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122 LiferaturblaS EOISSI^OIJEOinJOB In Palästina*) PaquetB Buch über Palästina dürfte durch die jüngsten politischen Ereignisse auf dem syrischen Kriegsschauplatz erneut an Interesse gewinnen. … Die Schrift ist zugleich ein wichtiger Beitrag zum Tatsachenmaterial über die jüdische Jugendbewegung in Deutschland, das freilich von anderen Standpunkten aus wichtiger Ergänzungen bedarf. H. L. *) Alfons Paquets „In Palästina", Gustav Kiepenheuer Verlag, Weimar 1915. Preis geh. Mk. 8.—. