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. — Baron Edmond Rothschild hat der Jewish Agency für das Palästina- Budget 30.000 Pfund Sterling zur Verfügung gestellt. -— In Warschau starb der agudislische Sejm-Abgeordnete Elias Kirschbraun- Präsident der Repräsentantenversainmlung der Warschauer jüdischen Gemeinde. —■ Das Gesetz über die Abschaffung der aus der Zarenzeit stammenden Beschränkungen gegen die jüdische Bevölkerung in Polen wurde nunmehr auch vom Senate angenommen. —■- In Lemberg starb Dr.
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Diese Industrieklasse ist nicht sehr verbreitet, aber in den östlichen Ländern hat sie einen bestimmten Wert und wie wir in Palästina sehen, ist diese Form \sehr wichtig als Folge der speziellen Bedingungen in diesem Lande, wo erst in den letzten zehn Jahren die wirtschaftliche Entwicklung begann und die überwiegende Mehrzahl der industriellen Betriebe in der Hauptsache Handwerkszweige darstellen. … Fach Zahl der Beschäftigte per Betrieb Betriebe Scliuhmacher Tischler Schneider Schmiede und Schlosser Röhren- und Eisenblech Näherinnen Friseure Bäcker Färber und Kleiderputzer Uhrmacher Drucker Goldschmiede Buchbinder Pflasterer Hutmacher Photographen 332 826 2.5 236 818 3.1 259 779 3.0 164 460 2.8 119 239 2.0 99 200 2.0 87 170 2.0 85 434 5.1 57 135 2.4 56 72 1.3 55 512 9.3 50 92 1.8 49 99 2.0 41 84 2.0 37 130 3.5 32 53 1.7 B. Die jüdische Industrie in Palästina. Jüdische Fabriken, natürlich mehr oder weniger dem üblichen Begriff von solchen entsprechend, wurden in Palästina 153 mit 3961 Beschäftigten gezählt,
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294 Produktion im JaHre 1929 1,031.000 Pfund, das sind 46 Prozent der gesamten Erzeugung der jüdischen Industrie und des jüdischen Handwerks in Palästina 1929. Die Zahl der Beschäftigten war bei jedem Betrieb mehr als 10, im Durchschnitt 25.9 per Betrieb, also waren die jüdischen Fabriken in Palästina vergleichsweise genügend groß.
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Aber auch andere Industrien haben gute Aussichten, zum Beispiel die Druckerei, welche zwar schon jetzt einen besonderen Platz unter der jüdischen Industrie in Palästina einnimmt, und zwar, weil — insbesondere wegen der Beziehungen des Landes zur Diaspora — in Erez Israel gedruckte hebräische Bücher einen Markt in der ganzen jüdischen Welt haben. … Auch Industrien, die mit auswärtigen Rohstoffen arbeiten, haben eine Zukunft, wie ja die Industrieländer zeigen, die über keine Rohstoffe verfügen. So ist zum Beispiel auch in Palästina die Fabrik für künstliche Zähne groß geworden, die folgende Ausfuhrwerte aufweist: 1927:: 1139; 1928: 4372; 1929: 9261; 1930: 10.325 Pfund.
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partes zusammen. Das Hinterland von Palästina, Aegypten, Syrien, Irak uswhat Bedarf an Textilwaren und infolge der geographischen Nähe von Palästina hat die Industrie Aussichten, diesen Markt in den von ihm verlangten Webwaren zu befriedigen und sich bedeutend auszudehnen. … Simpson sagte das, obzwar er die geschilderten, Erfolge der Textilindustrie in Palästina kannte. Kein Zweifel, daß bei Nachlassen des politischen Druckes auch die Investitionen des Kapitals und die Pionierarbeit des kleinen Industriellen zunehmen werden.
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einige Industrien in Palästina sind, aber er glaubt, daß lange Jahre vergehen werden, bis Palästina ebenso Industriewie Agrarland sein wird. Im Wesen kann man dem beistimmen, aber wichtiger, als sich darüber Gedanken zu machen, ist, auf die vorhandenen Industrialisierungsmöglichkeiten hinzuweisen. Palästina hat im Falle einer dichtem jüdischen Ansiedlung große Aussichten zur Entwicklung einer landwirtschaftlichen Industrie.
