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Hamburger, Wolf

foaf:Person · http://data.judaicalink.org/data/bhr/663

This record is one of the sources of the entity page Hamburg, Abraham Benjamin.

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foaf:Person
epigraphy (gravestone)
Memorbucheinträge für seine Frau und ihn selbst bei Löwenstein, „Fürth“, II, S. 173, 174: „Gott gedenke der Seele unseres Lehrers und Meisters, einzigartig unter den Besten seines Zeitalters, des Rabbiners Abraham Benjamin, Sohn des Herrn Elieser Aron, der die Tora in Israel lage…
Memorbucheinträge für seine Frau und ihn selbst bei Löwenstein, „Fürth“, II, S. 173, 174: „Gott gedenke der Seele unseres Lehrers und Meisters, einzigartig unter den Besten seines Zeitalters, des Rabbiners Abraham Benjamin, Sohn des Herrn Elieser Aron, der die Tora in Israel lagern ließ, bewundernswerte Ratschläge gab, jeden Fragesteller aufklärte, lange Jahre die Jeschiwa unserer Gemeinde leitete, rabbinische Anordnungen in Israel traf, die Waisengelder verwaltete und als Stiftsrabbiner am Bethaus seines Ahnen Bermann Fränkel allhier wirkte. Weisheit und Macht verbanden sich in ihm, er unterhielt die Talmudstudierenden und gab Almosen unter den Juden; auch Beschneider und Vorbeter war er, ehrte Gott mit seinem Vermögen und seiner Stimme, erzeigte Wohltat den Lebenden und den Toten“
epigraphy (gravestone)
Photog. des Memorbucheintrags für seine Frau bei Purin, Memorbuch, S. 41.
epigraphy (gravestone)
Sein Grab ist in Fürth erhalten; siehe Barbara Ohm in Heymann (Hrsg.), Kleeblatt und Davidstern, S. 28. Photographie des Grabsteins bei I. Rosenfeld, „R. Wolf Hamburg“, NjBF 1965, S. 21. Die Inschrift (bei Löwenstein, „Fürth“, I, S. 225) enthält auf Wunsch des Verstorbenen keine Eulogie; als einzige Gemeindefunktion wird die des Beschneiders durch ein Messer symbolisiert
image
Bildnis auf Lithographie mit der Unterschrift „Wolf Lippm. Hamburger, Director der frühern jüdischen Hochschule zu Fürth“ („Koch del. 1846“; phot. Jüd. Museum Franken, S. 36; http://www.jct.ac.il/judaica/ashkenaz/hambpic.html) und zwei bemalten Pfeifenköpfen; JNUL Jerusalem, Schwadron Collection; Israel Museum, Feuchtwanger Collection, Katalog Nr. 130-132; siehe dazu H. Feuchtwanger, „Merkwürdige Porträts“, S. 22, und von demselben in der hebr. Zschr. ’Äräs. Yiœra’el 6 (1960/61), S. 174 und Abb. 32.
literature
Auch die AZJ 1850, S. 359, gedenkt des verstorbenen „Nestors talmudischer Gelehrsamkeit [...] des vieljährigen unentgeltlichen Lehrers der meisten baierschen Rabbinen und Lehrer“, wobei der Autor „K.“ [Simon Krämer] hinzufügt: „In der Neuzeit ist er mit seinen vormaligen Schülern…
Auch die AZJ 1850, S. 359, gedenkt des verstorbenen „Nestors talmudischer Gelehrsamkeit [...] des vieljährigen unentgeltlichen Lehrers der meisten baierschen Rabbinen und Lehrer“, wobei der Autor „K.“ [Simon Krämer] hinzufügt: „In der Neuzeit ist er mit seinen vormaligen Schülern, Rabbinen, vielfach in leicht erklärliche Konflikte gerathen. Welches Urtheil man sich über dieselben auch bilden mochte, der Uneigennützigkeit seiner Bestrebungen, der Abgesagtheit aller Übertreibungen und der Ehrlichkeit seines Charakters muß Jeder Gerechtigkeit widerfahren lassen.“- Rešimah meha-sefarim šä-niš’aru me-ha-Rav ha-Ga’on ha-mefursam Mo[renu] h[a-Rav] weR[abenu] R [abi] Wolf Hamburg z[echär] s. [addiq] le[h. ayye] h[a-‘olam] h[a-ba’] ro’š yešivah biQ. Q. Fyorda’. Katalog der Bibliothek des R. Wolf Hamburg, Fürth [1850], 20 fol. (Löwenstein, „Fürth“, III, S. 116, Nr. 517)
literature
Bechtoldt, Jüdische Bibelkritik, S. 94-97
literature
Bondi, Geschichte der Familie Jomtob Bondi, S. 33, bezeichnet Rachel-Miriam Hamburger als eine Tochter (!) von Samuel Lucka
literature
Carsten Wilke, „Bayerische Bildungspolitiker gegen den Talmud: Das Ende der ’sogenannten jüdischen Hochschule zu Fürth’ (1819-1830)“, in: Neuer Anbruch. Zur deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur, hrsg. von Michael Brocke, Aubrey Pomerance und Andrea Schatz, Berlin 2001, S. 113-126
literature
Ders., Den Talmud und den Kant, S. 52, 107f, 122f, 126, 134, 146, 151, 153, 168, 215, 222, 231f, 240, 245f, 248, 250, 319, 358-391, 436, 489, 515, 517, 521-523, 626, 636, 660, 684.
