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— 277 — mit ihm in inniger Verbindung zu bleiben, sein Wachstum zu verfolgen, damit Hoffnung und Kraft zunehmen/ Jeder soll sein Stück Erde in seinem Lande haben. Bis jetzt war dem Juden Palästina-Erde heilig, um auf ihr nach dem Tode zu ruhen; jetzt soll sie uns teuer werden, damit wir bald auf ihr leben — wenn jemand sich selbst schon ausschließt —■ so doch seine Nachkommen auf ihr arbeiten können. … Durch Entrichtung von 80 Mark wird man Eigentümer einer mit Fruchtbäumen bepflanzten Landparzelle von 1 Dunam in Palästina und ordentliches Mitglied des Pflanzungsvereins mit aktivem und passivem Wahlrecht. Es ist jedoch auch Sorge dafür getragen, daß der Beitritt auch solchen ermöglicht wird, die die genannte Summe nicht mit einem Mal entrichten können.
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Es ist klar, daß jeder durch seinen Beitritt mit einen Ziegelstein herbeibringt zu unserem großen Bau. Die Förderung der Gartenkultur, für die sich Palästina sehr eignet, durch den Verein, wird die Fruchtbarkeit und Aufnahmefähigkeit Palästinas bedeutend steigern. Die Wichtigkeit des Pflanzungsvereins „Palästina" liegt noch anderswo. … Sollte man nun dem entgegentreten, wenn diese Idee in Palästina verwirklicht werden kann, und zwar obwohl sie nirgends sonst gleich günstige Aussichten auf Verwirklichung hat? Man sucht so gierig jedes Plätzchen auf, wo jüdischen Flüchtlingen Ruhe verschafft werden kann.
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Name, Zweck, Sitz und Geschäftsjahr des Vereins. § 1. Der Verein heisst Pflanzungsverein „Palästina**. Vom Tage der Eintragung ins Vereinsregister führt der Verein den Zusatz: „Eingetragener Verein". § 2. Der Verein hat den Zweck, Gartenkultur und Landwirtschaft unter der jüdischen Bevölkerung Palästinas zu fordern.
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So lässt sich hoffen, dass es ein glücklicher Zeitpunkt ist, an dem ganz Israel in allen Ländern, alle Juden aller religiösen und politischen Parteien von neuem aufgefordert werden, sich auf dem alt-neutralen Boden zu dem alten "Werke der Palästina-Kolonisation zu einigen, das mit neuen Mitteln und in grösstem Umfange der Pflanzungsverein „Palästina" unternimmt. Der welterobernde Gedanke der Genossenschaft ist es, der hier einem uralten Problem die Lösung finden soll. Palästina soll wieder das Land der Juden werden; jeder Jude soll sein Stückchen des heiligen Landes besitzen, wie es der fromme Glaube der Jahrtausende der Verbannung geblieben ist.
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Nicht Almosen, sondern Arbeitsgelegenheit: damit hofft der Pflanzungsverein „Palästina" der Judennot zu steuern. Dr. Franz Oppenheimer. PALAESTINA UND NACHBARGEBIETE. Tätigkeit der Jewish Colonization Association in Palästina und den Nachbarländern. Nach dem letzten Jahresbericht der Jewish Colonization Association (Paris 1906) standen unter Verwaltung der Gesellschaft in Palästina die Kolonien Wad el Chanin, Katra, Rechowoth, Chederah und Mischmar-Hajarden, sowie die ehemals Rothschildschen Kolonien (an 13).
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An~ der Schwelle ihrer Stiefheimat liegt die wahre Heimat ihres Herzens, das Land der Väter, Palästina. Hierhin zieht sie die heilige Sehnsucht der Jahrtausende; hier finden sie Stammes-, Sprach- und Glaubensgenossen, geschulte Kadres, bereit und fähig, die neuen Rekruten schaffender Arbeit aufzunehmen und zum Siege zu führen; hierher kommen sie als Träger einer höheren Kultur, trotz aller Widerstände doch als willkommene Gäste, während sie im westeuropäischen Kulturkreise als die verachteten Vertreter einer rückständigen Kultur, einer für immer toten Vergangenheit der Wirtschaftsarbeit erscheinen müssen.
