 135 [von Elias Blix, übersetzt von Rabbiner Aschkanaze], o.O. [Norwegen] 1908.
publication
Tale i Anledning af Kroningen i Trondhjem, holdt i en offentlig Gudstjeneste, Lřrdag d. 23. Juni i Synagogen i Kristiania, med Fortale af J. G. Blom, Kristiania 1906
publication
Tempus loquendi. Über die Agada der palästinensischen Amoräer. Nach der neuesten Darstellung [Rez. von Wilhelm Bacher, Die Agada der palästinensischen Amoräer, II], Straßburg 1897
publication
„Die Juden in Dänemark im Jahre 1790“, IWB 17.06.1904
publication
„Ist es religiös gestattet, gesetzlich zulässig und vernünftig, Zionist zu sein?“, Die Stimme der Wahrheit. Jahrbuch für wissenschaftlichen Zionismus, hrsg. von Lazar Schön, Würzburg 1905, S. 269-278
birth date
9. Juni 1850
place of birth
Ivano- Frankivsk (Stanisławów, Stanislau), Ukraine
death date
13. Mai 1908
place of death
Oslo.
place of death (IRI)
Oslo
described at
https://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/bhr?id=1969
has abstract
Gymnasialbesuch, Studium in Breslau, 1878-1880 talmudisches und theologisches Studium in Amsterdam, Ordination vom OR von Złoczów und Lemberg und Jekutiel Teitelbaum in Sighet, Transsylvanien. 1882 bis Dez. 1885 Rb. in Neustadt bei Pinne (Lwówek) 1883 naturalisiert, Bewerbung in …
Gymnasialbesuch, Studium in Breslau, 1878-1880 talmudisches und theologisches Studium in Amsterdam, Ordination vom OR von Złoczów und Lemberg und Jekutiel Teitelbaum in Sighet, Transsylvanien. 1882 bis Dez. 1885 Rb. in Neustadt bei Pinne (Lwówek) 1883 naturalisiert, Bewerbung in Rawitsch (1884), Samter (1885), Schrimm (1891) und Altona (1893). Seit 1885/86 Rb. in Niedersept (Seppois le-Bas), Oberelsaß. Verheiratet mit Rosalia, Tochter von Rb. Hirsch (Hermann) Jaffé, aus Myslowitz die Tochter Frieda (geb. 9. Dez. 1886) starb mit vierzehn Monaten 1888 verwitwet mit einem Kind außerordentliches Mitglied im DIGB. 1898 Rb. (in nachherein als „höherer Lehrer“/erster Kultusbeamter bezeichnet) bei Det Mosaiske Trossamfunn (der Mosaischen Glaubensgemeinschaft) in Kristiana, Norwegen. Der vereinbarte Lohn betrug 900, eventuell 1000 norweg. Kronen jährlich, und A. wurde verpflichtet, einen Diplom-Schochet mitzubringen. Baldiger Streit mit der Mosaischen Glaubensgemeinschaft wegen des Vorwurfs, die Aufgaben des Mohel nicht qualifiziert auszuführen, führte zur Kündigung zum 1. April 1899 und einem langwierigen Rechtsstreit über Gehaltsnachzahlungen, den er 1904 verloren geben mußte. Aus einer Anstellung bei der zweiten jüdischen Gemeinde (der „Israelitischen Gemeinde“) in Kristiana, wurde er bald darauf wieder entlassen. Im Mai 1901 gründete er die Israels Menighed I Christiania (Die Gemeinde Israels in Christiania) Adath Jeschurun. 1902 Heirat mit Fanny (Feige Taube, geb. 1880 in Sadagora, Bukowina), der Tochter seines Neffen Rb. Juda Leib Landau. Nach ökonomischen Schwierigkeiten der Adath Jeschurun 1906 Vereinigung mit Det Mosaiske Trossamfunn zu Den Israelitiske Menighed i Christiania, A. wurde Rb. der neuen Gemeinde. Seine Übersetzung des norw. Grundgesetzes ins Hebräische machte ihn allgemein bekannt (1902, publ. 1904). Gestorben an einem Hirnschlag seine Frau und ihre zwei Töchter sind deportiert worden.
publication
Deux oraisons funèbres à la mémoire de Salomon Weil de son vivant membre du comité du Conseil municipal et de la Communauté israélite, Straßburg 1888
publication
Fest-Predigt zum neunzigsten Geburtstage Sr. Majestät das Kaisers und Königs Wilhelm I., gehalten in der Synagoge daselbst am Samstag, den 19. März 1887, Straßburg 1887
publication
Festschrift zum Geburtstage Sr. M. d. Kaisers u. Königs Wilhelm II. Eine Rede, geh. in d. Synagoge daselbst a. Samstag, d. 24. Jan. 1891, Niedersept 1891
publication
Kongeriget Norges Grundlov af 17de Mai 1814. Med tillæg og ændringer til dags dato. udgivet og oversat paa hebraisk, Christiania 1904
publication
Konig Haakon VIIdes og dronning Mauds stamtavle, Kristiania 1906 [Ahnentafel des Königs Haakon und der Königin Maud, die A. auf Odin/Wotan zurückführt]
publication
Kroningsfestskrift [anlässlich der Krönung von König Haakon VII. und Königin Maud von Norwegen], redigeret af M. Aschkanaze, Kristiania 1906
publication
Salme no. 135 [von Elias Blix, übersetzt von Rabbiner Aschkanaze], o.O. [Norwegen] 1908.
publication
Tale i Anledning af Kroningen i Trondhjem, holdt i en offentlig Gudstjeneste, Lřrdag d. 23. Juni i Synagogen i Kristiania, med Fortale af J. G. Blom, Kristiania 1906
publication
Tempus loquendi. Über die Agada der palästinensischen Amoräer. Nach der neuesten Darstellung [Rez. von Wilhelm Bacher, Die Agada der palästinensischen Amoräer, II], Straßburg 1897
publication
„Die Juden in Dänemark im Jahre 1790“, IWB 17.06.1904
publication
„Ist es religiös gestattet, gesetzlich zulässig und vernünftig, Zionist zu sein?“, Die Stimme der Wahrheit. Jahrbuch für wissenschaftlichen Zionismus, hrsg. von Lazar Schön, Würzburg 1905, S. 269-278
occupation (IRI)
Rabbi
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BHR II.1, 15-17
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ASCHKANAZE, Meier, Dr., auch Mayer ASCHKENAZE
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Mayer Aschkenaze
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Aschkanaze, Meier

Meier Aschkanaze

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אשכנזי, מאיר

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1908
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M. Aschkanaze

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