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Da haben wir zunächst den uns vertrauten Typus des Juden, der, Zionist oder Nichtzionist, jedenfalls an der jüdischen Aufbauarbeit in Palästina interessiert ist und sie kennen zu lernen wünscht. Diesem Typus sind auch zahlreiche Nichtjuden an die Seite zu stellen, für die eine Fühlungnahme mit den aufbauenden Kräften des Jüdischen Palästina den Hauptreiz der Palästinareise darstellt. … In Palästina hat selbst Cook nur verschwindend wenig Geld investiert. Daraus ergibt sich die Politik der Reisegesellschaften, die stark daran interessiert sind, den Touristen solange als irgend möglich in Aegypten festzuhalten und sehr wenig daran, ihn nach Palästina gehen zu lassen Sie bieten höchstens einige Tage Palästina als kleine Abwechslung.
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Gartenkultur hingegen vermag noch, weit mehr als 105 Seelen p. qkm (also ca. 1 Seele per Hektar) zu ernähren, wie Japan und China beweisen, wo in *) Socin meint (Art. Pal. in Enc. Bibl. § 21) dass Palästina ehemals etwa viermal so stark bevölkert gewesen sei als jetzt, es seien 96—115 Einwohner auf den Quadratkilometer gekommen; Schwöbel (ZDPV. 1904, S. 47) nimmt 120 Einwohner pro Quadratkilometer zur Blütezeit Galiläas an. … S. 37). **) d. h. die Wilajets Haleb (Aleppo), Beirut, Surja (Syrien) sowie die Mutessarifliks Libanon und el Kuds (Jerusalem), also inklusive Palästina.
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Die erste Reise (November 1906) hatte in vielen Beziehungen günstige Erfolge aufzuweisen. Die Reiseteilnehmer haben von Palästina einen sehr guten Eindruck erhalten, zwei von ihnen sind in Jaffa zurückgeblieben, mit der Absicht, Land für Orangerien anzukaufen; ein Teilnehmer hat geschäftliche Verbindungen angeknüpft,, welche dazu führen werden, die Industrie in Leder, resp. den Handel in Häuten zu heben. … Auf Dampfern der Hamburg-Amerika Linie wird ebenfalls eine Reise nach-. Palästina und Ägypten unternommen. Von Herrn Julius Bolthausen in Solingen erhalten wir nachfolgende Mitteilung über Sommer-Orient fahrten. 1907.
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Es wird nun viel von den Möglichkeiten gesprochen, welche Palästina noch in der Schiffahrt hat. Sie sind zweifellos vorhanden, aber doch nur in beschränktem Umfange, denn das Hinterland, welches durch palästinensische Häfen versorgt werden kann, findet in der Nord-Süd-Richtung seine Grenzen in den flankierenden Häfen Port Said und Alexandria einerseits, Beirut und Tripoli andererseits.
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Fritz Loewenstein kannten, was sie in Palästina nicht brauchen, aber kein Englisch, und nun in die 4. oder 5. Klasse aufgenommen werden wollten. Daneben drei Geschwister aus Port Said, bisher Schüler einer italienischen Missionsschule, die ganz gut Hebräisch sprachen, aber nie Mathematik oder Physik gelernt hatten, zwei Brüder, bisher in einem amerikanischen Gymnasium, Kinder aus Polen, die zuerst einen Cheder und dann eine Schule mit jiddischer Unterrichtssprache besucht hatten, usw. … Man denke sich einen vierzehnjährigen Jungen, der ein halbes Jahr in Palästina fleißig Hebräisch gelernt hat und nun in eine Klasse eintritt, die Achad Haam oder Bialik als Klassenlektüre betreibt, die Shakespeare liest, indem sie ihn aus dem Englischen ins Hebräische übersetzt!
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Auch die großen Reisebüros haben sich mehr und mehr auf die neue Richtung der Palästina-Touristik eingestellt. In dieser Hinsicht ist zum Beispiel bezeichnend, daß »der bekannte Cooksche Reiseführer, der noch vor zwei Jahren Palästina lediglich unter dem Gesichtspunkte der (nichtjüdischen) heiligen Stätten behandelte, in seiner neuen Auflage dem modernen, insbesondere dem jüdischen Palästina einen breiten Raum widmet und spezielle Touren unter Einschluß der oder nach den jüdischen Siedlungen zusammenstellt. Das gleiche trifft für die Neuauflagen der »bekannteren Reiseführer zu. In Palästina arbeiten fast alle großen internationalen Reisebüros und die Vertretungen aller größeren europäischen und amerikanischen Schiffahrtsgesellschaften.