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Artikel Produktion Backindustrie ........ 61.000 Maschinen und Metallindustrie . . . 57.000 Druckerei ......... 52.000 Strümpfe ......... 49.000 Tischlerei......... 37.000 Zündhölzer ........ 34.000 Mazzoth.......... 31.000 Schuhe.......... 31.000 Salz........... 28.000 Schokolade und Zuckerwaren .... 25.000 Kleider und Wirkwaren..... 24.000 Baumaterialien........ 23.000 Karton.......... 20.000 Konservierte Früchte...... 20.000 Kies........... 15.000 Metallmöbel......... 15.000 Molkereiindustrie ....... 14.000 Zigaretten und Tabak ..... 13.000 Künstliche Zähne....... 11.000 Stein- und Marmorarbeiten .... 11.000 Wäsche.......... 10.000 Lederwaren (außer Schuhe) .... 10.000 Webwaren......... 9.000 Biskuit.......... 9.000 Papierwaren ........ 9.000 WSW. Wir sehen daraus, daß es der jüdischen Indiistrie in Palästina gelang, den Umkreis ihrer Tätigkeit zu erweitern und in vielen Branchen den Bedarf zu befriedigen. Die Tabelle gibt einen Einblick in die Mannigfaltigkeit der Artikel. … Wenn wir selbst die kleinen Handwerksbetriebe aus der ersten Kategorie ausnehmen, so können wir feststellen, daß die jüdische Industrie in Palästina der letzten zwei Kategorien 619 Betriebe mit 7257 Arbeitern umfaßt, im Durchschnitt also 11.7. Simpson machte einen großen Fehler, als er die städtische Industrie als sehr klein bezeichnete (bezüglich jener in den Kolqnien bezweifelt er die Möglichkeit, «sie als Betriebe und nicht viel mehr als Hausindustrien zu bezeichnen).
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Dieser Export, der zum größten Teil nach 'Aegypten, zum kleinen nach Syrien geht, ferner etwas nach Arabien, Irak usw., schwankt von Jahr zu Jahr aus Gründen, die in der Kaufkraft ider ägyptischen Fellachen liegen und nicht abhängen von der Erzeugung in Palästina. Simpson kennt diese Schwankungen, er sagt, daß bloß in zwei von den drei Jahren, die er aufzählt, der Export der Seife mehr als die Hälfte des gesamten Fabrikatexports war.
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Die Produktion von Pottasche soll im Laufe von 10 Jahren sukzessive auf 50.000 Tonnen gesteigert werden. Auf Grund der Alusbeute des Toten Meeres wird in Palästina eine große chemische Fabrik entstehen. Eine der größten Fabriken im Lande ist die Zementfabrik „Nescher" bei Haifa mit 330 Lohnarbeitern.
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An Stelle einer fast ausschließlichen Naturalwirtschaft wurde eine Marktwirtschaft geschaffen, in der die Industrie stark entwickelt ist. A. Das jüdische Handwerk in Palästina. Im März 1930 wurden durch die Jewish Agency alle jüdischen Betriebe gezählt, einschließlich der handwerklichen. Es wurden 1851 Handwerksbetriebe verzeichnet, welche ihre Erzeugnisse direkt an den Verbraucher verkaufen.
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Nur der hartnäckigen Arbeit der Fabrikanten selbst ist es zu danken, daß die i jüdische Industrie in Palästina festen Fuß fassen konnte. C. Die arabische Industrie in Palästina. Die arabische Industrie in Palästina ist zum Teil klein, zum Teil Heimindustrie, die unter sehr primitiven Bedingungen arbeitet.
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Diese Probleme können nur nach sorgfältiger Prüfung der landwirtschaftlichen Lage in der Gruppe der Länder, zu der Palästina gehört, d. h. dem Block des Nahen Ostens an den Ufern des Mittelraeeres analysiert werden. Allenfalls weisen Syrien, Aegypten und Palästina, was die Lebensbedingungen und wirtschaftliche Lage der Fellachenklasse anbetrifft, größte Aehnlichkeit auf. Syrien und Palästina bilden geographisch und wirtschaftlich eine Einheit mit gewissen Modifikationen in Palästina, die durch die jüdische Kolonisation verursacht werden.
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Die Lage, die dadurch verursacht wurde und Simpson überraschte, ist die Folge der permanenten Wirkung sozial-wirtschaftlicher Faktoren während eines längeren Zeitraumes. Der Vergleich der Lage in Palästina mit der in den Nachbarländer.! beweist, daß die Methode der Dividierung der anbaufähigen Fläche durch die Zahl der Familien auf dem Lande für die Untersuchung des Agrarproblems unzureichend ist.
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