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  1. 1923-01-01 · Heft 5 · p. 266 · Wahrheit aus Palästina

    Und diesem Ziele wird es gar nicht schaden, wenn man, solange die hebräische Sprache nicht dazu geeignet ist, die Wissenschaften auch in Palästina in irgendeiner europäischen Sprache unterrichten wird, wenn nur der Knabe zugleich auch seine Verpflichtung erkennen lernt, sich der erworbenen Kenntnisse im Interesse seiner Nation zu bedienen. Diese Frage bildet in der Tat den Kernpunkt des ganzen Problems und sie beschränkt sich durchaus nicht auf Palästina allein. Vielmehr gehört auch die Erziehung der Jugend in der Diaspora nicht minder, ja vielleicht noch in höherem Grade hierher, als die der Kinder in Palästina.

  2. 1923-01-01 · Heft 5 · p. 267 · Wahrheit aus Palästina

    Wahrheit aus Palästina 267 tums, sondern auch allgemeine Bildung und pädagogisches Geschick in genügendem Ausmaß erfordert; und bei alledem muß er obendrein auch in seinem Äußern und in seinem Benehmen ein Kulturmensch im europäischen Sinne sein, sollen seine Schüler ihn gleich den Lehrern der allgemeinen Fächer respektieren und nicht als „Melamed" betrachten; hat ja die gehörige Aufmerksamkeit des Schülers für den Lehrgegenstand ihre unerläßliche Voraussetzung in der Achtung vor dem Lehrer. … Warum also sollten wir nicht versuchen, dieses Institut der Ausbildung gebildeter hebräischer Lehrer zu widmen, die von ihrer frühesten Jugend an sich ganz der Vorbereitung für ihren hohen Beruf weihen und aus diesem Hause hinausströmen sollen nach Palästina und der Diaspora, um mit sich das Banner des Judentums nach allen Enden der Erde zu tragen? * * * Zur Araberfrage.

  3. 1923-01-01 · Heft 5 · p. 268 · Wahrheit aus Palästina

    268 Ach ad Haam: Wahrheit aus Palästina sich nur in der Türkei finden läßt. Dieser plötzliche Wandel hat in ihnen eine Neigung zum Despotismus entstehen lassen, wie das stets der Fall ist, „wenn ein Knecht zur Herrschaft kommt", und sie behandeln die Araber feindselig und grausam, verkürzen ihr Recht auf unredliche Weise, beleidigen sie ohne jeden genügenden Grund und rühmen sich solcher Taten noch; und niemand tritt gegen diese verächtliche und gefährliche Neigung auf.

  4. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 20 · Brief aus Palästina

    Sicherlich ist es übertrieben, zu behaupten — wie es bereits viele tun — daß die Messe eine neue industrielle Epoche in Palästina gezeitigt hat; doch besteht ihr Verdienst darin, daß sie konzentrierte, was im ganzen Lande erzeugt und geschaffen wird. … Die größte Abteilung der Messe nahm natürlich die Landwirtschaft ein und die landwirtschaftliche Industrie, denn nur diejenige Industrie kann in Palästina auf Erfolg zählen, die mit der Landwirtschaft in Verbindung steht. So waren die Erzeugnisse der mehr als 30 Kwuzoth geschickt ausgestellt.

  5. 1924-06-01 · Heft 6 (Juni 1924) · p. Seite 21 · Brief aus Palästina

    Infolge eines Vertrages mit der Regierung ist die Gesellschaft in Allith verpflichtet, drei Jahre lang alles erzeugte Salz dieser zu verkaufen; die Gesellschaft begann bereits mit der ersten Lieferung. Seit dem vorigen Jahre hat sich der Salzimport nach Palästina verringert. Ebenso aussichtsreich wie die noch junge chemische Industrie ist die kunstgewerbliche. Ein für Ercz Israel vielversprechender neuer Industriezweig ist Tcxtil Fabrikation.

  6. 1924-08-01 · Heft 8-9 (August 1924) · p. Seite 20 · Reiseskizzen aus Palästina

    20 MENORAH Anna Kellner / Reiseskizzen aus Palästina UNTERWEGS Das Wetter ist herrlich, Himmel und See blau, die Luft rein, balsamisch nach der rauchgeschwängerten, feuchtkalten Atmosphäre in Wien. … Um die Mittagszeit machen wir die Bekanntschaft zweier Amerikaner, deren Namen einen guten Klang haben: es sind Miß Henriette Szold und Mr. Mohl, die so unendlich viel für die Juden in Palästina getan haben. Sie bleiben unsere Reisegefährten. In der dritten Klasse fallen uns ein paar bildschöne Kinder auf. Wir erkundigen uns beim Steward, wer sie sind.

  7. 1924-08-01 · Heft 8-9 (August 1924) · p. Seite 21 · Reiseskizzen aus Palästina

  8. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 20 · Reiseskizzen aus Palästina

    20 MENOR AH ERSTE ANSIEDLUNG IN PALÄSTINA (Einsendung f. d. photogr. Preisatissctircihe.i — P.seiui. „Kwuz.-iti") hingebungsvollerer Arbeit von Seiten der Ärzte und Pflegerinnen rühmen als diese Anstalten. … Sie haben drei Kinder, aber ein großer Teil ihres Vermögens wandert nach Palästina. Die Frau hat diesmal ihren herrlichen, äußerst wertvollen Schmuck mitgenommen, um ihn zu verkaufen und den Erics für Palästina zu verwenden.

