Mannheim
Compact Memory
138,705 pages · page 47Sort: relevance · oldest first · newest first
Pages per year (click a year to narrow down)
6,200
176818892010
  1. 1935-01-01 · Heft 1 (Januar 1935) · p. Seite 17 · Kultursiedlungen für Palästina [Nachricht]

  2. 1935-01-01 · Heft 1 (Januar 1935) · p. Seite 18 · Kultursiedlungen für Palästina [Nachricht]

  3. 1935-01-01 · Heft 1 (Januar 1935) · p. Seite 19 · Kultursiedlungen für Palästina [Nachricht]

    Hundert Siedlungsstätten in dem Ausmaße von je 10.000 Dunam würde man in Palästina noch bestimmt finden, um so leichter, da ein großer Heil auf heute unbenutzten, noch zu meliorierenden Boden käme.

  4. 1935-02-01 · Heft 2 (Februar 1935) · p. Seite 65 · Das Bodenrecht in Palästina

    Das Bodenrecht in Palästina Von Dr. Georg Sandler, Tel-Aviv. Vorb. der Red.: Wir entnehmen diese instruktive Darstellung der »Juristischen Sondernummer« der Mitteilungen der »Hitachduk Olej Germania«, Tel-Aviv (zweite Dezembernummer). In Palästina gilt auch heute noch das islamische Bodenrecht auf Grund des türkischen Bodengesetzes (Ottoman Land Code) vom Jahre 1858.

  5. 1935-02-01 · Heft 2 (Februar 1935) · p. Seite 66 · Das Bodenrecht in Palästina

  6. 1935-02-01 · Heft 2 (Februar 1935) · p. Seite 67 · Das Bodenrecht in Palästina

    Die Auszüge aus diesen Grundbüchern (Kushane) bilden einen rechts wirksamen Besitztitel, der die Vermutung der Richtigkeit für sich hat. Wer heute Grund und Boden in Palästina erwirbt, wird gut daran tun, auch wenn ihm ein Kushan vorgelegt wird, zu prüfen, ob es sich um einen »alten« oder einen neuen Kushan handelt.

  7. 1935-02-01 · Heft 2 (Februar 1935) · p. Seite 68 · Das Bodenrecht in Palästina

  8. 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 394 · Nationale Bodenpolitik in Palästina

    Diese Zeit wird als die P i onierepoche der KKL-Arbeit in Palästina bezeichnet. Ein Programm für die damalige Tätigkeit des KKL existierte nicht und hätte wahrscheinlich auch wenig genützt. Als ein »unantastbares Vermögen des jüdischen Volkes, das nur zum Bodenkauf in Palästina verwendet werden soll« hat Theodor Herzl den KKL, seine schönste Schöpfung, bezeichnet. Die »Unantastbarkeit« wurde zunächst so verstanden, daß der Fonds eine bestimmte Mindestsumme — nach dem Gründungsbeschluß vom V.

  9. 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 395 · Nationale Bodenpolitik in Palästina

    Tausende jemenitischer Juden, deren Hauptstrom in den Jahren 1912 und 1913 eingewandert ist, und die heute in einer Anzahl Kolonien angesiedelt sind, wären niemals in Palästina verwurzelt worden, wenn der KKL nicht Wohnstätten und Wirtschaften für sie errichtet hätte. Die älteren jüdischen Kolonien Palästinas haben durch die zweite Alijäh von 1904 bis 1906, deren Menschen zum größten Teil durch die Lehrfarmen des KKL gegangen sind, nicht nur die notwendige »Verjüngung und Blutau'ffrischung« erhalten, sondern viele von ihnen wurden durch den g enossenschaftlichen Agrarkredit des KKL gestützt. … Diese Pionierarbeit, die man — mit Unrecht — oft als Kleinarbeit bezeichnet hat, mußte in ihrem Wesen und in ihrem Umfang geändert werden, als wir vor der gewaltigen Aufgabe standen, Palästina auf der Grundlage des Mandats zur nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes aufzubauen. Im Sinne der Londoner Beschlüsse fiel dem KKL eine Aufgabe zu, die eine Beschränkung auf das Hauptgebiet, das in den ersten zwei Thesen der Londoner Beschlüsse formuliert ist, notwendig machte: Bodenerwerbung nebst Ameliorierung sowie Aufforstung.