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(fc -^ Staatliche Agrarbanken gibt es neuerdings an vielen landwirtschaftlichen Zentren der Türkei, in Palästina zunächst nur in Hebron. Dieses Institut gewährt mohammedanischen Grundbesitzern Darlehen gegen Verpfandung der Besitzurkunden (Kotschan). … Einen jüdischen Agrarkredit zur Hebung der landwirtschaftlichen Kolonisation zu schaffen wäre ein grosses Verdienst..... Dr. Tschlenoff ibidem. ' =S Dr. Emil Lery-Berlin. Palästina-Aphorismen. 6. Im Lande der Väter fühlte ich mich nicht als Zionist, denn meine Seele war ausgefüllt. Eigenartig vertraut blickten mich Berge und Fluren an, und es war mir zumute, als wäre mein Geist schon vor Jahrtausenden im Lande gewesen. 7.
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Wer den Psalmisten so recht verstehen will, der höre in Palästina die. hebräisch stammelnden Kleinen. Was keine Gelehrsamkeit der zehnmal WTeisen erkünstelt, das bewirkt hier die allmächtig waltende Natur; was die christliche Sage von den drei Königen erzählt, wird zur jüdischen Wahrheit: Gläubig kniet er vor dem unmündigen Kinde, der skeptische Zweifler, und zum Schweigen gebracht werden Feind und Widersacher. — 11.
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Dr. Emil Levy-Berlin. Palästina-Aphorismen. l. Wollen wir der jüdischen Nation den Platz anweisen, auf dem sie ihre völkerverbindenden Neigungen und Fähigkeiten am fruchtbringendsten für die Menschheit entfalten kann, so gibt es keinen idealeren Punkt auf unserm Planeten, als jener Ort, wo drei Weltteile zusammenstossen. „Wäre Palästina nicht, so müsste man es erfinden". 2. Was wir wollen, im Bilde sei es ausgedrückt. Aus dem Abäje, dem Mantel der Palästinenser, ist unser Talith entstanden.
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Am Ende wäre es doch nicht die Aufgabe der Alliance, in Palästina Halb- und Viertelfranzosen, sondern gebildete und ihres Volkstums bewußte Juden heranzuziehen? Wenn es der fürsorglichen Pariser Diplomatie gelingt, ihre meisten Schulen vor unerwünschttr Besichtigung hermetisch abzuschließen, so gibt es doch noch Schulen, bei denen dieses System nicht gut.durchführbar ist. … Nur das möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß dieser Skandal der Sache der gesamten jüdischen.Kolonisation in Palästina außerordentlich schadet. Man kann nicht erwarten, daß der .fernstehende Beobachter die verschiedenen . jüdischen Unternehmungen auseinanderhalten soll und diese Zustände in.
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Das Strahlenkreuz, auf dem der Mittelschild ruht, ist von einer Kette umgeben, auf der die rätselhaften Buchstaben stehen: "J S R R R S (Mitteilungen und Nachrichten des Deutschen Palästina-Verreines.) V Künstliche Brunnen. In Queensland gibt es gegenwärtig 532 artesische Brunnen mit einer Durchschnittsbohrung von 1197 Fuß Tiefe, zu einem Kostenpreis von 25 Shilling pro Fuß. … Ein im Bahnhof von Perth gebohrter; Brunnen von 700 Fuß Tiefe ergab reichlich hervorquellendes, ausgezeichnetes Wasser. („Himmel und Erde", 1911.);;v; Dlxngungsyersuche in Palästina. Von Fr. Keller, Leiter der ^Ackerbauschule Wilhelma bei: Jaffa. Gleich eingangs möchte ich erwähnen, daß das zu Düngungsversuchen benutzte Land aus einem mittelschweren Lehmboden besteht, der seit urdenklichen Zeiten nach dem System der Eingeborenen ausgesogen 275
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DATEN UND MATERIALIEN Palästina-Rundschau i. Kriegsfolgen und Pflanzungskolonien Über die wirtschaftlichen Wirkungen der Kriegslage auf die jüdische Siedlung in Palästina wurde bereits mehrfach berichtet, so daß von einer eingehenden Übersicht abgesehen werden kann. Der Krieg hat vielleicht kein Land so völlig isoliert, von den Quellen seiner Einfuhr und den Märkten seiner Ausfuhr restlos abgeschnitten, wie es Palästina beschieden war. Landwirtschaftliche Betriebe, die wohlhabenden Leuten im Auslande gehören, gerieten in Stockung, weil die Landeigentümer nach dem „feindlichen" Palästina keine Geldbeträge, oder nur sehr unregelmäßig, überweisen konnten.
