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  1. 1906-12-01 · Heft 12 (Dezember 1906) · p. Seite 347 · Palästina-Agrikultur-Gesellschaft

    Auf dem See von Tiberias vermittelt eine von der Regierung errichtete Dampfpinasse den Verkehr zwischen Nord-Palästina mit der Haifa - Damaskus - Bahn. In Damaskus ist eine elektrische Strassenbahn im Bau begriffen, und die übrigen grösseren Städte Syriens werden bald diesem Beispiel folgen. Auch das Netz der Landstrassen, deren Bau gelegentlich der Reise des deutschen Kaisers nach Palästina begonnen wurde, wird immer engmaschiger. Sidon ist nun mit Dschedeida durch eine gute Landstrasse' verbunden, und letzteres mit Rosch-Pinah.

  2. 1926-02-01 · Heft 2 (Februar 1926) · p. Seite 123 · Drei Palästina-Bildwerke [Rezension]

    Nur eines ist in beiden Werken ein bedauerlicher und uns verletzender Verstoß: Das Jüdische in Palästina ist sozusagen totgeschwiegen. Die Gräber, die Salomonische Kirche, „die Klageinauer'' und „Juden an der Klagemauer" sind bei Gröber das einzig Jüdische, dazu kommt bei Prciß noch die Wasserleitung des Königs Hiskia (Siioah), die makkabäische Feste Beth-Jur und die samaritische Thorarolle. … Zionistischen Kongresse sahen, enthält alles dieses und wir merken es dankbar an. Es ist ein jüdisch empfundenes Palästina, ein ,,Erez Israel", was uns hier geboten wird. Man kann aus ihm sehr viel lernen und es sollte in keinem bewußten, jüdischen Hause fehlen, am wenigsten dort, wo Kinder da sind.

  3. 1929-12-01 · Heft 5 (Dezember 1929) · p. 520 · Juden und Araber in Palästina

    In Protesttelegrammen an den Vizekönig von Indien und an den Gouverneur von Bombay erklärten die Versammelten, Palästina sei das Herz der Muslime. Zum Schluß wurde ein Gebel ..für die Märtyrer in Palästina" gesprochen, die „ihre Seele zun; Opfer geben, um die Heiligtümer der Muslime" zu verteidigen. ' . 5. … Es endigt: „Wir bringen den Arabern im ganzen, besonders in Palästina unser Beileid entgegen und die Trauer um die, die für die Aksa-Moschee ihr Leben verloren haben." 10. Transjordanien: Der Emir Abdallah protestiert in einem Telegramm an den Höchstkommissar von Palästina scharf gegen die zionistische Politik. 5\9

  4. 1933-03-01 · Heft 3-4 (März 1933) · p. Seite 107 · Transjordanien

    Die Schätzung von 1931 des Wertes der zollpflichtigen Güter, die über Palästina und Syrien, mit welchen Ländern Transjordanien in Zollunion steht, war 470.000 pal. Pfund oder 1.4 pal. Pfund per Kopf der Bevölkerung gegen 7 pal. Pfund in Palästina. Es ist interessant, daß der Import über Syrien ständig zurückgeht und jener über Palästina steigt. Der Exportwert war 1931: 25.125 pal.

  5. 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. Seite 217 · Politik. VOn G. Arlosoff-Goldberg, Tel-Aviv.

    Aber über die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen hinaus muß der neue Verbindungsweg eine umwandelnde Wirkung auf die Struktur der Länder, die er durchzieht, ausüben. Diese Gelbiete, Palästina, Transjordanien, Syrien und Irak sind trotz der seit mehr als zehja Jahren bestehenden Grenzen miteinander verbunden. … „Dschemije el Arabia" und dem arabischen „Felestm".) In Palästina wirkt der Plan noch aus einem besonderen Grunde anziehend, weil er geeignet ist, die Furcht vor einer jüdischen Majorität, so weit sie noch lebendig ist, zu zerstreuen.

  6. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · p. Seite 31 · Arabisches Vizekönigtum

    In der Londoner Wochenschrift, die die Ansichten des Kolonialamts wiedergibt, wird in einem langen Aufsatz über das Palästina- Weißbuch klar und offen gesagt, der Sinn der Regierungserklärung sei, daß Palästina fortab als englische Kolonie nach dem in allen englischen Kolonien herrschenden System verwaltet wird und die britische Regierung selbst das Mandat auslegt. … Die Front hat sich im Gegenteil in den drei Wochen, seit das Kolonialamt den Schleier von seiner Palästina - politik fortzog, offenbar stark verlängert und

  7. 1930-03-01 · Heft 3-4 (März 1930) · p. Seite 116 · Die geopolitische Bedeutung Palästinas, besonders für das britische Imperium