  10. 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 396 · Nationale Bodenpolitik in Palästina

    Im ersten Jahrzehnt seit 1920 waren diese Schwierigkeiten viel geringer, und es lag nur an der mangelnden Einsicht und Bereitschaft der Judenheit, wenn wir heutje nicht eine viel größere Fläche an nationalem Boden in Palästina besitzen. Immerhin war der KKL nach dem Kriege der wichtigste Faktor beim Bodenerwerb, denn mehr als 60% des gesamten jüdischen Bodens, der seither gekauft wurde, ist KKL-Boden. … Die alt-neue Kornkammer, die der KKL mit seinen mehr als 200.000 Dunam in Emek Jesreel wieder erschlossen hat, ist heute eine der stärksten, wirtschaftlichen und nationalen Positionen, die wir in Palästina besitzen. Als Hinterland der künftigen Groß- und Welthafenstadt Haifa, als Brücke zum Jordantal und Transjordanien, ist es eine Schlüsselposition ohnegleichen.

  11. 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 397 · Nationale Bodenpolitik in Palästina

    Die 350.000 Dunam Boden, die der KKL, zum größten Teil seit 1920, erworben hat, sind zwar erst 30% des gesamten jüdischen Bodenbesitzes in Palästina, aber immerhin ist der KKL an die zweite Stelle — nach der Pica — unter den bodenerwerbenden Faktoren gerückt und dürfte in absehbarer Zeit die erste Stelle einnehmen.

  12. 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 398 · Nationale Bodenpolitik in Palästina

  13. 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 399 · Nationale Bodenpolitik in Palästina

    Von den insgesamt bestehenden jüdischen Kolonien und Siedlungspunkten in Palästina, deren Zahl 187 beträgt, wurden also allein auf KKL-Boden 108 errichtet, davon der allergrößte Teil nach dem Kriege.

  14. 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 400 · Nationale Bodenpolitik in Palästina

    Die zentrale Rolle, die dem KKL als Träger unserer Bodenpolitik in Palästina zugedacht war, hat er bisher nur teilweise erfüllen können. Alle Genugtuung über das Vollbrachte soll uns nicht darüber hinwegtäuschen, daß wichtige und entscheidende Beschlüsse der Londoner Jahreskonferenz noch der Verwirklichung harren.

  15. 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 401 · Nationale Bodenpolitik in Palästina

    Mit der steigenden Einwanderung wächst diese Gefahr und es zeigt sich, daß man ihr nur begegnen kann, wenn man die nationalen Gegenkräfte so stark macht, daß alle von persönlicher Profitgier geleiteten Privatinteressen daran scheitern. Niemand wird den anständigen privaten Bodenkauf in Palästina bekämpfen, der, bei aller Wahrung privatwirtschaftlicher Interessen, nicht zum Schaden des Volksganzen ausartet. Das kann aber nicht allein dem guten Willen Einzelner überlassen werden, sondern am besten durch die Ausführung der These 6 der Londoner Beschlüsse geschehen, die eine Verbindung von Privatkapital und nationalem Kapital und wirklich große Bodenerwerbungen durch Private ermöglicht. … Gewaltige Anstrengungen sind noch nötig, um unsere Bodenpolitik in Palästina so zu festigen, daß sie ein unerschütterliches Bollwerk für die nationale Heimstätte des jüdischen Volkes wird. In unserem unbeirrbaren Glauben, daß wir es zustande bringen, werden wir gestärkt, weil wir wissen, daß nur dies der rechte Weg sein kann.

