-
Damit wird für uns die Frage zu einer rein ökonomischen Frage und sie kann etwa dahin formuliert werden: welche Bedingungen müssen in Palästina geschaffen werden, damit die Juden in dem Einströmen als Arbeiter in die palästinensische Landwirtschaft eine Verbesserung ihrer ökonomischen Lage finden? … Drei Möglichkeiten sind es, die zu schaffen sind, um dem osteuropäischen Juden die Tätigkeit als landwirtschaftlicher Arbeiter in Palästina anziehend zu machen, und zwar: 1. Die Möglichkeit sich landwirtschaftlich auszubilden, 2. die Möglichkeit sich dem landwirtschaftlichen Milieu Palästinas anzupassen, und 3. die Möglichkeit wirtschaftlich vorwärts zu kommen. l.Die landwirtschaftliche Ausbildung.
-
Es handelt sich zunächst um eine statistische Feststellung der in Palästina lebenden Vegetarier. Aehnliche Versuche sind bereits gemacht worden und es hat seinerzeit in Jaffa sogar eine vegetarische Küche bestanden.
-
-
-
Auszug aus den Statuten. § 1. Der Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina erstrebt eine gemeinsame Arbeit aller Jüdinnen, um Einrichtungen zur Besserung der sozialen Notlcge der Juden in Palästina zu schaffen. … Geldsendungen beliebe man mit der Bezeichnung „Frauenverband für Palästina" zu richten an das Bankhaus A. H. Heymann & Co., Berlin NW, Unter den Linden 59. Zuschriften sind erbeten an Frau Betti Leszynsky, Berlin W, Bayreutherstraße 36; Frl. cand. med.
-
Er beachtet es nicht, daß seit mehr als 6 Jahren die praktische Palästinaarbeit der einhellig anerkannte Hauptinhalt des politisch-zionistischen Tätigkeitsprogrammes ist, ja daß sogar die Theoretiker der Organisation, nicht unähnlich seiner eigenen Auffassung, davon sprechen, daß der Zionismus zunächst nicht die ökonomische, sondern nur die moralische Judennot beseitigen könne, daß es daher sein nächstes Ziel sei, in Palästina einen „nationalen Krystallisationskern" zu schaffen, (Ruppin : Die Juden der Gegenwart). Der Spott Achad Haams gilt einer von der Entwicklung schon lange überwundenen Stufe des politischen Zionismus.
-
-
Er meint nur, daß die heutige Judenheit, die zerstreut und zerrissen ist, die durch kein inneres Band mehr zusammengehalten wird, nicht imstande sei, diese große Tat zu vollbringen. Er glaubt daher, daß erst ein Kulturzentrum in Palästina, welches das Judentum wieder als ein geistig-sittliches Sein in Erscheinung bringen wird, durch seine Ausstrahlungen auf die Diaspora die Judenheit innerlich läutern und wieder jüdisch machen wird. … In dreißigjähriger Erfahrung hat sich gezeigt, daß der Achad Haamismus nicht nur keinen Zionisten in seiner Tatkraft gelähmt hat, sondern daß er im Gegenteil die stärksten zionistischen Energien ausgelöst, die Idee vertieft und gerade jene Pioniere befeuert hat, welche in Palästina das kolonisatorische und kulturelle Zentrum aufbauen. Nicht als zerstörende, als belebende Kraft hat sich der so kritische Denker Achad Haam immer erwiesen, weil jeder fühlende Leser seiner Schriften im tiefsten empfindet, welch' ungeheure Liebe es ist, die ihn zwingt strengste Kritik zu üben.
-
Und wenn schließlich Achad Haam so vieles von den Ausstrahlungen der kulturellen Schöpfungen in Palästina auf die Judenheit der Diaspora erwartet, so hat die bisherige Entwicklung gezeigt, daß nicht nur bei indifferenten Juden, sondern selbst bei Zionisten diese Ausstrahlungen die besten Fluida für die Vertiefung der Palästinaliebe sind. … Diese neueste Kolonie liegt zwei Stunden Wagenfahrt östlich von Gaza und ist somit die südlichste jüdische Ansiedlung in Palästina. Der Boden wurde reichen Beduinen abgekauft, welche noch weite Bodenflächen ringsumher besitzen. Der Kauf wurde erst diesen Winter abgeschlossen.
-
-
Manche glauben, daß Palästina außerhalb aller Natur- und Entwicklungsgesetze stehe. Was Millionen Juden in Rußland, Österreich oder Amerika nicht vermochten, könnten Hunderttausende in Palästina sicher zuwege bringen. … Das Chalukah-Jerusalem, Hebron, Tiberias und Safed faulenzen, und Jaffa, Haifa und die Kolonien arbeiten, wie man es in Palästina bisher nicht kannte.
-
168 Jacob Rabinowitsch, Geistige Produktion in Palästina. Die gegenwärtige palästinensische Judenheit ist zu sehr durch materiellen Aufbau und Erziehung in Anspruch genommen.
