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Sicherlich sind viele Schilderungen von orientalischer Phantasie eingegeben, andererseits ist Palästina, wenn es auch früher eine grössere Einwohnerzahl ernährte, was die Ruinenstätten beweisen, heute noch fruchtbar und für den Anbau von Wein, Oel, Getreide usf. gut geeignet.
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— 176 - So regenlos, wie weite Strecken in den deutschen afrikanischen Kolonien sind, ist im allgemeinen Palästina nicht, denn im Frühling von Mitte März bis Mitte Mai fallen immer einige Regen. Nun ist allerdings von Ende Mai bis Oktober der Himmel beinahe wolkenlos, und der heisse Ostwind macht alles verdorren.
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. *) Wir müssen den Verf. dahin verbessern, dass Weinberge in Palästina auch auf Abhängen von Bergen keiner künstlichen Bewässerung bedürfen, da die natürlichen Niederschläge für die Rebe hier ausreichen.
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— 242 — Der „Schwäbische Merkur4* und „Die Postu schreiben über jüdische und schwäbische Kolonisten in Palästina: „Für die Mehrzahl der auswanderungslustigen Juden bedeutete Palästina noch vor einigen 20 Jahren nur wenig. Damals waren es nur die „Frommen in Israel", die danach strebten, sich in den heiligen Stätten anzusiedeln, und die Lebensjahre im Gebet für die „Rückkehr" zubrachten, die fernab wie nur je erschien. … Die tendenziöse Färbung der letzten Mitteilung ist in die Augen springend. Leider sind die Verhältnisse für die Juden in Palästina noch lange nicht so günstig. Die Schlussbemerkung ist auch unsererseits zu beherzigen.
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Wir hoffen auf die Resultate der Zählung in einiger Zeit noch ausführlich zurückkommen zu können. —=; Über die jüdischen Rdkerbau- |j Palästina. \\ ^0\on\£n m Palästina hat Dr. Rup- ''—~ ----i: pin auf einer Reise durch Palästina im Herbst 1907 einige statistische Angaben gesammelt, die in der folgenden Tabelle niedergelegt sind.
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Es bildeten sich neue Vereine, die Zahl der Vertrauensmänner des Palästina-Komitees und der Mitglieder der Palästina- Gesellschaft, ,die jährliche Beiträge zahlen, ist beständig im Wachsen begriffen und das alles äusserte sich recht bald in viel reichlicheren Geldmitteln, die dem Komitee von verschiedenen zufliessen. … Hierbei sei gleich bemerkt, dass die Erträge der Tellersammlungen nach einem Beschluss des Palästina-Komitees dazu verwendet werden sollen, Grund und Boden für landwirtschaftliche Arbeiter zu erwerben, wobei das erworbene Land der
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Neben dieser Wochenschrift ist der vom Mitglied des Palästina-Komitees und des zionistischen A. C., Herrn Dr. J. Sapir, gegründete Palästina-Verlag zu nennen. Dieses sympathische Unternehmen hat dank dem kräftigen Eingreifen einzelner Komitee-Mitglieder sowie des Palästina - Komitees als solchen einen starken Aufschwung genommen und leistet unserer Bewegung vorzügliche Dienste. … Gegenwärtig ist der Verlag damit beschäftigt, das Handbuch über Palästina von Davis Trietsch in russischer Sprache, eine sanitär-hygienische Abhandlung über Palästina des in Jaffa seit
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Ausserdem versendet das Palästina - Komitee an seine Vertrauensmänner fortwährend propagandistische Zirkulare und steht in einem lebhaften Briefwechsel mit sehr zahlreichen Orten in ganz Russland. … Das Komitee subventioniert auch die Zeitschrift „Palästina" und beabsichtigt gemeinsam mit der zionistischen Palästina-Kommission in Berlin eine geographische Karte von Palästina in hebräischer Sprache herauszugeben.
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— 86 — Ganz neu, wenigstens in seiner jetzigen Gestalt, ist das vom Komitee organisierte Informationswesen in den wichtigsten Städten und Ansiedelungspunkten Palästinas und seiner Nachbargebiete, sowie in dem für die nach dem nahen Orient sich begebenden Auswanderer wichtigsten Ausgangshafen, in Odessa. Das Palästina-Komitee hat einen Entwurf über die Organisation des Informationsgesetzes auf breiter rationeller Grundlage ausgearbeitet, bewilligte selbst zu diesem Zwecke Frcs. 6000 und setzte sich mit befreundeten zionistischen und allgemein jüdischen -Organisationen zwecks Erlangung der nach dem Voranschlage noch nötigen 29000 Frcs. in Verbindung. … Damit dürfte in grossen Zügen die Tätigkeit des im Juli .1906 neueingesetzten Komitees wohl zur Genüge charakterisiert sein, es bleibt uns nur noch übrig ein neues Organ zu nennen, das in der letzten Zeit durch die Initiative des Odessaer Palästina Komitees und seines Vertreters in Jaffa, Herrn Dr. Chissin, zustande gekommen ist und das sicherlich berufen sein dürfte,
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— 87 — in der zukünftigen realen Arbeit in Palästina eine grosse Rolle zu spielen. Wir meinen den aus Vertretern verschiedener in Palästina tätigen Organisationen und Institutionen zusammengesetzten neutralen Palästina-Rat, der mittlerweile auch die Sanktion des Präsidenten des A. … IMMIGRATION NACH PALÄSTINA IM JAHRE 1906. Bekanntlich hat das Odessaer Palästina-Komitee ein Informationsbureau begründet, welches über die Verhältnisse in Palästina den dorthin Auswandernden genaue Auskünfte erteilt.
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Wir hoffen daher eine gewisse Lücke in der zionistischen Informationsliteratur auszufüllen, wenn wir den Lesern dieser Zeitschrift von Zeit zu Zeit genaue Berichte über die Tätigkeit des Palästina-Komitees in Odessa vorlegen werden, um sie somit stets auf dem Laufenden zu halten über alles, was diese älteste Kolonisationsgesellschaft in Palästina sowie in den Ländern der Diaspora im vollen Einklänge mit den Grundprinzipien des Baseler Programms unternimmt. Die russisch-jüdische Palästina-Gesellschaft, oder wie ihr etwas langatmiger offizieller Titel heisst: „Gesellschaft zur Förderung und Unterstützung jüdischer Ackerbauer und Handwerker in Syrien und Palästina" ist offiziell im Jahre 1890 gegründet worden, tatsächlich datiert ihre Entstehung und anfängliche Entwickelung von viel früher her, nämlich seitdem eine intensive jüdische Auswanderung aus Russland nach den grausamen Juden-Metzeleien anfangs der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts begonnen hat.
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In unzähligen Broschüren und Zeitungsartikeln wurde die Idee einer Wiedergeburt des viel geplagten jüdischen Volkes in Palästina eifrig propagiert und eine grosse Anzahl von Vereinen in Russland und Rumänien stellte sich in den Dienst der heiligen Sache. … Seine Parole lautete: das spontan begonnene jüdische Kolonisationswerk in Palästina darf nicht seinem Schicksal überlassen werden, es ist Sache des gesamten Volkes, es zu unterstützen und weiter zu führen.