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Die alten Kolonien wurden ausgebaut und fortwährend reichlich unterstützt, eine Reihe neuer Kolonien konnte dank der Förderung des Palästina- Komitees ins Leben gerufen werden, mannigfaltige auftauchende Bedürfnisse kultureller Natur fanden durch diese stets hilfsbereite Institution ihre Befriedigung und in allen Zweigen des jüdischen Lebens im neuen Palästina machte sich der wohltuende Geist des Odessaer Komitees bemerkbar. … Die meisten Delegierten waren der Ansicht, dass das Odessaer Palästina-Komitee mit dem Geiste des grosszügigen politischen Zionismus durchdrungen werden müsse und wählten deshalb zum Präsidenten für die nächsten drei Jahre das Mitglied des Engeren A.
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Die Bezeichnung der griechisch-orthodoxen Kirche besteht also für Palästina durchaus zu Recht. Die griechische Nationalität ist in dem Mönchtum wie in der höheren Geistlichkeit fast ausschliesslich herrschend, und die Unterordnung und Abhängigkeit des arabischen Elements ist bereits traditionell.
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Ich beziehe mich daher im folgenden auf die Angaben des russischen Staatsrats Hitrowo, über dessen Buch „Der orthodoxe Glaube im heiligen Lande" (1881) Professor Dr. Guthe in der „Zeitschrift des deutschen Palästina-Vereins" vom Jahre 1890 eingehend berichtet hat. Nach Hitrowo besteht das Verdienst des-
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B. zur Erhaltung der Grabeskirche und der Bruderschaft des heiligen Grabes 19200, für das Hospital in Jerusalem — nb. das einzige griechische in Palästina — 12300, für die Buchdruckerei und -binderei 4600, für die beiden Volksschulen 6200, für 1250 orthodoxe Christen in Jerusalem 19200, für Abwehr der Propaganda 15400, für Führung der Gerichtssachen 53800 Rubel).
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— 167 — •die Erträgnisse von Gütern, welche das Patriarchat in Palästina, Smyrna, Kreta, Stambul, Kaukasien und Russland besitzt, ferner die Wobnungs- und Verpflegungsgelder der Pilger an die Klöster und die Vergütungen für Seelenmessen und kirchliche Gebete. … Das Mönchsleben hat sich in der griechischen Kirche nicht in die zahlreichen, nach ihren Zielen unterschiedenen Orden der römischen Kirche differenziert, sondern es ist auf der ursprünglichen Stufe des Eremitenlebens und der klösterlichen Mönchsvereine stehen geblieben. Beide Formen sind in Palästina vertreten, bei der zweiten ist aber zu unterscheiden zwischen den eigentlichen Klöstern und den im Volksmunde so genannten, den Kirchengutsverwaltungen.
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Aber die griechische Kirche dürfte heute auch, wiewohl erst spät, ohne weiteres die Wichtigkeit einer guten Elementarbildung für Palästina begriffen haben. Daher hat der jetzige Direktor der Tagschule in Jerusalem vor wenigen Jahren das deutsche Schulwesen in der Schweiz studiert und nach schweizerischem Muster die Reorganisation der Jerusalemer Schule eingeleitet.
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Etappen auf dem Wege der russischen Politik waren die regelmässige Verbindung der russischen Dampfschiffahrtsgesellschaft vom Jahre 1857, die Errichtung des Konsulats in Jerusalem nach dem Krimkriege, die Gründung eines reich ausgestatteten Palästina-Komitees in Russland, die Reise seines Vorsitzenden, des Grossfürsten Konstantin, nach Palästina (1859),. und die Überschwemmung der heiligen Stätten mit russischen Pilgern. … Unter den ca. 15000' Mitgliedern fehlen auch die allerhöchsten Kreise mit namhaften Gaben nicht. Mit Hülfe dieser Palästina-Gesellschaft hat Russland in wenigen Jahrzehnten einen riesigen Bodenbesitz im heiligen Lande erworben. Zunächst in Jerusalem.
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Die Russen marschieren in dem Unterrichts- und Erziehungswesen mit an der Spitze der in Palästina arbeitenden Nationen und Konfessionen, und sie haben dadurch zur Stärkung der orthodoxen Kirche im Lande letzthin ganz wesentlich mitgewirkt. Die Kehrseite dieses Tatbestandes ist freilich die, dass die griechische Kirche in Palästina immer mehr unter den Einfluss Russlands kommt, und dass Russland sich allgemach dem unausgesprochenen Ziel seiner Kirchenpolitik nähert: der Vormachtsstellung über die ganze orthodoxe Kirche des Orients.
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Je nachdem in einem Lande das eine oder das andere Rechtens ist, wirkt das Bergrecht bestimmend auf die Eigentumsverhältnisse und damit auf die ganze volkswirtschaftliche Entwicklung des Landes. Im türkischen Reiche, also auch in Palästina, beruht das Bergrecht jetzt auf dem Kaiserlichen Irade vom 25. August 1903 (18. Zilhidje 1304), welcher an die Stelle der früheren Gesetze vom 6.
