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Um so mehr muß man sich wundern, daß die Blattpflanzen, die extra zu diesem Zwecke gezüchtet worden sind, noch keinen Eingang in Palästina gefunden haben. Abgesehen vom Kopfsalat, der in der kühleren Zeit dort ausgezeichnet gedeiht, gibt es andere, die größte Hitze gut vertragende Pflanzen, welche durch ihren pikanten, angenehm bitterlichen, erfrischenden Geschmack (geradezu ideale Salatpflanzen für die heißen Länder darstellen. … Ebenfalls sehr erstaunt muß man darüber sein, daß weder Bleichnoch Knoillensellerae in Palästina kultiviert werden. Die Vorzüge dieser sehr wärmebedürftigen Pflanzen sind wohl allgemein bekannt. Der Knollensellerie ist nicht nur eine Suppenwürze, sondern wird auch als besonderes Gemüse gekocht und ist, als Salat zubereitet, wegen seines pikanten Geschmackes sehr geschätzt.
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175 Spinatgemüse ein. Der Anbau des gewöhnlichen Gartenspinats kommt für Palästina nur während der kühleren Monate in Frage. Für die heiße Zeit empfiehlt sich durch seinen noch feineren Geschmack der Neuseeländer Spinat (tetragonia exponsa). … Es ließen sich noch sehr viele weniger wichtige Gemüse anführen, die es durchaus verdienen, in Palästina kultiviert zu werden, doch würde das hier zu weit führen. Zweck dieser Zeilen soll es lediglich sein, auf die Wichtigkeit dieser Fragen aufmerksam zu machen und einige Anregung .zu ihrer Lösung zu geben.
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Gliederung der Einwanderung. Von 22.065 -.jüdischen Einwanderern, diie 5686 nach Palästina gekommen sind, waren 13.793 (über 60 Prozent) Chaluizim und nur 2173 Personen der iKapitalistenkilasse. Landwirtschaft und Kolonisation. Tätigkeitsbericht der Kolonisationsabteilung der Zionistischen Exekutive in Palästina für die Zeit vom Oktober 1926 bis März 1927. Nachstehendes ist nur ein Auszug aus dem Bericht, den wir wegen Raummangels nicht vollständig abdrucken können. — Die Red.
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Tatsächlich ist es den Frauen immer noch schwerer als ihren männlichen Kollegen, sich in Palästina einzuarbeiten, sich durchzusetzen,
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Andererseits aber darf gesagt werden, daß vielleicht in keinem anderen Lande der Erde so sehr für die arbeitende M-utter und ihr Kind gesorgt wird, wie gerade in Palästina: gemeinsames Säuglingsbezw. Kinderhaus m den landwirtschaftlichen Siedlungen, Tageskrippen, Säuglingsstationen und Beratungsstellen für schwangere Frauen und Mütter in den Städten und den alten Kolonien sind nahezu eine Selbstverständlichkeit, wenn auch nicht gesagt werden soll, daß diese Institutionen, die von den drei großen, im Lande arbeitenden Frauenorganisationen (Hadassah, Wizo und Histadruth Naschim Ibrioth — H.
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420 pflege eröffnet) vor allem den ganzen medizinischen Aufbau des jüdischen Palästina auf sich genommen und dadurch einen Großteil ihrer Käfte auf diesem einzigartig wichtigen Gebiete festgelegt hat, erkannte es die Wizo von Anfang an als ihre spezielle Aufgabe, der'Einwanderin in ihrem schweren Kampfe um Ausbildung, Eingliederung und Existenz zu helfen und eröffnet deshalb bereits 2 Jahre nach ihrer Gründung durch zionistische Frauen Englands, also 1922, ihre große hauswirtschaftliche Schule, zugleich Wohnhaus- und Ausbiidungsstätte für Mädchen, verbunden mit intensiver Gartenarbeit (Leitung Agronom Soskin) und Hühnerzucht, Das Hostel in Tel-Äwiw. das ausgezeichnete Hostel in Tel-Awiw, wo die Mädchen unter Leitung vorbildlicher Lehrkräfte (der Frauen Epstein, Uzieli, Feiner u. a.) in Haus und Küche gründlich zu wirtschaften lernen und je 17 abwechselnd in der großen Arbeiterküche Nachlath- Benjamina (in Tel-Awiw) die ganze Arbeit des Kochens und Bedienens, Reinigung etc. verrichten. 1923 begann die Wizo mit der Errichtung der mehrfach erwähnten großen Lehrfarm Nahalal auf 500 Dunam Boden des K.