  9. 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 19 · Reiseskizzen aus Palästina

    Die Kleine weist sie zurück: „Ich esse nur Schokolade, die in Palästina gemacht ist", antwortet sie, ebenfalls auf Hebräisch und bleibt fest. Am Nachmittag bekomme ich den Besuch eines jungen Mädchens, das vor wenigen Wochen nach Palästina gekommen ist, um da in einer Mädchenkwuzah. zu arbeiten. … Wir hatten einen interessanten Mitreisenden, einen jüdischen Ingenieur aus England, der in Palästina den Krieg mitgemacht hatte und jetzt eine Stelle bei der Regierung bekleidete. Und in Palästina ist er geblieben, zum Entsetzen seiner Eltern, die es nicht verwinden können, daß er das harte, frugale Leben in Palästina einem angenehmen, behaglichen Dasein in England vorzieht.

  10. 1924-12-01 · Heft 12 (Dezember 1924) · p. Seite 13 · Elektrizität in Palästina

    Wie sieht zum Beispiel die Energiewirtschaft Palästinas aus. das heißt, wie ist es in Palästina mit der Beleuchtung, mit Heizen und Kochen, mit mechanischer Kraft für Gewerbe und Industrie, mit Straßen- und Vollbahnen bestellt? … Auch Reparaturen sind in Palästina kostspielig, sie werden aus Mangel an guten Werkstätten nicht immer sorgfältig ausgeführt und sind dann ihrerseits die Quelle von Verlusten und von Ärger.

  11. 1924-12-01 · Heft 12 (Dezember 1924) · p. Seite 14 · Elektrizität in Palästina

    Das ist ein Moment, das nicht nur die Aktionäre der Gesellschaft angeht. Kolonialländer wie Palästina bedürfen zu ihrem Aufbau der weitgehenden Mitwirkung des europäischen und amerikanischen Kapitals. Eine Finanzierung ist aber bekanntlich nur durchführbar, wenn eine ausreichende Verzinsung zu erwarten steht. … Es ist das schrecklich, ganz schrecklich bedauerlich — in den Augen aller europäischer Zionisten, die nicht nach Palästina auswandern wollen, aber es ist Tatsache: der palästinensische Jude steht „seiner" Regierung genau so gegenüber, wie etwa der zaristischen.

  12. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 61 · Jugendnot in Palästina

    Eine so erzogene Volksschuljugend steht irgendwie auf dem Boden des werdenden Palästina. Schwerer ist es, sie weiterzuführen. Ihre Ausbildung darf mit vierzehn Jahren nicht abgeschlossen sein. Das Problem der weiteren Erziehung bleibt im Grunde dasselbe: das Neben- und Ineinander der beruflichen und geistigen Ausbildung. … Aber diese ganze Hand wer kslehre ist doch nur ein Surrogat für die zu erstrebende erste Ausbildung in Handwerksschulen, wie es sie sonst in der Welt gibt und wie sie der „ORT" überall im jüdischen Osteuropa gründet, aber nicht in Palästina. Ich verrate vielleicht eine naive Unkenntnis der inneren jüdischen Politik, wenn ich gestehe, es nicht zu begreifen, daß man den „ORT" noch nicht zur Gründung einer solchen Schule hier veranlaßt hat.

  13. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 51 · Jugendnot in Palästina

    Jugendnot in Palästina dem Gewordenen zusteht; der handelnde Mensch, der wollende, nicht der betrachtende, findet hier seinen Platz, und im Grunde ist nur für Glaubende Raum in unserer Mitte. … Unter diesem Vorbehalt muß alles gelesen werden, was über Palästina ausgesagt wird, unter diesem Vorbehalt sind folgende Zeilen geschrieben worden. — Was geschieht in dem Prozeß, den das neue jüdische Palästina darstellt, für die Jugend?

  14. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 52 · Jugendnot in Palästina

    Anfänge von Landwirtschaft gibt es fast in allen Dörfern, und die Schulen im Emek sowie das dortige Kinderdorf weisen schöne Leistungen auf. Aber wir sind streng in unseren Forderungen an Palästina. Uns genügen diese Anfänge nicht. Und man kann die Lehrerschaft nicht frei von Schuld an der Stagnation der Schule sprechen.

  15. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 53 · Jugendnot in Palästina

    Jugendnot in Palästina nicht in alter Stärke lebendig. Eine gewisse Ermüdung und Sättigung ist eingetreten. Der Stand der Lehrer im ganzen ist älter geworden, hat Familiensorgen, ist verbürgerlicht. … Hier wie dort fehlt es an Mitteln, aber der rechte Weg zur Einfügung der Jugend in das arbeitende Palästina ist hier beschritten. Schwerer noch als die Einstellung der Lehrer und der Schulen, die nicht genügend dem wirtschaftlichen Leben des Landes angepaßt sind, drücken auf die Entwicklung der reiferen Schüler allgemeine Verhältnisse.

  16. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 54 · Jugendnot in Palästina

  17. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 55 · Jugendnot in Palästina

    Jugendnot in Palästina losen Zimmer arbeiten, zahlte jedem 3 Piaster (60 Pf.) täglich und konnte dank dieser Vergewaltigung von Kindern eine Zeitlang seine „Fabrik" aufrechthalten.

  18. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 56 · Jugendnot in Palästina

  19. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 57 · Jugendnot in Palästina

    Jugendnot in Palästina schulen zu, von denen jede ihre besondere Eigenart hat. Ich will sie nicht im einzelnen charakterisieren, dafür ist eine deutsche Zeitschrift nicht der Ort, und dazu fehlt mir die Qualifikation, da ich ihnen teils zu nahe, teils zu fern, keineswegs über ihnen stehe.

  20. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 58 · Jugendnot in Palästina