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Der Patriarch von Konstantinopel wird nur in spiritualibus als der Patriarch der älteren Kirche betrachtet, er hat aber keine sonstige Vorrangstellung. Die russische Palästina-Gesellschaft, die eine grosse Rolle als Werkzeug des Panslavismus in Syrien und Palästina spielt, besteht seit beinahe 25 Jahren. … Verschiedene Anstalten wurden auch eingerichtet, um das eingeborene Element heranzuziehen, und das alles geschieht gegen die griechischen Interessen in Syrien und Palästina. Die Anstalten, welche die russische Palästina-Gesellschaft in Jerusalem besitzt, wachsen von Tag zu Tag an, so dass sie darin heute bereits ein Bollwerk gegen die Interessen der ganzen Welt besitzt.
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Professor Sellin in Palästina. Herr Professor Dr. Sellin, der mit solche in Eifer und verdientem Erfolge durch seine Grabungen in Palästina zur genaueren Kenntnis der frühesten Geschichte dieses Landes wertvolle Studienresultate erzielt hat, berichtet über den Abschluss seiner Arbeiten folgendes: Am Montag den 2. … Neu und wichtiger noch waren einige als Geräte verwendete tierische Darstellungen, zwei israelitische Siegel, zwei Skarabäen und vor allem zwei bisher für Palästina ganz unbekannte Typen der Astarte, in Ton gebildet. Auch Trümmer eines tönernen Räucheraltares, ähnlich dem im vorigen Jahre ausgegrabenen mit symbolischen Reliefdarstelluncen, fand ich, leider sehr lädiert.
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Denn auf der Volksschule der Stadt, die von vornherein die gewerbe- und handeltreibende Bevölkerung mit dem geistigen Rüstzeug für ihre Berufe versehen soll, werden wir die höhere Schule aufbauen, 'die für Palästina für absehbare Zeit nur eine Art von Eeal- und Gewerbeschule sein kann. Die gehobene Landwirtsch^ftsschule muss sich dagegen auf der Dorfschule gründen.
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Der historische Lehrinhalt des Judentums ohne alles Beiwerk muss der jüdischen Jugend in Palästina zu eigen gegeben werden. In diesem Sinne und wiederum im engsten Zusammenhange mit dem Grundgedanken aller Pädagogik vom Nächstgelegenen zum Fernerliegenden überzugehen, muss der historische Unterricht die Geschichte des jüdischen Volkes und des Judentums, daneben die Palästinas zum Ausgangspunkt nehmen.
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Also auch hier zwingt der Grundsatz vom Nächstliegenden und Angeschauten zum Fernerliegenden und Uebeiiieferten überzugehen, mit dem Eigenen zu beginnen und Palästina in den Mittelpunkt der geographischen Betrachtung zu stellen. An historischem und kulturgeschichtlichem Wissen soll daher Judentum, nicht aber Theologie, jüdische Poesie, aber nicht hebräische Philologie, historisches und geographisches Tatsachenmaterial, nicht aber eine Art von Geschichtsphilosophie das Unterrichtsziel bilden.
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Deshalb kann die Leibespflege nicht intensiv genug betrieben werden. Es ist schon jetzt notwendig, für Palästina einen guten europäischen Turnlehrer zu haben. Der Charakter unserer hebräischen Dorfschule in Palästina ist also aus sich selbst gegeben.
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Vom praktischen Standpunkt aus, d. h. sofern man bei Kolonisationsversuchen auf palästinensischem Boden auf die KrankheitsVerhältnisse Rücksicht zu nehmen hat, ist die Lepra wegen ihrer geringen Uebertragungsfähigkeit und ihrer mässigen Verbreitung (nach Sandrezki etwa 600 Kranke in ganz Palästina) aus dieser Betrachtung von vornherein auszuscheiden. Was die drei übrigen Krankheiten betrifft, so sind wir heute gegen die Dysenterie im grossen und ganzen noch machtlos* Die Bekämpfung der Malaria, in grossem Stile unternommen, bedeutet eine intensive Kulturarbeit mehrerer Generationen.