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Der heimische Konsum wird auf 20% der Ernte geschätzt. Jedoch werden in Palästina nur 20 Piaster per Kiste bezahlt. Die Ausdehnung der Gärten. Die Pflanzungen tragen bekanntlich in sechs Jahren, das heißt fünf Jahre nach dem Pfropfen, das im zweiten Jahr erfolgt. … Die neuangelegten Gärten haben nur mehr 45 Bäume per Dunam, allerdings haben die Pflanzungen in Südafrika nur 26, Spanien 24—30, Kalifornien 20. Die für Citrusbau in Betracht kommenden Flächen in Palästina haben zirka 330.000 Dunam, das ist zwei Drittel der in Spanien und die Hälfte der in Kalifornien angebauten Flächen.
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Bl. — Die Red.) Die Fischerei und andere maritime Erwerbszweige in Palästina. Von A. Bojewski, Wir entnehmen diesen Artikel der Kongreßnummer von „Palestine and New East" in etwas gekürzter Form. … Noch in alten Zeiten verstand es die Stadt Zor, die Seehandel trieb, großen Nutzen aus diesem zu ziehen. »Und sie sammelte Gold wie Staub« (Zacharias 9, 3). Auch Palästina konnte seine geographische Lage für seine ökonomische Entwicklung ausnützen.
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Siehe unsere Mitteilung in Nr. 10/11 1927, S. 549. — Die Red.) Nach den vorliegenden Ziffern ist Palästina im Ertraig per Flächeneinheit an der Spitze vor allen anderen Ländern. Die Kosten, Diese schwanken natürlich nach den verschiedenen Umständen und Produktionsfaktoren, Nachstehend seien diese besprochen, Wasser.
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Dort stieg der Konsum von Orangen 1904 bis 1924 von 14.7 auf 18.1 Pfund per Kopf; letzteres entspricht 70 Orangen, wovon Palästina 7 lieferte. Der Konsum wächst und da die Produktion in Spanien, dem einzigen Konkurrenten während der Winterzeit, nicht ausgedehnt wird, so ist keine Gefahr vorhanden, daß durch die neu gepflanzten Gärten, die ja erst in langen Jahren in volle Kultur kommen werden, die Produktion zu sehr gesteigert werden sollte. … Für die Grapefrucht kommen als Absatzgebiet auch Aegypten und Kontinentaleuropa in Betracht, die mehr verbrauchen können, als Palästina gegenwärtig produziert. Die Regierungsabgaben Werko und Oscher können wie folgt kalkuliert werden: Werko zirka 1U Piaster per Kiste, der Oscher bei einem Durchschnittsertrag von 100 Kisten per Dunam mit zwei Piaster per Kiste.
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Es ist der erste Versuch einer zusammenfassenden wissenschaftlichen Geographie des heutigen Palästina, der volles Lob verdient.- Der topographische Teil (vgl. auch Abschn. I: Namen, Grenzen, Ausdehnung, Lage des Landes) scheint mir ein wenig schwach geraten zu sein«.
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(Siehe auch unseren Hinweis auf diese Ziffern und ihren Vergleich in Nr. 5/7 1928, S. 308. — Die Red.) Trotzdem Palästina ein Land extensiver Landwirtschaft ist und ein beträchtlicher Teil seiner Einwohnerschaft, nämlich die nomadisierenden Beduinen, ausschließlich Tierzüchter sind, ist der Bestand an Rindvieh relativ gering. … Und daß auch bei einer Betrachtung von diesem Standpunkt aus Palästina nicht besser wegkommt, wird sich bei der Besprechung der heimischen Zucht noch ergeben. (Hingegen wird aus ihfr hervorgehen, daß die niedrige Zahl des Viehstandes in den jüdischen Betrieben gegenüber dem allgemeinen Landesdurchschnitt durch bessere Qualität der Zucht einigermaßen wettgemacht wird.)
