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Chaim David Chasan, in Folge Dekretes des Sultans zum Oberrabbiner aller jüdischen Unterthanen der Pforte in Palästina erhoben. Der Pascha der Stadt schickte ihm das Pferd, das er selbst am Tage seiner Erhebung bestiegen hatte, durch einen -Anführer in Begleitung von fünfzig Kawassen. … Selbst muhamedanische Beduinen und Landlcute versammeln sich zu Tausenden von der Umgegend Jerusalems mit Musik und fliegenden Fahnen, um von dort zum Grabe Moses zu wandern, das sie irrthümlich diesseits dcs Jordans wähnen. Nachdem nämlich Palästina türkische Provinz gcworden und um Ostern Christen in großer Menge nach Jerusalem, wie noch heute zogen, fürchtete der damalige Pascha, cs könnten einmal die Christen auf ihre Menge vertrauend sich der Stadt bemächtigen, und gebrauchte die List, in allen Dörfern bekannt zu machen, es sei ihm Moses im Traume erschienen und habe ihm den Ort seines Grabes gezeigt und zugleich von ihm gefordert, die Jsmaeliten sollten jedes Jahr im Frühlingsmonat zu seinem Grabe wallfahrten.
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Was von hebräischer Kunst bis auf die Gegenwart fich erhalten hat — leider sehr wenig, hauptsächlich die in Palästina noch vorfindlichen Felsengräber — zeigt eine Ornamentation, welche der Kunst der zeitgenössischen Völker, der Babylonier, Assyrer, Perser, durchaus nicht nachsteht und durch nationale Eigenart gekennzeichnet wird. … Es gibt schon heute eine große Zahl jüdischer Gotteshäuser in Palästina, ihre Zahl würde mit der Nnwanderung zunehmen, aber der Tempel allein, der Nachfolger des salomonischen, wäre daS Symbol der wiedererstandenen jüdischen Freiheit und Selbstständigkeit.
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(An dieser Stelle geben wir gerne Zuschriften Raum, die in schicklichem Ton Angelegenheiten von allgemeinem Interesse oder gerechtfertigte Beschwerden enthalten. Die Redaction.) Curorle in Palästina. Ein hervorragendes und dankenswerthes Moment in den Colonisations- und Culturfragen Palästinas bietet das köstliche Klima und das Vorhandensein der zahlreichen Thermen. … Im Gegensätze dazu stellt er nun die Behauptung auf, daß die Juden schon vor Jahrtausenden in Palästina und Vorderafien eine Mischung mit indogermanischen Elementen und wahrscheineich auch mit Angehörigen der mongolischen Race eingegangen hätten.
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Ganz anders bei dem Bauernhause, bei dem die Kostenfrage von Bedeutung ist, und zu dem das Material leicht beschafft werden muß, womöglich aus nächster Nähe. Ziegel find heute in Palästina wie im ganzen Oriente wohl bekannt, aber ziemlich theuer — fie kommen gegenwärtig nur in den Städten zur Anwendung. … Durch Beimischung von Cement erhält man nach der Erhärtung kräftiges, starres Baumaterial, das in Europa viel angewendet werden wird. ES müffen ferner noch eine Menge Steinbrüche in Palästina jahrtausendelang brach liegen, fie wieder zu eröffnen ist ja ein Leichtes. Biel schwieriger ist die Beschaffung des Holzes.
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Heinrich Lo ewe, der sich in letzter Zeit diesbezüglich in Palästina genall liuigesehen hat. Nur so viel will ich bemerken, daß die Chaluka auf keinen Fall abgeschafft werde» darf, so lange nichts Besseres an ihre Stelle gesetzt ist. … Viele Rohprodukte oder nur Halbfabricate werden nach Europa expvrtirt, anstatt im Lande zu marktfähigen Artikeln verarbeitet zu werden. Arbeit ist in Palästina billig, und das Land bietet für nutzbringende Capitalsanlngen ein weites Feld. Die Entwickelung von Industrie und Handel in Palästina ist außerordenlich vielversprechend.
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Versammlungen haben darüber verhandelt, Zeitungen darüber geschrieben, und gerade in Palästina ist das alles ungehört und unverstanden geblieben. Ausser in den bereits erwähnten zwei Anstalten, sowie vielleicht noch in der Lämmelschule in Jerusalem und dem damit verbundenen Waisenhause wird der Turnunterricht fast nirgends systematisch durchgeführt.
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Adolf Stand. Er plaidierte für Colonisationsthätigkeit in Palästina, sowie für die Anstellung von Lehrern der hebräischen Sprache in den jüdischen Gemeindeschulen. Es wurde beschlossen, an die „Jewish Colonization Association" ein Memorandum zu richten, worin diese Gesellschaft aufgefordert werden soll, durch Gründung und Förderung von industriellen Unternehmungen in Galizien, sowie durch Unterbringung von galizischen Juden in den Colonien der Gesellschaft an dem Hilfswerke zugunsten der galizischen Juden mit- Kundmachung des Jewish Colonial Trust (Jüdische Colonialbank) Limited.
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Im Gegentheile dürfte sogar das reichhaltigste Material in London zu finden sein, dessen British Museum von jeher Palästina und Kleinasien grosse Aufmerksamkeit gewidmet hat. Es ist daher Pflicht aller Landesorganisationen, eifrig mitzuarbeiten, die Arbeiten entsprechend zu vertb eilen und, soweit ihre Mittel es gestatten, das Archiv auch durch Bücher-, Karten- und Planspenden zu bereichern. … Londoner „Föderation" könnte mit der geodätischen Aufnahme des Obersten Conder den Grundstein zum Palästina-Archiv in würdiger Form legen.*) *) Anm. d.Red. Eine in diesem Artikel enthaltene Anregung ist, bevor sie noch zu unserer Kenntnis gelangte, schon ausgeführt worden.
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Neufeld in den Nummern 28 und 44 der „Welt" (1901) gegeben und vom Wiener ,»Verein für technische Studien in Syrien und Palästina" aufgegriffen worden. Es handelt sich um Anbahnung jener wissenschaftlichen Vorarbeit, welche nicht nur die Wiederbevölkerung Palästinas, sondern selbst der theoretischen Erforschung des Landes voranzugehen hat, nämlich um die Sichtung der Palästina-Bibliographie. … Was uns heute not thut, ist hauptsächlich die Orientierung in der modernen wirtschaftlich-technischen Palästina-Litteratur; diese aber ist — relativ — ebenso überraschend klein, wie die allgemeine Palästina- Litteratur überraschend gross ist.
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Von Davis Trietscli. Die Lage der jüdischen Tagelöhner in Palästina sowie der Stadtbevölkerung zu heben, ist eine der dringendsten Aufgaben der Palästinafreunde. Das wird allmählich so weiten Kreisen klar, dass nicht viel Worte darüber zu verlieren sind. … Dagegen ist in Bezug aut Oliven-Bau von jüdischer Seite durchaus nichts geschehen, was der Bedeutung dieser Kultur gerade für Palästina auch nur einigermassen entspräche. Dazu kommt noch, dass die Olive, nachdem sie einmal gepflanzt ist, eine unverwüstliche Lebenskraft zeigt.
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Ganz besonders eignet sich aber die Olivenkultur für die j üdisc h e n Kolonisationsbestrebungen in Palästina, weil dadurch — bei den grossen Schwierigkeiten einer Vergrösserung sowohl des Landbesitzes als der Seelenzahl — eine bessere Ausnutzung des bereits in jüdischem Besitz befindlichen Landes und vor allem eine Arbeitsgelegenheit für sehr viele Menschen ermöglicht wird.