  16. 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 402 · Nationale Bodenpolitik in Palästina

    Ruppin sagt in seinem Buch: »Die landwirtschaftliche Kolonisation der zionistischen Organisation in Palästina«, 1925 (S. 69): »Nur auf Umwegen und unter großen Schwierigkeiten wurden bis Ende des Weltkrieges doch etwa 450.000 Dunam Boden erworben«. … Bezalel Jaffe gibt in seiner Broschüre, die 1920 herausgegeben wurde, Aufzeichnungen der jüdischen Siedlungen in Palästina und nimmt die Bodenfläche mit insgesamt 483.035 alte, das sind 444.070 metrische Dunam an und wenn man dazu die Bodenfläche der Städte

  17. 1935-10-01 · Heft 10 (Oktober 1935) · p. Seite 526 · Hygienische Streifzüge in Palästina

    526 Hygienische Streifzüge in Palästina Von Prof* Dr. W, Roth, Haifa. Als ich in den neunziger Jahren in Breslau mein Studium begann, hörte ich auch bei dem damaligen Hygieniker der dortigen Universität Prof. … Betrachtet man nun vom Standpunkte der Hygiene das heutige Palästina, so muß man zunächst die Leistungen anerkennen, die auf dem Gebiete der Bodenverbesserung, der Drainage und Aufforstung erzielt worden sind und weiter erzielt werden.

  18. 1935-10-01 · Heft 10 (Oktober 1935) · p. Seite 527 · Hygienische Streifzüge in Palästina

    Das englische Gesundheitsamt arbeitet, wie die meisten Behörden in Palästina, mit zu wenig Personal, das für die Ausdehnungen, die die Städte und die Kolonien heute genommen, und für die damit gestiegenen Anforderungen durchaus nicht mehr genügt. … Das unnötige Hupen und Signalgeben in den Straßen hat nachgelassen, das Zuschnellfahren aber kaum, und es finden noch immer verhältnismäßig zu viele Autounfälle und Zusammenstöße in Palästina statt.

  19. 1935-10-01 · Heft 10 (Oktober 1935) · p. Seite 528 · Hygienische Streifzüge in Palästina

    Es fehlt auch die Kontrolle der Frauen- und Kinderarbeit, wie überhaupt von einer Berufs- und Gewerbehygiene noch kaum die Rede ist. Und doch wäre diese gerade in Palästina besonders vonnöten, da die in den Betrieben tätigen Personen vielfach keine gelernten Arbeiter sind, und ebenso oft auch die Leiter und Besitzer der Fabriken über keine genügende praktische Erfahrung und theoretisches Fachwissen verfügen. … Schon die Anlage mancher Betriebe entspricht gar nicht den modernen Anforderungen an Luft, Licht und Raumverteilung; bei rationellerer Anordnung könnte manche Fabrik auch mehr leisten als bei der vielfach ganz unpraktischen Aufstellung der Apparate und Einrichtungen, die oft ohne Hinzuziehung von Fachleuten geschieht. Es gibt natürlich auch in Palästina moderne Musterfabriken, aber bei der Mehrzahl der Arbeitsstätten, den Kleinst- und Kleinbetrieben, bestehen noch oft ungesunde, unrationelle Verhältnisse.

  20. 1936-06-01 · Heft 6 (Juni 1936) · p. Seite 280 · Zum Ärzteproblem in Palästina

    Die Not der jüdischen Ärzte in Europa zu mildern, ist ein dringendes Bedürfnis. Den nach Palästina strömenden jüdischen Ärzten Arbeit und Verdienst im Lande zu verschaffen, ist eine täglich brennender werdende Frage, deren auch nur teilweiser Lösung es lohnt, die größten Anstrengungen zu widmen. … Ein solches Maß von öffentlicher Aufmerksamkeit, eine solche Freiheit im Wahrnehmen persönlicher Berufschancen ist Ärzten wohl selten je gewährt worden wie hier in Palästina und mußte demoralisierende Folgen haben. Nicht nur bei den Ärzten, beim Publikum und in vielen Ämtern, die das Überangebot von tüchtigen Ärzten bald auszunutzen begannen.