-
Jacob Rabinowitsch, Geistige Produktion in Palästina. 169 '•^^«•»«•■'•••^•^MH^miin^^^H^tMB^HVVVi^^aaiHa^^VVVMH^B^^^^HIBMBHMaiBMM^^ in denen es keine jüdische Arbeit gibt, in den alten Jischub einmünden. Aber jene Religion der Arbeit, die zwar viele Keime zu einer wahrhaften Renaissance und demgemäß zu geistigem Schaffen in sich birgt, befähigt doch den Jungjuden in Palästina nicht zu geistiger Produktion, da sie ja alle Kräfte, Energie und Seele für Boden und Arbeit in Anspruch nimmt. Andere schaffende Institutionen aber gibt es in der Tat in Palästina nicht Es sind zwar in einigen Branchen viele tüchtige Handwerker vorhanden, aber Schaffende sind sie nicht.
-
170 Jacob Rabinowitsch, Geistige Produktion in Palästina. Aber auch unser Bourgeois ist keiner Produktion fähig. Er ist sattsam zufrieden, und diese seine Zufriedenheit rinnt wie Speichel auf den Lippen und ist zuckersüß. … Produktion ist aber in ihren Anfängen zumeist eine Folge von Erbitterung* Doch wer denkt, daß es jetzt in Palästina Platz für große Erbitterung gibt, befindet sich im Irrtum. Das Gebäude ist noch sehr klein, man kann sagen winzig, und wie der Bau, so auch seine Schäden.
-
-
Wir nehmen es auf uns, Beiträge für den Unterhalt des Institutes zu sammeln und ihnen bei ihrem ehrenvollen und bedeutsamen Werk in jeder Weise zu helfen." Ein Brief aus Palästina . Der Herausgeber des „Jewish Chronicle" erhielt aus der Kolonie Sichron Jakob ein Schreiben, worin es heißt: Sehr geehrter Herr! Ich lebe jetzt in einer ziemlich entlegenen Kolonie in Palästina und weiß daher wenig von dem, was in London vorgeht. Ich bin jedoch überzeugt, daß die englische Judenheit ausreichend über den Kampf informiert ist, der gegenwärtig hier zwischen den Verfechtern des Hebräischen als der eigentlichen Sprache der palästinensischen Juden und denen, die ihm nur als Gebetssprache einen Platz einräumen wollen, tobt.
-
218 »Nr. 0 : DIE3SEELT hinweisen, die Handels- und Industriekreise ihrer Heimatländer auf die großen Entwicklungsmöglichkeiten des Landes aufmerksam machen und für einen regeren kaufmännischen Verkehr ihrer Volksgenossen mit Palästina ein treten. Die „Nachrichten für den Außenhandel des Kgl. Ungarischen Handelsmuseums“ schließen sich nun der Reihe dieser Veröffentlichungen an. … Es wird ferner vorgeschlagen, die Kapitalisten Ungarns und Oesterreichs möchten ihr Augenmerk auf Palästina und Syrien richten, da dort vielfache Möglichkeiten zu günstigen Kapitalsanlagen vor- Desgleichen plaidiert unser Gesinnungsgenosse Herr Fabriksdirektor Ernst V e r m e s in einem längeren Artikel des „Temesväri H i r 1 a p“ für die Anknüpfung von Handelsbeziehungen zu Palästina.
-
Jeder Familie wurden U'2 Dunam für Gemüsebau zugewiesen. Moderne Seuchenbekämpfung in Palästina Ueber dieses Thema sprach in der Sitzung der Berliner Medizinischen Gesellschaft vom 25. März Ministerialdirektor Dr. … Nocht aus Hamburg hatte er voriges Jahr im Aufträge der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Malaria in Palästina das heilige Land bereist und gab nun eine interessante Schilderung der dortigen sanitären Verhältnisse. An der Hand eines Planes von Jerusalem beschrieb er die Wohnungsverhältnisse der heiligen Stadt, in deren Nähe eine Reihe blühender, zweckmäßig angelegter jüdischer Kolonien liegen, zu deren Gründung die Juden zu beglückwünschen seien.
-
Arbeitsuchenden empfehlen wir, sich vor der Abreise nach Palästina beim Arbeitsbureau in Jaffa zu erkundigen und Retourmarke (10 Kopeken, 25 Heller, 4 Cents) beizulegen. Kleine Nachrichten Rabbi Haim N a h u m richtete ein Schreiben an Herrn! … B i a 1 i k s; eine Darstellung und Würdigung des jüngsten Sprachenkampfes in Palästina u. a. m. Das Märzheft der hebräischen Monatsschrift „Haschiloah“ ist als Achad Haam-Heft ausschließlich dem fünfundzwanzigjährigen Schriftstellerjubiläum Achad Haams gewidmet.
-
. — So erfährt nach verschiedenen Richtungen hin die israelitische Kulturgeschichte durch die Ausgrabungen eine ungeahnte Bereicherung, und die Palästina-Archäologie wird zu einer unentbehrlichen Hilfswissenschaft für die jüdische Geschichtsschreibung. (Schluß folgt.) ir“*‘U‘l|"‘‘““""111-111!