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Wir bringen fortab Originalbeiträge von drei ständigen Mitarbeitern in Palästina, die sich auf die verschiedentlichen Rubriken (In Stadt u. Land, Handelu. Verkehr etc.) erstrecken. Wir hoffen auch sonst die Zeitschrift verbessern zu können, wenn wir nur durch eifrige Werbung neuer Abonnenten seitens unserer Leser unterstützt werden. Die Geschäftsleitung von Palästina. Die Minerale der Sinai-Halbinsel. Das wichtigste Mineral der Gegend ist grauer Granit, der für Bildhauerarbeiten gut verwendbar ist.
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Wenn man bedenkt, dass viele Tausende von Juden hier in landwirtschaftlichen, kommerziellen und industriellen Berufen ihren Unterhalt gewinnen können — dass der Zustrom von wenigen Tausenden schon dieses Stück des schlafenden Orients ganz plötzlich umgestalten müsste — wenn man bedenkt, dass eine solche Umgestaltung nicht vor sich gehen kann, ohne dass sie uns auf die eine oder andere Weise — entweder auf dem Wege der selbstverständlichen Entwickelung, oder dadurch, dass der Grossherr nach dieser Probe jüdischer Schaffungskraft sich eines Besseren besinnt — auch das übrige Palästina, ja, den ganzen türkischen Orient öffnet, wenn man das bedenkt, so wird es klar, dass ein Anfang auf dem ägyptischen Teile Palästinas uns gerade so schnell zum Ziele führen wird, als ein Anfang irgendwo sonst in Palästina . . . wozu eben kommt, dass wir in dieser ägyptischen Südwest-Ecke heute schon die Thätigkeit beginnen können, während uns das übrige Land Palästinas verschlossen ist und niemand sagen kann, wann die Thore sich öffnen werden. * * * Wenn das Gebiet, von dem wir hier sprechen, bisher so wenig Aufmerksamkeit gefunden hat, so liegt das wohl hauptsächlich daran, dass niemand es kannte, dass keiner, der zu schreiben pflegt, dieses Weges gegangen ist, dass es des Interessanten nichts bietet, am allerwenigsten für den Durchschnittsreisenden, der gerade in Aegypten und in Palästina, von einer Sehenswürdigkeit zur andern kommt. … Aber in Ermangelung eines besseren müssen wir uns zufrieden geben mit diesem Material über die Gegend westlich vom Nachal Mizrajim, die sich von B. Ebenstem: „Ein vergessenes Stück Palästina" („Ost und West", Januarheft 1901) und „Aegyptisch-Palästina" (derselbe Autor) in der „Welt" No. 46 (Nov. 1901). 2) Die deutsche Uebersetzung wurde in einem der Konsulate angefertigt.
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welche Veränderungen unter den jüdischen Mädchen der letzten Generation vorgegangen ist. Palästina als Schiffahrtsland1 Von Dr. Sebba, Tel Aviv. Seitdem in der jüdischen Bevölkerung Palästinas das Interesse für Schiffahrt erwacht ist, beschäftigt sich auch die Öffentlichkeit und die Presse mit den Problemen, welche sich bei Gründung einer Schiffahrt ergeben. … Gelegentliche Zahlen und primitive Statistik können kein Bild der schiffahrtspolitischen Situation geben. Die Möglichkeiten für einen aktiven, das heißt von Palästina ausgehenden Schiffsverkehr sind von sehr vielen Faktoren abhängig, deren Analyse geboten ist, wenn man planmäßig vorgehen will, um die Schiffahrt aufzubauen.