literature
EJ dt. VII 897f
literature
EJ eng. VII 1229f. mit Bildnis
literature
Fuenn, Kenäsäth Yiœra’el, S. 304f
literature
Fürst, Bibliotheca, I, S. 359
literature
Hallah. mi, H. achme Yiœra’el, S. 284
literature
Hildesheimer, JP 1872, S. 166: „Wir brauchen nur den einen Ortsnamen Fürth und den einen Heroennamen R. Wolf Hamburger zu nennen, um Alles gesagt zu haben. Kann sich wohl einer unserer rabbinischen Jünger, wenn er nicht in Preßburg (Ungarn), Wolosin oder Mir (Rußland) gewesen ist, einen Begriff von einer Jeschiwah machen, die 3-400 Bachurim zählt? Welch felsenfesten Hort, welche Bürgschaft für die Zukunft, bildete nicht schon dieses eine ’Gasthaus der Tora’? Und sie war durchaus nicht das Einzige, wenn auch Größte und Besuchteste“
literature
Hildesheimer, „Mendelssohn“, S. 103, nennt ihn als Pränumeranten der Mendelssohnbibel 1801
literature
I. Rosenfeld, „R. Wolf Hamburg“, NjBF 1965, S. 19-21
literature
JE VI 195, danach geb. 26. Jan. 1770
literature
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 728, 762
literature
Kinstlicher, Hä-“H. atham Sofer“ uvene doro, S. 39 (mit hebr. Schriftprobe)
literature
Kohler, „Personal Reminiscences“, S. 470-472: „It was his tragic fate to see the split of Jewry and Judaism into two camps glaringly brought out among his own pupils [...] Wolf Hamburger was as far remote from Pilpulism as from mysticism, but as simple in his teachings as in his whole religious life, exceedingly kind and generous to his pupils, and fond of wit and good-natured sarcasm, so as to appreciate clever replies even of his liberal pupils to their conservative antagonists. His long protracted warfare against Dr. Loewi, his chief opponent, ended at last in a sort of truce“
literature
Löwenstein, „Fürth“, I, S. 209-214
literature
Markowitz, Šem ha-gedolim ha-šeliši, Nr. 224
literature
Nachruf TZW 1850, S. 189; und Wolf Sofer, Derašoth, 1973, Nr. 189
literature
PK Bavaria, S. 346
literature
Rosenfeld, „Talmudschule“, S. 87, 89-91
literature
Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 1031
literature
WZJT 3, 1837, S. 133, bemerkt seine Zustimmung zur Synagogenordnung des Rezatkreises, die deutsche Predigt, Chorgesang und eine Reihe von Gebetskürzungen vorsah
literature
Wininger II 601
manuscript
Empfehlungsschreiben für den Prediger Wolf Buchner (1750-1820) an Mendel Kargau in Paris, 15. Sept. 1816; StuUB Frankfurt/M., hebr. oct. 47/I
manuscript
Hebr. Anfrage (Autograph) in CJA Berlin, Responsenband von Rb. Moses Hechheimer, Stück 98, vom 6. Juli 1802; und unnummeriert vom 3. Aug. 1829
manuscript
Jerusalem CAHJP Inv. 3330 Responsum an David Levi (Rb. in Laupheim) über Verkauf einer baufälligen Synagoge, 1822.