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Dieser Gesichtspunkt ist es, der das Studium des Trachoms in Palästina für alle diejenigen, die an eine wirtschaftliche Zukunft des Landes glauben, so anziehend erscheinen lassen muss. Denn hier liegt die Möglichkeit vor, einer schweren Krankheit durch Kleinarbeit in jeder einzelnen Kolonie und später in grossem Stile ohne allzu kostspielige oder allzu eingreifende Mittel ihre Schrecken zu nehmen.
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Das Trachom in Verbindung mit einer anderen schweren Augenkrankheit, der akuten Blenorrhoe, richtet dort in der heissen Jahreszeit so ungeheure Verwüstungen an, dass man in Aegypten unzählige Blinde findet, und noch heute ein Eingeborener in Aegypten mit normaler Bindehaut kaum zu finden ist (Fuchs, 1900). Was das Trachom in Palästina anlangt, so berichtet Tobler in seiner medizinischen Topographie Jerusalems (1855), dass das besonders im Sommer herrschende Trachom dort zum Glück meist in chronischen Formen auftrete.
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Post (1868), berichtet auf Grund seiner Studien in Beirut, dass die Augenentzündungen in Palästina durch den Staub, das grelle Sonnenlicht, aber auch die Tätigkeit der Pfuscher oft verschlimmert würden. Bernhard Neumann (1877), der lange Jahre hindurch in Palästina ärztliche Erfahrungen gesammelt hat, weist Palästina bezüglich der Verbreitung des Trachoms die Mittelstellung zwischen Aegypten und den nördlichen Ländern an. … Dass die Ansteckung in den besser situierten Familien seltener erfolgt als unter der ärmeren Bevölkerung, wird für Palästina bis in die neueste Zeit bestätigt. Wie sehr diese Verhältnisse auf die Kolonisation Palästinas *) In der neueren Zeit ist hierin ein vollständiger Umschwung zu verzeichnen.
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Erörtern wir zuerst rein theoretisch die Massnahmen, die von seiten der öffentlichen Gewalt zur Bekämpfung des Trachoms in Palästina zu ergreifen wären, und übertragen wir die Betrachtungen alsdann auf die tatsächlich vorliegenden Verhältnisse. Wie es Europa gelungen ist, durch die Einführung der in einzelnen Ländern (so auch in Deutschland) obligatorischen Schutzimpfung gegen die Pockeninfektion die Pockengefahr in augenscheinlicher Weise zu dämpfen, so wird sich mit gleich gutem Erfolge eine einstige Sanitätspolizei in Palästina, die ja schon mit Rücksicht auf die an den Grenzen des Landes lauernde Choleragefahr zu den wichtigsten Erfordernissen bei der Reorganisation des Landes gehören wird, die zwangsweise Durchführung der beiden erwähnten prophylaktischen Momente zur Aufgabe machen müssen.
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Beide Momente treffen leider mehr oder minder für die Bekämpfung des Trachoms in Palästina zu. Und dennoch sind
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— 170 - Palästina nötig, wenn wir den Kampf gegen das Trachom nicht am Ende, sondern am Anfang beginnen, d. h. nicht durch staatliche Massnahmen, sondern durch den zielbewussten Einzelkampf in jeder Kolonie? … Ein weiteres Glied in der Kette der praktischen Unternehmungen, die die Besiedelungsmöglichkeit eines Gebietes fördern, sind die Absatzverhältnisse der erzeugten Produkte. Die intensive Landwirtschaft, die in Palästina dank seiner besonderen
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Erst ein Vergleich mit früheren Regenperioden ergibt, wie geringfügig die Niederschlagsmenge dieses Winters war. Im vorigen Winter 1902/03 hatte Palästina fast genau doppelt so viel Regen nach folgender Zusammenstellung auf drei Stationen. Sämtliche Monate, mit Ausnahme des April und Mai, wiesen erheblich grössere Zahlen auf.
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Die Ausgaben des letzten Jahres betrugen 27 292,82 Frcs., d. h. 3 932,48 Frcs. mehr als die Einnahmen, welches Defizit durch die grossen Bau- und Installationskosten zu erklären ist. Das Hilfskomitee für die rumänischen Juden in Palästina, das von rumänischen Juden in Deutschland begründet wurde, hat nach seinem Jahresbericht für 1902/03 in Safed eine Volksküche „Beth Lechem Haglili" errichtet, wo innerhalb 13 Monaten 10 726 Mahlzeiten verabreicht wurden.