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Die Zahl der Ausgewanderten betrug etwa 1000, davon die größere Hälfte landwirtschaftliche Arbeiter. Den Abzug dieser empfand man in Palästina am schmerzlichsten; aus der Kolonie Petach-Tikwah allein wanderten ca. 250 Landarbeiter aus. Es ist übrigens typisch, daß die sogenannten privatwirtschaftlichen Kolonien es am wenigsten vermochten, ihren Lohnarbeitern gesicherte Arbeitsgelegenheit zu verschaffen.
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Uber den Umfang dieser Arbeit, für die hauptsächlich das Poale-Zion-Palästina-Komitee in New York die Mittel bereitstellte, geben die uns vorliegenden Bilanz und Rechnungsabschluß für die Zeit vom 1. … Beide Komitees erhielten die erforderlichen Mittel vornehmlich vom amerikanischen Hilfsfonds. In Haifa ermöglichte die Immobiliengesellschaft „Palästina** die Durchführung von größeren Arbeiten. Die Akkordgruppen wurden von dem Beth-Hapoalim bezw. dem Arbeitsbureau organisiert.
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Es besteht leider keine lückenlose Statistik der jüdischen städtischen und ländlichen Siedlungen in Palästina. Bei der Stadtbevölkerung ist man gänzlich auf Schätzungen angewiesen, bei den Kolonien bieten die Berichte der ICA (Jewish Colonisation Association) verläßliche Angaben, sowie gelegentliche Zählungen des Palästinaamtes und der Arbeiterorganisationen.
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Mai d. I. „Pro Palästina" veröffentlicht. Seine Ausführungen sind als programmansch und.wie wir anzunehmen Grund haben, für die Leitung des Komitees als verbindlich anzusehen, weshalb wir einen kurzen Auszug veröffentlichen. „Wenn das Ziel der Ansiedlung von Juden in ihrem alten Stammland Palästina sich zu einem Teil mit dem der zionistischen Bewegung deät, wenn naturgemäß auch zahlreiche ausgesprochene Zionisten "dem neugegründeten Verein beigetreteu sind oder beitreten werden, so haben doch die Gründer des Vereins, die sich zudem ganz überwiegend aus
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Bisher richtete sie sich vorzugsweise nach Nordamerika. Wenn mau einen Teil dieses Auswandererstroms nach Palästina lenken könnte, so würde das nach den verschiedensten Richtungen sehr erwünscht sein.— Nach der Eroberung Jerusalems durch die Engländer haben diese mit der ihnen eigentümlichen Geschicklichkeit der Welt das Zukunftsbild eines unabhängigen jüdischen Nationalstaates Palästina in Aussicht gestellt. In Wirklichkeit liegt ihnen nur daran, den Indischen Ozean zu einem geschlossenen englischen See zu machen, die Brücke von Aegypten über Palästina, Mesopotamien, Persien und Afghanistan nach Indien zu schlagen. Palästina würde als sogenannter jüdischer Staat nur eine englische Kolonie sein.
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Das kann von uns selbstverständlich nur im vollen Einverständnis mit den türkischen Behörden geschehen, ebenso wie das mit den früheren jüdischen Vnstsdlungen in Palästina der Fall war. Dis große Masse der Juden wird nach wie vor in den Gebieten ölsibeu, wo ihre Wiege gestanden hat. Die Forderung der Kultur ist, sie überall Zu gleichberechtigten Staatsbürgern zu machen, dafür Sorge zu tragen, daß sie auch gssellschaftlich nicht hinter den Leuten anderer Abstammung ZurückstehenR Dis hier vertretenen Anschauungen, die Geh. … Gothein in jener Berliner Versammlung gemacht hat, stehen auch wir den Bestrebungen des Komitees „Pro Palästina" wohlwollend gegenüber. Wie der Centralverein mit den Zionisten überall, wo gemeinsame Ziels zu. erreichen Zufammenzuarbeiten bereit ist, ungeachtet der grundsätzlichen rchiedenheiten ihrer Programms, ist in dem Aufsatz: „Glaube und Heimat"' (Im deutschen Reich 1917, S. 888) des näheren ausgeführt.