publication
Drei Approbationen, datiert Fürth 1829-1845; Löwenstein, Index, S. 68.
publication
Hebr. Gutachten gegen die Rb.-Vers. in Torath ha-Qena’uth, Amsterdam 1845, Nr. VIII, Bl. 11r-v
publication
Korrespondenz mit Moses Sofer, siehe dessen Responsen, YD Nr. 214, EE I 81f; Liqqut. e Michtavim Nr. 19f (zur geplanten Berufung Moses Sofers nach Fürth 1821); ’Iggeroth Soferim, II, Nr. 63, 70 (Brief H.s von 1835)
publication
Misped ‘al moth ha-Mäläch, mit dt. Übs. Trauerrede wegen des Hinscheidens Seiner Majestät des höchstseligen Königs Maximilian Joseph des Ersten von Bayern. Vorgetragen in der Synagoge zu Fürth, hebr./dt., Fürth 1825, 40 S. (Löwenstein, „Fürth“, III, S. 95, Nr. 409)
publication
Qol Bochim [Hiob 30,31] zum Tode von Meschullam-Zalman Kohn, mit dem Testament des Verstorbenen, Fürth 1820, 72 fol. (Löwenstein, „Fürth“, III, S. 92, Nr. 398)- ’Allon Bachuth [Gen 35,8] und Häsped ha-Mišnäh zum Tode von Herz Scheuer, Fürth 1823, 172 fol. (Löwenstein, „Fürth“, III, S. 94, Nr. 406)
publication
Œimlath Binyamin, Responsen in zwei Bänden: Bd. I. Œimlath Binyamin über OH und YD, Bd. II Nah. alath Binyamin über EE, HM und die Aggadot, mit einem Traktat über die Beschneidungsvorschriften und Homilien, Fürth 1840-41, 176 + 138 Bl.; auf dem Titelblatt wird noch ein dritter Band Ša‘ar Binyamin mit halachischen Talmudauslegungen angekündigt, der aber nicht erschienen ist (Löwenstein, „Fürth“, III, S. 98, Nr. 421)
publication
Ša‘ar ha-Zeqenim, Homilien, Gedenkreden, Responsen, Sulzbach 1830, 96 + 184 Bl
publication
„Pesaq ‘al devar mes. is. ah“, in Šomer S. iyyon ha-Nä’äman, S. 75-76
birth date
24. Jan. 1770
place of birth
Fürth
death date
15. Mai 1850 ebd
described at
https://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/bhr?id=663
has abstract
Sohn des Gemeindevorstehers Elieser-Aron- Lippmann Ansbach aus Fürth und der Krenle Niederwerrn aus Heidingsfeld, mütterlicherseits Enkel des Samuel Wolf N., Oberrb. der Schweinfurter Ritterschaft. Der Vater starb wenige Monate nach seiner Geburt die Mutter zog zu ihrem zweiten E…
Sohn des Gemeindevorstehers Elieser-Aron- Lippmann Ansbach aus Fürth und der Krenle Niederwerrn aus Heidingsfeld, mütterlicherseits Enkel des Samuel Wolf N., Oberrb. der Schweinfurter Ritterschaft. Der Vater starb wenige Monate nach seiner Geburt die Mutter zog zu ihrem zweiten Ehemann Benjamin Cohen Amersfort nach Amsterdam und ließ den Sohn in bedrängten Verhältnissen bei Vormündern zurück. Er studierte in Fürth bei Dajan Wolf Ullmann und an der Jeschiwa des Oberrb. Meschullam-Salman Kohn als brillianter Talmudschüler heiratet er am 1. Sept. 1789 Rachel-Miriam Cohen (geb. in Prag, gest. 26. Nov. 1836 in Fürth), eine Tochter des Salomon C., Enkelin des Prager Magnaten Samuel Lucka (1720-1792) und seiner Frau Reichel, von denen H. unterstützt wird nach deren Tod halfen ihm seine Frau und seine Mutter. Oberrb. Kohn machte ihn 1799 zum Leiter der Fürther Jeschiwa, die während seiner dreißigjährigen Amtszeit die größte rb. Schule des westlichen Deutschlands war. Der Gemeinde, die seine Gesetzesstrenge beunruhigte, gelobte er den Verzicht auf alle rb. Ämter