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351 Theodor Oschinsky: Mein Aufenthalt in Palästina. 352 Kinder, alte Frauen und Männer beschäftigt. Die sonst auf der Straße bettelten, werden, wenn auch bei geringem Verdienst, zur Arbeit angehalten.
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353 Theodor Oschinsky: Mein Aufenthalt in Palästina. 354 untergebracht, die von der Bne Brith-Loge gegründet, durch die Schenkungen eines hochherzigen Mannes in Bialystock bedeutend erweitert wurde.
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Sellin gedenkt im kommenden Winter die Arbeiten fortzusetzen. Nach den Mitteilungen und Nachrichten des Deutschen Palästina* Vereins (1907, S. 40 ff.) ist der Wasserspiegel des Toten Meeres seit mindestens 15 Jahren im Steigen begriffen. Dafür sprechen folgende Tatsachen: Zunächst ist die am Nordende ehedem vorhandene kleine Insel Rudschm el-Bahr, welche auf der großen englischen Karte verzeichnet steht, seit dem Jahre 1892 ver> schwunden. … Es ist dringend zu wünschen, daß die Ausgrabungen im nächsten Sommer fortgesetzt werden. Unter^ suchungen in Telhan in Palästina förderten, wie Dr. Güterbock berichtete, den Grundriß der dortigen Synagoge zutage, in der Christus als Knabe gepredigt haben soll.
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Mit Rücksicht hierauf wurde .das Kapital um weitere M. 200.000.— bis auf M. 1.000.000. erhöht. Orangen=Ausfuhr aus Palästina. Nach der Österreichischen Monatsschrift für den Orient hat die Orangenausfuhr von Jaffa im ersten Vierteljahr 1907 runde zwei Millionen Mark gebracht. … Die meisten Apfelsinen aus Palästina werden mach Liverpool verschifft, und die Ausfuhr hätte bei besseren Schiffahrtsgelegenheiten einen noch viel größeren Umfang annehmen können.
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Die Bedeutung des Lehrervereins liegt fraglos in der Propagierung der hebräischen Volkssprache. Wie in Preußen, so hat auch in Palästina der Volksschullehrer gesiegt. Er hat sich die ganze Jugend gewonnen und erzieht ein neues, arbeitsames jüdisches Geschlecht.
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Dr. phil. David Strauß, Zürich: Das Interesse an Palästina. Es giebt Länder, die man kaum in der Tagesliteratur erwähnt findet. Sie führen ein ruhiges Dasein, ohne Fortschritte und ohne Entwicklung, sie existieren im Stillen und machen nicht von sich reden. … Früher betete man um Jerusalem und Zion und hoffte auf den Erlöser, der das Land befreie und wieder blühend mache. Heute wird in jüdischen Kreisen nicht mehr allein um Palästina gebetet, heute wird für das Land der Väter auch gearbeitet. Und diese Aenderung in der Gesinnung hat der Zionismus vollbracht.
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Herzl ist es trotz seinen vorzüglichen Verbindungen nicht gelungen, in Palästina zu gunsten seiner Idee viel zu erringen. Der Sultan, der viel Geld brauchen kann, konnte sich nicht dazu verstehen, dem Zionismus Konzessionen zu machen, obwohl er als ein Freund der Juden anzusehen ist. … Diese Einwanderung findet in der Oeffentlichkeit Beachtung, namentlich von seiten derjenigen Politiker, die da glaubten, Palästina müsse einstens unter französischem Protektorat stehen. So brachte der Pariser „Temps" in jüngster Zeit eine Nachricht, „wonach die Zahl der Juden in Palästina immer mehr zunehme.
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Man kann sicher sein, daß binnen 10 Jahren 2 Millionen Juden in Palästina sein werden." So spricht sich dies ministerielle französische Organ über die Zukunft des Landes aus, muß aber wohl oder übel den jüdischen Einwanderern folgendes Lob zollen: „Das sind keine Bettler, sondern ackerbautreibende Arbeiter, Handwerker und Kaufleute. … Wir glauben aber, daß die Türkei keine Angst vor den Juden hat und mit Vergnügen sieht, wenn tüchtige Leute in Palästina einwandern und dem Lande Segen und Gedeihen bringen. Noch ist Palästina kein Land, das Tausenden und Tausenden von Einwanderern eine Existenz bieten kann.