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Unstreitbar jedoch geht aus den Zahlen die eine Tatsache hervor, daß Palästina selbst für die wichtigsten Nahrungsmittel auf die Einfuhr angewiesen ist, während von Export überhaupt nicht die Rede sein kann. … Die Lebendvieheinfuhr in diesem Jahr stieg sogar von 2040 Stück, Wert 29.578 Pfund, auf 4997, im Wert von 81.116. Pfund. Im Verhältnis zu anderen Ländern spielt in Palästina in der Viehzucht jene von Rindern eigentlich nur die zweite Rolle. Sie tritt an Bedeutung hinter der Schafzucht zurück.
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Der Referent des Empire Marketing Board, Dr, A, B, Orr, berichtet über seine Untersuchungen in Palästina im Jahre 1927: »Das Klima von Palästina ist ausgezeichnet für Tiere; es läßt sich nicht feststellen, daß eine mineralische Substanz oder etwas anderes in der natürlichen Weide fehle. … Heft 10/11 1927, S. 520.) Die Probleme der Rinderzucht in Palästina lassen sich am besten betrachten, wenn man eine Darstellung der im Lande vertretenen Rassen und der verschiedenen Nutzungsarten gibt.
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Denn nur solche gewähren eine entsprechende Pflege der Tiere zum Schutz gegen die Insekten, die Viehblutkrankheiten übertragen, vornehmlich Anapiasmose und Piroplasmose, die ähnlich der Malaria des Menschen durch den Stich gewisser Insekten übertragen werden. Der Preis einer holländischen Kuh in Palästina ist ganz enorm. Sie stellt sich auf etwa 80 bis 90 Pfund, Der wichtigste Schritt in der palästinensischen Viehzucht scheint das Streben nach Schaffung eines Schlages zu sein, der den besonderen Bedingungen des Landes angepaßt ist, was man durch Kreuzung von einheimischen mit europäischen Rassen zu erreichen sucht.
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Die Fleischverwertung der heimischen Zucht erfolgt durchwegs auf dem Wege des privaten Handels und durch das Fleischerei-Kleingewerbe. Die Preise für Fleisch liegen in Palästina im allgemeinen nicht wesentlich höher als in anderen Ländern. Der Hauptgrund für die geringe Bedeutimg der Fleischproduktion durch die Rinderzucht ist die Knappheit an billigen Futtermitteln. … Zwar nur ein Nebenprodukt, aber in vielen Ländern ein entscheidender Faktor der Viehhaltung ist die D ü n g e r p r o d u k t i o n. Auf die Knappheit von organischem Dünger in Palästina ist schon oft hinge-
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Es würde zu weit führen, wollte man die Zusammenhänge eingehender erörtern, die in vielen Gegenden die Großviehhaltung gerade wegen der Düngererzeugung in den Mittelpunkt landwirtschaftlicher Betriebsführung bringen.1) Wohl in wenigen Agrarländern kommt eine so niedrige Stückzahl von Großvieh auf die Bodeneinheit wie in Palästina und überall anders auch meist noch von Vieh mit durchschnittlich größerem Körpergewicht, also größerer Düngerproduktion. … Nach Abschluß dieses Artikels, erschien die in ..Nr» 11/12 1928, S. 552, angezeigte wissenschaftliche Arbeit über die Milchindustrie in Palästina vpn Direktor Elazari-Volcani, wo all diese Fragen ausführlich behandelt werden. . Wir kommen atff diese wichtige Arbeit noch zurück.
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Damit ist auch der Durchschnittsertrag von 3000 Liter pro Jahr erreicht, der wie noch zu besprechen sein wird, unter den gegenwärtigen Bedingungen, die Rentabilität eines modernen Milchviehstalles in Palästina gewährleistet. Die jüdischen Betriebe müssen einen Teil der Produktion an Vollmilch weiterverarbeiten. Nicht für alle Wirtschaften sind so günstige Kommunikationen zu den Hauptabsatzorten gegeben, daß alle Melkungen in frischem Zustande abgesetzt werden können. … Ueber die Absatzorganis ation und die Preisgestaltung von Produkten der Rinderzucht in Palästina ist sehr viel wertvolles Material niedergelegt in Heft 1/2 1928 dieser Zeitschrift (Bericht von Direkter Viteies) und Heft 3/4 1928 (Dr.