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190019071914
  1. 1914-01-09 · 2 (9.1.1914) · p. 40 · Ost und West zum Sprachenkampf [Kommentar]

    Achad Haam hebt mit Recht hervor, daß die Sprachenfrage, die jetzt die Gemüter in Palästina zur Siedehitze gebracht hat, nicht eine Parteifrage der Zionisten ist. Auf diesen Punkt muß noch größter Nachdruck gelegt werden. … Man durfte also das Hebräische nicht aus Gründen, die mit der Sache selbst nichts zu haben, prinzipiell und für immer als Unterrichtssprache ausschalten, ohne sich zu sagen, daß dies den Sturm entfesseln wird, der heute tatsächlich in Palästina unter der arbeitenden, schaffenden, kulturell einzig wertvollen jüdischen Bevölkerung tobt. Es wäre ein verhängnisvoller Irrtum, zu wähnen, daß der Sturm sich bannen ließe, wenn man drei oder vier „zionistische Aufwiegler“ in Palästina unschädlich machen oder gar durch die Vermittlung der Behörden aus dem Lande weisen ließe — wie dies, laut zuverlässigen Nachrichten aus Palästina, angestrebt worden ist.

  2. 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. Seite 35 - 36 · Nachwort der Redaktion

    Durch den Versuch der gewaltsamen Aufdrängung des Deutschen als der einzig möglichen Kultursprache der Juden in Palästina hat der Hilfsverein diese Sympathie der Juden für das Deutsche sehr erschüttert, wenn nicht gar für lange Zeit verscheucht. … Die Herren nun, welche päpstlicher als der Papst sein wollten, haben jedenfalls bewiesen, daß ihnen der weite und freie politische Blick für die realen Verhältnisse mangelt, und daß sie sich keineswegs zu Lenkern einer großen jüdischen Organisation mit weitausgreifenden Plänen eignen, wo es gilt, Herz und Kopf am richtigen Fleck zu haben. Faßt man also den Kampf, den die Juden in Palästina jetzt gegen den Hilfsverein führen, ruhig ins Auge, so wird man zugeben müssen, daß es ein Kampf für ein hehres Ideal ist gegen eine leichtfertige, dilettantische Politikastern, die jüdische Mittel und jüdische Kraft Zwecken dienstbar machen will, die mit Juden und Judentum nichts zu tun haben.

  3. 1901-12-01 · Heft 9 (Dezember 1901) · p. Seite 40 · Bericht über die literarische Thätigkeit der Vereine im Winterhalbjah 1900/1901

    . — Schriftsteller Leo Erichsen, Breslau: Die Juden und die jüdische Kulturarbeit in Palästina. — Rabb. Dr. I. Cohn, Nawitsch: Rabbi Meir. Bibliothek mit ca. 200 Bänden.

  4. 1913-12-01 · Heft 21 (Dezember 1913) · p. Seite 40 · Verzeichnis der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland und Bericht über deren literarische Tätigke

    . — Vorträge: Schulrat Kempff-Kempen: Meine Reiseeindrücke in Palästina, mit besonderer Berücksichtigung der jüdischen Geschichte. Rabbiner Nobel-Filehne: Heinrich Heine. Jarocynski-Berlin: Unsere Ziele.

  5. 1900-12-01 · Heft 8 (Dezember 1900) · p. Seite 35 · Bericht über die literarische Thätigkeit der Vereine im Winterhalbjah 1899/1900

    Albert Katz: Der Talmud. 2. Schriftsteller W. Bambus: Meine Reise nach Palästina. 3*

  6. 1902-12-01 · Heft 10 (Dezember 1902) · p. Seite 24 · Bericht über die Thätigkeit der Vereine im Winterhalbjah 1901/1902

    Februar: Schriftsteller Leo Erichsen, Breslau: Der Orient, die Juden und jüdische Culturarbeit in Palästina. — 22. März: Dr. med. Goliner, Erfurt: Die Heilkunde im Alten Testament. Der Verein unterhält gemeinschaftlich mit der Gemeinde eine Bibliothek von 130 Bänden.