und gab sich mit der Stiftsrabbinerstelle am Bet-Midrasch seines Vorfahren Bermann Fränkel zufrieden, lehnte auch die ihm angeblich angebotenen Oberrte. von Hamburg und Mainz ab. 1820 setzte ihn die Gemeinde „stillschweigend“ zum Rabbinatsverweser in Fürth ein. Seit 1821 führt er gegen die Reformpolitik der Behörden einen Verteidigungskampf für seine Jeschiwa ein erster Schließungsbefehl im Juli 1824 wird auf seinen Rekurs rückgängig gemacht nach einer zweiten Schließung im April 1828 erteilt H. weiter privaten Talmudunterricht und erhält erst am 22. Juli 1830 striktes Lehrverbot. H. petitioniert gegen diese Verordnung im März 1832 und wird abgewiesen, wobei der reformnahe Gemeindevorstand die Regierungsmaßnahme begrüßt „das Verbot der Ausübung des Lehramtes für Hamburger ist die weiseste Anordnung unseres Staatsoberhauptes“. Als Wortführer der Fürther Orthodoxen und Teilnehmer der Ansbacher Kreissynode von 1836 bekämpft er die Reformpartei und seine zu ihr übergelaufenen Schüler David Einhorn, Isaak Löwi, Joseph Aub, Leopold Stein, Bernhard Wechsler, Elias Grünebaum und Moses Gutmann.
publication
Drei Approbationen, datiert Fürth 1829-1845; Löwenstein, Index, S. 68.
publication
Hebr. Gutachten gegen die Rb.-Vers. in Torath ha-Qena’uth, Amsterdam 1845, Nr. VIII, Bl. 11r-v
publication
Korrespondenz mit Moses Sofer, siehe dessen Responsen, YD Nr. 214, EE I 81f; Liqqut. e Michtavim Nr. 19f (zur geplanten Berufung Moses Sofers nach Fürth 1821); ’Iggeroth Soferim, II, Nr. 63, 70 (Brief H.s von 1835)
publication
Misped ‘al moth ha-Mäläch, mit dt. Übs. Trauerrede wegen des Hinscheidens Seiner Majestät des höchstseligen Königs Maximilian Joseph des Ersten von Bayern. Vorgetragen in der Synagoge zu Fürth, hebr./dt., Fürth 1825, 40 S. (Löwenstein, „Fürth“, III, S. 95, Nr. 409)
publication
Qol Bochim [Hiob 30,31] zum Tode von Meschullam-Zalman Kohn, mit dem Testament des Verstorbenen, Fürth 1820, 72 fol. (Löwenstein, „Fürth“, III, S. 92, Nr. 398)- ’Allon Bachuth [Gen 35,8] und Häsped ha-Mišnäh zum Tode von Herz Scheuer, Fürth 1823, 172 fol. (Löwenstein, „Fürth“, III, S. 94, Nr. 406)
publication
Œimlath Binyamin, Responsen in zwei Bänden: Bd. I. Œimlath Binyamin über OH und YD, Bd. II Nah. alath Binyamin über EE, HM und die Aggadot, mit einem Traktat über die Beschneidungsvorschriften und Homilien, Fürth 1840-41, 176 + 138 Bl.; auf dem Titelblatt wird noch ein dritter Band Ša‘ar Binyamin mit halachischen Talmudauslegungen angekündigt, der aber nicht erschienen ist (Löwenstein, „Fürth“, III, S. 98, Nr. 421)
publication
Ša‘ar ha-Zeqenim, Homilien, Gedenkreden, Responsen, Sulzbach 1830, 96 + 184 Bl
publication
„Pesaq ‘al devar mes. is. ah“, in Šomer S. iyyon ha-Nä’äman, S. 75-76
occupation (IRI)
Rabbi
dcterms:bibliographicCitation
BHR I.1, 411-412
rdfs:label
HAMBURGER, Wolf, hebr. Abraham-Benjamin HAMBURG, im Anagramm ’OHeV
owl:sameAs
https://d-nb.info/gnd/102864837
skos:prefLabel
Hamburger, Wolf

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Fürth (Bayern)

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Abraham Benjamin Hamburg

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