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Dementsprechend vergrößerte sich ihr Anteil unter der dörflichen Bevölkerung von 3,1 auf 7,2 o/0. Von je hundert Juden in Palästina wohnten in Dörfern im Jahre 1922 nur 18,1 im Jahre 1931 dagegen 26,5. Das zeigt den Aufschwung der landwirtschaftlichen Kolonisation; in den letzten zehn Jahren.
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Aus allen Ländern des alten Europa, besonders aus dem Osten, haben sidh begeisterte Anhänger des Zionismus in Palästina angesiedelt. Unwirtliche Sumpfgegenden mit Fiebergefahr sind bereits in Plantagen umgesclhaffen. Mit hohen Schutt- und Geröllmassen überdeckte Gebiete der Jesreelebene entwickeln sich unfber den fleißigen Händeta der jüdischen Bauern — Chaluzim, d. h.
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Ländliches Volksleben in Palästina. 167 Von Pfarrer D. Emil Lind, Speyer. Vorbemerkung der Redaktion. Wir entnehmen diesen Artikel mit Erlaubnis der Redaktion der Zeitschrift „Der Orient", Palästinaheft November—Dezember 1931, da wir annehmen, daß unsere Leser diese lebendige und objektive Schilderung eines Nichtjuden interessieren wird.
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Ein Kurortekongreß in Palästina. 263 Von Dr. M. Buchmann, Tiberias. Vom Verfasser dieses Berichtes erschien ein Aufsatz „Aussichten des Kurortetwesens in Palästina" im Jahrgang 1931, Heft 5/6. — Die Red. … Es fehlt vielleicht in den Mutterländern Erez Israels ein Komitee, das sich m*Lt der Förderung des Kurortewesens in Palästina auf Grund systematischer Information durch Interessierung entsprechender Kapitalkreise und allgemeiner Propagierung befaßt.
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Seine Rede ging davon aus, daß die Touristen vielfach den irrigen Eindruck gewonnen hätten, daß die blühende jüdische Wirtschaft in Palästina den KH nicht mehr brauche und fuhr dann fort: Emek und Scharon. Die Leute> welche die Entwicklung der Pflanzungszone sehen, beginnen den Wert des Emek zu bagatellisieren.
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Arbeiterseminar in Palästina. Im Mai wurde in Daganiu «in Seiwünar der palästinensischen Arbeiterpartei eröffnet. 50 Hörer aus den benachbarten Siedlungspunkten und Jugendgruppen aus verschiedenen Teilen d«*o Landes beteiligten sich.
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Auch darf sie nicht unbeachtet gelassen werden, denn sie stellt die klassische Abwehr der Bankleute zu allen Ländern und zu jeder Zeit dar, gegen jede Beschuldigung des Konservativismus, des Mangels an Ideen und an Kühnheit. Ihre Haltung in Palästina ist die von solchen Banken, die mit einer stabilen Lage zu tun haben. Wenn einmal ein Geschäft gegründet ist, und sich als gesund erwies, geben sie ihm Kredit Aber sie sinjd nicht bereit^ irgend etwas zu tun, um bei der Entwicklung von zukunftsreichen Industrien zu helfen. … Bankfachleute könnten sehr wohl die Wege begreifen und selbst dazu helfen, um Palästina in ein Hollanid de|s Nahen Ostens zu machen. Während das Land in dem ersten Stadium seiner Entwicklung ist, sollten sie eher den unternehmungslustigen Geist der Kolonialbankiers aibnehmen, als den übervorsichtigen der Banken in einem Lanld, das so alt und so reich wie England ist.
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Mit anderen Worten: eine gesunde Bankpolitik wäre ein wesentliches Erfordernis. Erfreut sich Palästina eines gesunden Bank- und Währungssystems und ist die Politik, die es lenkt, -eine gesunde? Die Zeit scheint gekommen), um durch einen unabhängigen Fachmann eine genaue Untersuchung des palästinensischen Bankwesens vornehmen zu lassen). … Soll der Geldverleiher und seine Tätigkeit abgeschafft werden oder kann er bestehen bleiben? (Diese Frage bezieht sich auf den in Palästina sehr veri-
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Auch den anderen Mitgliedern des British Empire könnte England seine Mandatsverpflichtungen entgegenhalten und verlangen, daß Palästina nicht durch die neuen Zollvereinbarungen im Verhältnis zu anderen Ländern benachteiligt wird, und daß es daher nicht schlechter gestellt werden dürfte, als die Mitglieder des British Empire. … Andere fremde Staaten könnten sich auf Grund der Meistbegünstigungsklausel, die in zahlreichen Handelsverträgen Englands enthalten ist, auf die Konzession an Palästina berufen, und mit der Begründung, daß Palästina ebenfalls ein außerhalb des British Empire stehendes Land sei, dieselbe Vorzugsbehandlung verlangen.
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Es ist anerkanntes Recht, daß die Meistbegünstigungsklausel sich nicht auf die auf Grund einer Zollunion gewährten Vorteile erstreckt.4) Diese Tatsache scheint dem Plan der Bildung einer Zollunion zwischen Palästina und England zugrunäe zu liegen, der nach Pressemeldungen in Palästina propagiert wird. Diesem Plan wird aber ein anderes Hindernis im Wege stehen. Das Palästina-Mandat enthält, wie alle anderen Mandate, außer den C-Mandaten, den Grundsatz der wirtschaftlichen Gleichberechtigung aller Völkerbundstaaten.
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Die Begründung, die der Vertreter Frankreichs für diese Einrichtung gab, ist auch für Palästina nicht ohne Interesse: es sollte die Möglichkeit des Exportes der Produkte von Pflanzungen der Eingeborenen ermutigt werden. … Diese Konzession wurde allerdings einem B-Mandatsgebiet gewährt, also einem Gebiet, bei dem die rechtliche Selbständigkeit in geringerem Maße hervortritt, als bei dem A-Mandatsgebiet Palästina.
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Vielleicht ist dieser Fall der Aufmerksamkeit der Staaten entgangen, die sich auf die Meistbegünstigungsklausel berufen konnten; vielleicht hatten diese Staaten an der Geltendmachung ihres Meistbegünstigungsanspruches solange kein Interesse, als es sich nur um die britisch-afrikanischen Mandatsgebiete handelte. Die Bewilligung von Preference-Vorteilen an Palästina könnte manche Staaten zu einem anderen Vorgehen veranlassen. Aber bei gutem Willen der Beteiligten könnte ohne Schwierigkeit ein Ausweg gefunden werden. Der Völkerbund könnte an alle Völkerbundstaaten die Aufforderung richten, keine Ansprüche aus den Meistbegünstigungsklauseln ihrer Handelsverträge aus der Tatsache herzuleiten, daß der durch den Handelsvertrag verpflichtete Staat — im Falle Palästina also England — einem Mandatsgebiete Vorteile gewährt. Ein Verfahren dieser Art hat der Völkerbund bereits einmal zu einem ähnlichen Zwecke angewendet.