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Noch erfolgreicher war i, J. 1877 sein. Appell zu Gunsten der Notleidenden in Palästina, und seitdem ist das Sammeln der bebevorzugte Teil seiner Lebensarbeit geblieben, der er mit unüberbietbarer Rastlosigkeit und Hingebung sich widmet. … Adolf Salvendi' Kolonie" im heiligen Lande errichtet werden soll. Gesellschaftsreisen nach Palästina. Eine Allgemeine jüdische Gesellschaftsreise nach dem Heiligen Lande wird: im Frühjahr 1. J. vom Zionistischen Zentralverein Wien IX, Türkenstrasse Nr. 9 veranstaltet.
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Bedeutender als diese Linien sind aber die Weltverkehrslinien, die Palästina berühren. Es sind dies die englische Imperial Airways-Route London—Marseille—Alexandria—Gaza—Bagdad—Karachi—Kalkutta—Singapore (dort Anschluß nach Australien) und die holländische K. … Schon heute gehen wöchentlich acht fahrplanmäßige Flugzeuge von Palästina nach Europa und vier nach Indien ab. Aber voraussichtlich wird Ludds Bedeutung im Fern- 1 Die Eröffnung einer Fluglinie nach Cypern soll noch in diesem Sommer erfolgen.
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Dezember veröffent- Berlin, 24. Dezember, 8,50 N. Der auf der Rückreise von Palästina begriffene Dr. Paul Nathan, der Geschäftsführer des Hilfsvereins der Deutschen Juden, depeschiert aus Port Said, daß die zionistische Agitation, die sich gegen die Schulen des Deutschen Hilfsvereins richtet, im Abflauen begriffen sei. … Mag er nun weiter gegen die „jungen Russen, die als Russen und als jüdische Russen Feinde von allem Deutschen sind“, kämpfen — wir neiden ihm seine Stellung nicht, und unsere beste Antwort ist die Arbeit für unser Schulwerk in Palästina. Bericht des Hebräischen Lehrer-Verbandes Die Zentrale des Hebräischen Lehrer-Verbandes in Palästina (Merkas Hamorim) hat dem Zionistischen Actions-Comite einen Bericht über die Vorgänge in Jerusalem, die zur Gründung der neuen hebräischen Lehranstalten geführt haben, zugesandt, dem wir das Folgende entnehmen: Jaffa, 16.
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Dieses Ziel zu erreichen, bemühen sich mit steigendem Erfolge eine Reihe Verkaufsgesellschaften, unter denen vor allem die Karmel-Gesellschaften (in Warschau, Wien, Kopenhagen, New-York sowie dem Orient),, die Palestine Wine Cy. in London, die Importgesellschaft Palästina in Berlin und die Societe Vigneronne in Jaffa-Jerusalem1) angeführt sein mögen, von denen einige schon ganz bedeutende Dividenden zu zahlen in der Lage sind. … Während die Süssweine und die herben, feinem Burgunder ähnlichen Weine Palästinas schon jetzt als vorzüglich anzusehen sindr ist man neuerdings auch im Begriff, feine Rotweine und Tokayer Ausbruch in Palästina herzustellen. Die Ausfuhr von frischen Trauben erscheint wegen der noch mangelhaften Verbindungen schwierig, doch könnte sich Port Said mit seinem Suezkanalverkehr zu einer wichtigen Absatzquelle für Trauben entwickeln, ebenso dürften schon bald nördlichere Plätze, wie Konstantinopel, Smyrna, Saloniki, Odessa, dafür in Betracht kommen, da die Traube in Palästina mehrere Wochen früher zur Reife gelangt als in der europäischen Türkei und Kleinasien.
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Kurze Unterweisung für die Beobachter der meteorologischen Stationen in Palästina. Zweite veränderte Auflage nach dessen Tode herausgegeben vom Deutschen Verein zur Erforschung Palästinas. 1904. Kl. 16°, 21 Seiten. Die kleine Schrift soll zur Unterweisung der Beobachter der meteorologischen Stationen in Palästina dienen, sowohl der seit mehreren Jahren existierenden deutschen, wie auch der in Verbindung mit dem Deutschen Verein zur Erforschung Palästinas von uns kürzlich eingerichteten jüdischen Stationen.
