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142 Landbesteuerung in Palästina. (Das neue Buch von Dr. A. Granovsky.) Von Nehemia de Lieme, s'Gravenhage. War halben die englische Ausgabe dieses Buches bereits kurz .angezeigt (Nr. 10/11 1927, S. 558). … In einem anderen Lande — speziell in einem westeuropäischen — würde der Titel „Landbesteuerung" eine Einschränkung beinhalten. In Palästina umfaßt er der Hauptsache nach das gesamte fiskalische System. Der Autor hat das erfaßt und sein Buch ist daher eine kritische Betrachtung des herrschenden fiskalischen Systems.
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Auf diese Weise hätte der Autor wahrscheinlich auch eine wertvolle Einsicht für die Revision des Steuerwesens Palästinas gewonnen. Solange über Landreform in Palästina geschrieben werden wird, wird der 142. Vers der 6, Sure des Koran gegen eine Revision ins Treffen geführt werden Der Autor teilt mit Recht nicht die Meinung Ruppins, welcher der Ansicht ist, daß sich die mohammedanische Bevölkerung mehr oder weniger religiöser Ursachen wegen, gegen eingreifende Verändjerungen im Steuerwesen, speziell im Osch er. auflehnen würde.
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Uebnügens schreckten weder Abd ul Aziz noch sicherlich die heutige türkische Regierung davor zurück, das Recht, Steuer auf religiöser Grundlage zu zahlen, anzugreifen, wenn das die Produktionsverhältnisse rötig machen. Nicht zu vergessen ist dabei, daß in Palästina, wo der Oscher an die ..ungläubige" englische Regierung bezahlt wird, dieser religiöse Charakter gänzlich weggefallen ist.
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Wir greifen deshalb auf das zurück, was wir früher über die verschiedenen Produkticnssphären schrieben, die in Palästina noch immer nebeneinander bestehen. Dazu paßt kein Durchschnitt der Ausbeutungskosten. Jeder hat die Freiheit, Kapital so dumm als möglich zu investieren, doch ist das kein Argument oder Material zur Beurteilung des ..Oscher" auf die Nettoeinkünfte. … Vollkommen mit Recht verwirft der Autor die moderne Einkommensteuer für Palästina. Wir stimmen darin mit ihm überein, daß die Verhältnisse dafür noch nicht
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Mit Recht, denn diese sind allein nach dem äußeren Kennzeichen ihres Wohlstandes, das ist nach ihrem Besitz an Vieh, zu besteuern. Es will uns dünken, daß hierin der richtige Weg für Palästina liegt, um die Vermehrung der Einnahmen, die als Folge einer Herabsetzung der großen Besteuerung des Ackerbaues nötig werden wird, zu ermöglichen. … Bei der Unmöglichkeit, eine Einkommensteuer oder etwas ähnliches in Palästina durchzuführen, scheint uns diese Forderung eines steuerfreien Einkommens mehr vom moralischen, als vom fiskalischen Standpunkt zu befürworten zu sein.
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Die Steuer vermindert den Rentabilitätswert des Grundstückes oder des Gebäudes. In Palästina wird diese Wirkung nicht in vollem Maße gespürt, infolge der Macht der Effendis sowie der sogenannten Judenpreise, die für Land bezahlt werden und des Fehlens guter Exekutionsbedingungen bei öffentlicher Zwangsversteigerung.
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Cypern, Algier, Tunis, Marokko, der Türkei und stellt die Grundsätze eines für Palästina geeigneten Steuersystems auf, das nicht nur den Interessen des Fiskus gerecht werden, sondern auch der wirtschaftlichen Entwicklung und der sozialen Gerechtigkeit dienen muß. … Auch die Grundsteuer müßte eine winkliche Ertragssteuer werden, d. h. eine solche vom Reinertrag. Von besonderer Bedeutung wäre für Palästina die Festsetzung eines steuerfreien Existenzminimums. Die Reform des:
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V. eine Ermäßigung des Bezugspreises für unsere Abonnenten erwirkt. — Die Red.). Palästina-Touristik. Von Dr. Fritz Loewenstein, Jerusalem, Leiter des Zionistischen Informationsbüros für Touristen, Gibt es eine Palästina-Touristik? Gibt es eine jüdische Palästina-Touristik? Diese Fragen sind nicht so einfach zu beantworten wie es scheint. Die Zahl derjenigen Personen, Juden und Nichtjuden, die jährlich ihre Heimatländer verlassen, um Palästina zu besuchen, ist nicht so gewaltig.