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Italien, das im Anfang der 50 er Jahre fast ganz allein den Kampf für Rom in Palästina führte, wird kraftvoll vertreten durch die Patriarchatsmission, den Franziskanerorden und die Salesianer (Don Belloni); mit ihnen kann sich die Tätigkeit und Stellung der österreichischen und der deutschen Katholiken nicht messen. Wie das lateinische Frankreich die politische Lage in Palästina beurteilt, erhellt aus dem-Führer der Augustiner von Notre Dame de France „La Palestine" (1903): „Die beiden «influssreichsten Gemeinschaften, die seit vielen Jahren den Lateinern den Vorrang streitig machen, sind die Griechen und Armenier.
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Der Vorzug der Sauggas- Motoren gegenüber den Dampfmaschinen liegt in dem sparsamen Verbrauch von Feuerung und Wasser, was für ein wasserarmes Land wie Palästina von höchster Bedeutung ist. Der starke Aufschwung des letzten Jahres ist hauptsächlich dem günstigen Ernteausfall zu verdanken, der. für die palästinische Bevölkerung geradezu eine Lebensbedingung bedeutet.
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So öffnet sich, sobald die im Schwinden begriffene Abneigung der massgebenden Kreise gegen die Verwendung von Elektrizität zu Beleuchtungs- und Kraftzwecken gänzlich geschwunden ist, dem ausländischen Kapital und der ausländischen Industrie ein neues weites Betätigungsfeld, Banken im Orient. Der Aufsichtsrat der Deutschen Palästina^Bank schlägt 6 °/0 Dividende vor (gegen 5 % i. Vorj.). Die . Deutsche Orientbank A.-G. in Berlin erzielte einen Reingewinn von 392814 Mk.
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A. sahen leider nicht ein, wie nützlich für diese Arbeiter diese 200000 Frs. übersteigende Summe sich in Palästina hätte verwenden lassen. Alle diese Aktionen trugen dazu bei, dass die Zahl der jüdischen Arbeiter in den Kolonien nur wenig zunahm, im •Gegensatz zu den arabischen Arbeitern, von denen jetzt wohl weniger als 6000 in allen jüdischen Kolonien beschäftigt sind. … Viele jüdische junge Leute aus Russland wurden auf den Übelstand aufmerksam gemacht und wanderten nach Palästina aus, um dort als Landarbeiter tätig zu sein. Sie fanden nur wenig Kolonisten, welche aus nationalem und richtigem -ökonomischen Verständnis sich bereit erklärt haben, 20% mehr Arbeitslohn zu zahlen, um die jüdischen Arbeiter zu beschäftigen.
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In ein solches Haus wird ein junges Arbeiterpaar eingesetzt, welches ein Zimmer, Küche und den Balkon, welcher in Palästina 8 Monate lang als Wohnung dienen kann, bewohnt. Dafür verpflichtet er sich, die Reinhaltung des Hauses zu übernehmen, nämlich 5 Zimmer, die 10 Arbeitern als Wohnung dienen sollen.
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Auch kann dadurch tausenden von hiesigen Arbeitern ein gesundes und befriedigendes Lebensziel geboten werSen. JÜDISCHE ORGANISATIONEN IN PALÄSTINA. Von Felix Theilhaber-Mtnichen. Für alle ideellen und materiellen Bedingungen hat die jüdische Bevölkerung Palästinas selbst zu sorgen. … Er unterstützt vielfach die Kunst, Musik und Literatur (Theater, Ausstellungen etc.), sorgt für die Gesundheit des Volkes im weitgehendsten Maßstabe und wendet neuerdings hauptsächlich sein Hauptaugenmerk auf das soziale Wohlergehen der Massen. Die Juden in Palästina müssen sich selbst verwalten. Und wenn auch vorerst ausländische Vereine viele ihrer Schulen ins Leben rufen und unterhalten, so muß in allem das Augenmerk darauf gerichtet werden, daß die jüdische Bevölkerung selbst in die Lage kommt, diesen Aufgaben selbst gerecht zu werden.
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Seine besondere Aufmerksamkeit wandte das Komitee der Erziehung des heranwachsenden Geschlechts in Palästina zu. In der zuversichtlichen Hoffnung, in nächster Zukunft auf palästinensischem Boden ein neues, junges, physisch und moralisch gesundes Element vor sich zu haben, welches seinem Volke, seinem Lande und seiner Sprache ergeben ist, die Arbeit und Unabhängigkeit liebt und mit allgemeinen Kenntnissen in genügendem Maße ausgestattet ist, um den Kampf um das unabhängige Dasein mit Würde und Erfolg zu führen — widmete das Komitee einen beträchtlichen Teil seines Budgets dem Schul- und Erziehungswesen.