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In der Folge kann immer nur höchstens die Hälfte der jeweiligen jährlichen Einkäufe vom Landankauf verwendet werden, während die andere Hälfte und die gesamten Zinsen so lange unantastbar bleiben müssen, bis nach Ansicht der Generalversammlung eine jüdische Kolonisation im grossen in Palästina oder Syrien möglich ist» hinfällig geworden, nicht aber der dritte Absatz, der in der Fassung der Kommission folgendermassen lautet: «Dem Aufsichtsrate wird jedoch die Befugnis erteilt, Land in Palästina und Syrien zu kaufen noch bevor der Fonds die Höhe von 200,000 Pfund Sterling erreicht, wenn die Versammlung einen solchen Beschluss mit */a Mehrheit gefasst hat.« Herr Dr. … Wir mögen Kommissionen beschliessen, wie wir wollen, der Anfang wird nicht in Ostafrika sein. Wir haben, um anzufangen, nur Palästina und von Palästina einen sehr schlechten Teil, El-Arisch. Wir haben also ein Land, das wesentlich eine Art Wüste ist, nicht viel besser, und wir haben Menschen, die sich nicht für die agrikulturelle Kolonisation von vorneherein eignen.
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Guest) das Vorhandensein eines brauchbaren Hafens, iy2 Meilen nördlich (d. h. natürlich nordöstlich) vom Wadi El-Arisch, konstatiert, so wird an der Entwicklungsfähigkeit dieses Stückes Palästina so wenig zu zweifeln sein als an der irgend eines anderen Teiles. Was sollte uns hindern, dem Beispiel der griechischen Siedler des Altertums zu folgen, die allenthalben neben den Städten der Phönizier ihre eigenen Niederlassungen gründeten! … Ei- Arisch ist nämlich ägyptische Gouvernementsstadt nicht nur des Küstenstreifens von Port Said bis zur syrischen Grenze, sondern auch der Halbinsel Sinai, welche die doppelte Grösse von Palästina hat. Dies ist wenig bekannt. Noch grösser wird die Konfusion durch eine Eigentümlichkeit des anglo-ägyptischen Census.
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Weiterhin ist charakteristisch, was Major Rycroft in seinem Berichte (Palästina I S. 194) wörtlich sagt: „Die Wüste vom Suez-Kanal bis El-Arisch ist vielen bösen Sandstürmen unterworfen, welche von den Arabern sehr gefürchtet werden und oft einige Tage anhalten, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann." … Von der Begrenzung im Norden, d. i. der Küste, liegen keine weiteren Berichte vor, „als dass zwischen Port Said und El-Arisch In den Artikeln, die in dieser Zeitschrift über die Ei-Arisch-Frage erschienen waren, war das Hauptgewicht auf den letzteren, also den kleinsten, aber zionistisch-einwandfreien Landstrich gelegt worden, und von dem weiteren Gebiet war nur vergleichsweise und nebenher die Rede gewesen. — Es kann mit Genugtuung konstatiert werden, dass seit dem Erscheinen dieser ersten Artikel ein sehr erheblicher Umschwung der zionistischen öffentlichen Meinung zu Gunsten eines „grösseren Palästina" sich vollzogen hat. *) Dies zwingt nicht zu Schlüssen auf die Beschaffenheit des Landes. Im reichen Niltal lebten die Fellachen genau ebenso jämmerlich.
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Februar 1910 in Genua unter Benutzung des Dampfers „Königin Luise" des Norddeutschen Lloyd und hat folgende h'oute: Neapel, Port Said, Cairo, Luxor, Jaffa, Jerusalem, Landreise durch Palästina und Syrien, Rhodes, Smyma, Constantinpel, Athen, Corfu und endigt am 17. März in Triest. Die ganze 45tägige Reise kostet I. … Juli, 6. August in Triest, dauern 25 Tage, umfassen Aegypten-Palästina und kosten in der I. Schiffsklasse 490, in der II. 390 Mark. Sämtliche Reisen werden von dem Veranstalter der bisherigen 30 Orientfahrten, Herrn Jul.
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Was die Zucht von Rindvieh betrifft, so wird sie bisher von den jüdischen Kolonisten im allgemeinen nur soweit betrieben, als zur Deckung des häuslichen Bedarfs an Milch erforderlich ist. Es liegt dies daran, dass die im vorderen Palästina den einzelnen Dörfern zur Verfügung stehenden Weideflächen keine besonders grosse Ausdehnung haben, und ein rationeller Futterbau daselbst bisher noch nicht betrieben wird.