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A. verteilen, Auf dem europäischen Markt spielt auch ein anderer Bananenproduzent eines wichtige Rolle, die Kanarischen Inseln. Dieses Gebiet, nur etwa ein Drittel so groß wie Palästina, mit einem wundervollen Klima gesegnet, ist überhaupt ein Land intensivster Baumkultur, Dort ist auch die Heimat derjenigen Bananensorte, welche für den Anbau in Palästina in Betracht kommt. In unmittelbarer Nachbarschaft unseres Landes liegt ebenfalls ein Bananenproduzent, wenn auch kein ausschlaggebender: Aegypten, Dort ist die Banane ein wesentlicher Bestandteil der Landeskultur und die palästinensische Landwirtschaft wird hauptsächlich dort ziu lernen haben, auch wenn man sich darüber klar ist, daß die Bedingungen in beiden Gebieten sehr verschieden sind. In Palästina selbst gibt es schon seit einer Reihe von Jahren Bananenpflanzungen in kleinem Ausmaße, in der Küstenebene und in der Jordansenke ani Tiberiasee und bei Jericho.
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Als Absatzgebiet verweist der Verfasser des Artikels auf den Inlandsmarkt, der noch erweiterungsfähig ist, in zweiter Linie auf Osteuropa, zu dem sich Palästina in der günstigsten geographischen Lage befinde. Zwar sei Konkurrenz, aber „die Zweige der Landwirtschaft, die dem Ansiedler in Palästina seinen Lebensunterhalt sichern können, sind so wenige, daß es sich lohnt, der Bananenkultur die Aufmerksamkeit zuzuwenden, auch wenn die Gewinne nur mittlere bleiben und trotzdem keine Hoffnung besteht, die Erträge während des ganzen Jahres und die Qualität der Gewinne der kanadischen Inseln zu erreichen.." … Und wer heute durch das Land reist, kann konstatieren, daß trotz der Stagnation das Wort vom „Stillstand in Palästina" nicht richtig war. Wenn man nach Jahresfrist wieder nach Haifa kommt und das moderne Geschäftsviertel, den „Merkaz Mis'chari" sieht, wenn man die Aufforstungsarbeiten der Regierung-auf den Hügeln über den heißen Quellen von Tiberias und an der Straße nach Jerusalem beobachtet, wenn man in Syrien von Kaufleuten hört, wie stark bereits der Palästina-Import ist und wenn man dann als Stichprobe in dem kleinen arabischen Nest neben der Ruinenstadt Baalbeck nur palästinensische Schokolade findet, dann merkt man erst, daß es keinen Stillstand in der Wirtschaft gegeben hat.
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Auf der einen Seite die Förderung der wirtschaftlichen Entfaltung, die bisher völlig vernachlässigt wurde und die durch die Jahre des Aufstandes schwere Einbußen erlitten hat, auf der anderen Seite die Modernisierung der gesamten Gesetzgebung. In Syrien gilt noch immer, wie in Palästina, das osmanische Recht, das in der Türkei selbst bereits außer Kraft gesetjt ist. Sein wichtigster Mangel ist der Umstand, daß es alle personalen Angelegenheiten, Status-, Ehe- und Hinterlassenschaftsfragen, den ordentlichen Gerichten entzieht und den religiösen Gerichten der verschiedenen Konzessionen überweist.
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Rundschau Politik. Bericht aus Palästina, Von Dr. Ernst Simon, Jerusalem. Die dauernd problematischen Beziehungen zwischen der Palästinaregierung und den Organen des Jischuw haben im Berichtsmonat wieder einige symptomatische Ergebnisse gezeigt.
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Um diese letzte Frage ging ein der Öffentlichkeit zugänglich gemachter Briefwechsel zwischen Herrn Luke, dem Ghefsekretär der Palastinaregierung, und dem Londoner Kolonialstaatssekretär Amery; dieser stellt sich auf den Standpunkt, daß die Überschüsse teils zur weiteren Begleichung der alten ottomanischen Staatsschuld aufzuwenden seien — obgleich Palästina bekanntlich das einzige der an der Aufteilung dieser Schuld beteiligten Länder ist, das bisher überhaupt Zahlungen leisten konnte — teils aber für die militärischen Bedürfnisse Palästinas und Transjordaniens zu dienen haben und nur zum geringsten Teile den Bedürfnissen des Landes, z. … Diese Stelhmgsnahme erregte den unseres Erachtens berechtigten Widerspruch der hebräischen Presse: zeigt sie doch, daß die britische Regierung allzu leicht geneigt ist, Palästina in schlechten Zeiten, z. B. nach der Erdbebenkatastrophe, als ein wirtschaftlich autochthones Land zu betrachten, das sich selbst helfen müsse; in guten Zeiten aber macht man sich seinen Überschuß für die allgemeine Reichspolitik zunutze.
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Man wird sich erinnern, daß Raw Jaakow Meir, der sephardische Oberrabbiner, vor einigen Monaten, beim Abschiede Lord Plumers, plötzlich seine, alle Anwesenden völlig überraschende Absicht kund gab, aus der *) Inzwischen haben die Beduinen Jehoschna Hankin, den bekannten Pionier des jüdischen Bodenerwerbes in Palästina, zum Schiedsrichter bestellt, die Kolonisten bestehen aber auf gerichtlicher Austragung. — Die Red.