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Paul Nathan empfiehlt dem Hilfsverein in allen Schulen, die der Verein in Palästina unterhält, das Hebräische eingehend unterrichten zu lassen, daß die alte Sprache der Bibel in unseren Tagen wieder neu aufblühen und zur Sprache des täglichen Verkehrs würde. Auch hat der Hilfsverein eine Musterfarm errichtet, wodurch für die Hebung der Landwirtschaft und Bodenkultur in Palästina und für die Ausbildung von jüdischen Kolonisten ein Schritt vorwärts gethan worden ist. Die Lehrer in Palästina sollen dort auch während ihrer Ferienzeit noch praktische Unterweisung erhalten.
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Leo Metmann, Direktor des hebräischen Gymnasiums in Jaffa: Die hebräische Sprache in Palästina*). Mit den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts beginnt für die hebräische Sprache eine durchaus neue Epoche ihres Lebens und ihrer Geschichte.
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In der jüdischen Kolonie Rischon le Zion baute Baron Rotschifti mit einem Aufwand von über einer Million Mark einen Weinkeller der an maschineller Vollkommenheit kaum hinter den ersten europäischen Weinkellern zurückstand und eher an den Rhein als irgendwohin nach Palästina gepasst hätte. Das alles geschah, bevor man auch nur im mindesten dafür besorgt war, für die in Aussicht genommenen Unmengen Wein einen Absatzmarkt zu schaffen.
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Die Häuser sind schablonenhaft aufgebaut, und die häss- Iichen roten Ziegeldächer passen auch nicht im geringsten in die Nachbarschaft der meisten arabischen Bauten mit den gewölbten Kuppeln, die sicherlich noch heute die Bauart des alten Palästina verkörpern, denn die Art der Architektur eines Landes ist ja nichts Zufälliges, absichtlich Erfundenes. Sie wird bedingt durch das vorhandene Baumaterial, durch Eigenart und Neigungen der Bewohner, klimatische Verhältnisse, und nicht zum wenigsten durch die Gestaltung und die Schönheitsformen des Landes und seiner Tiere.
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Dann werden nicht nur die Fremden unsere Kolonien mit ganz anderen Augen ansehen und ihnen grösseres Interesse zuwenden, sondern die Kolonisten selbst werden Freude an ihrem Besitztum und eine erhöhte Anhänglichkeit an die Scholle gewinnen. Palästina soll unseren Biauera nicht nur ein Land grosser Vergangenheit, politischer Zukunft, sondern auch (behaglicher und lebensfroher Gegenwart werden.
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Die /'Bemerkungen des Korrespondenten über die notwendigen Reformen der deutschen und der allgemeinen Chaluka in Jerusalem und Palästina haben weniger auf dem neu errichteten Amsterdamer Jerusalemer 237
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Deutsche Palästina-Bank. Die Deutsche Palästinabank hat im verflossenen Jahr eine Entwicklung erfahren, die vom wirtschaftlichen Standpunkt besonderes Interesse verdient. … Dieses Vertrauen' scheint um so mehr berechtigt, als die massgebenden Kreise in Würdigung des vorwiegend landwirtschaftlichen Charakters der Türkei ihre Bestrebungen in erster Linie auf die Hebung der Bodenproduktion richten, die die Grundlage einer soliden und zuverlässigen Gestaltung der wirtschaftlichen Fortentwicklung werden wird. Unsere Filialen in "Palästina und Syrien haben sich im Berichtsjahr zufriedenstellend weiter entwickelt. Die Filiale Jerusalem hält sich nach wie vor, mit Rücksicht auf die dortigen besonderen - Verhältnisse, von der Gewährung kommerzieller Kredite fast ganz fern und pflegt in erster Linie das Depositen-Geschäft der religiösen, Korporationen und Privater.