    Zjunächst war es England ganz überlassen, die vom Völkerbund nicht fixierten Grenzen der Mandatsgebiete selbst zu ziehen. Anfangs bestand keine direkte Verbindung zwischen Palästina und Irak; zwischen ihnen lag die syrische Wüste, die von beduinischen, zu Überfällen geneigten Arabern bewohnt, keineswegs einen sicheren Verkehr hinüber und herüber ermöglichte. Indem nun England das ursprünglich ganz kleine und bedeutungslose Anhängsel Palästinas, Transjordanien, wo sich 1921 Husseins Sohn Abdullah um die Hauptstadt Amman herum mit Englands Genehmigung als Herrscher niedergelassen hatte, verwaltungstechnisch von Palästina trennte und nunmehr Transjordanien bis zur irakischen Grenze einerseits, bei Akaba bis zum Roten Meer anderseits erweiterte, vollendete es die arabische Landbrücke.

  8. 1928-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1928) · p. Seite 277 · Die Zählung der jüdischen Siedlungen

    Metulla ....... 4.105 172 106, Ein Saitin ...... 3.270 22 Zusammen . . 463.570 30,500 Insgesamt 119,439 17.395 103.381 3.978 122.206 5.832 74.081 2.079 44.463 1.216 Zusammen . . 463.570 30.500 Rundschau. Politik. Von Dr. Hans K o h n, Jerusalem. Während in Palästina selbst das politische Leben in voller Ruhe verläuft und nur von der arabischen Bevölkerung des Landes immer stärker der Wunsch nach Einführung eines verfassungsmäßigen Lebens und einer Volksvertretung geäußert wird, entwickelt sich das politische Leben in den Nachbarländern Palästinas in steigendem Maße und hat in den letzten Wochen zu einer Reihe von interessanten Ergebnissen geführt. … Dieser Vertrag ist der Schlußstein einer fünfjährigen Entwicklung. Im Mai 1923 hat der damalige Hochkommissär für Palästina, Sir Herbert Samuel, in Amman die Unabhängigkeit Transjordaniens unter der Bedingung proklamiert, daß ein Vertrag zwischen Großbritannien und Transjordanien geschlossen werde, der die aus dem Mandat stammenden gegenseitigen Rechte und Verpflichtungen regelt, und daß in Trans jordanien ein konstitutionelles Regime mit ge- 18

  9. 1933-03-01 · Heft 3-4 (März 1933) · p. Seite 106 · Transjordanien

    Jahr für Jahr wird der Bauer von Katastrophen heimgesucht und infolge seiner Primitivität ist er gegen Unbilden der Natur empfindlicher als sein mehr fortgeschrittener Bruder in Palästina. Der abnormale Regenmangel 1925 verursachte eine schwere Mißernte. 1926 gab es wieder Regenmangel und versengende Ostwinde, ferner auch noch Viehkrankheiten, 1927 gab es die Heuschreckeninvasion, 1928 hat der allzu spärliche Regen die Ernte geschädigt, 1929 neue Heuschreckeninvasion, 1930 kam die Feldmausplage dazu, 1931 blieben die Spätregen aus, außerdem brach plötzlich ein Heuschreck enschwarm ein, der innerhalb von 36 Stunden das südliche Grasland und die Ernten von Maan und Kerak vernichtete.

  10. 1927-01-01 · Heft 12 · p. Seite 592 · Wirtschaft. Von Dr. Kurt Grunwald, Tel-Awiw.

    Es gibt wohl kaum eine Gruppe in der zionistischen Bewegung, in der der zionistische Kongreß sowie der ganze Komplex von Erscheinungen und Ereignissen rund um den (Kongreß soviel' gespannte Aufmerksamkeit hervorgerufen hat, wie innerhalb der 'jüdischen Arbeiterschaft in Palästina. Dies erklärt sich sowohl durch die (jahrelange intensive zionistische Er- . ziehurigsarbeit der Histr-aduth und der Arbeiterparteien wie auch durch die Tatsache (der unmittelbaren Verknüpfung zwischen dem Gang der Verhandlungen und den Beschlüssen des Kongresses und zwischen dem persönlichen Schicksal sowie den verschiedensten Gruppenbestre'bungen fast aller Teile der Arbeiterschaft.

  11. 1937-05-01 · Heft 5 (Mai 1937) · p. Seite 228 · Verkehrsgeographische Wandlungen Palästinas

    Außer zahlreichen flichtasphaltierten Gutwetter-Wegen hat Palästina ein Netz ausgezeichneter Fernverkehrs s t r aß e n. Die wichtigsten sind: Die Hauptlängsstraße entlang der Wasserscheide, von Beerscheba ausgehend, wo sie Anschluß an den Gutwetter-Weg nach Ägypten hat, über Hebron — Bethlehem — Jerusalem — Nablus — Dschenin—Afuleh—Nazäreth nach Haifa.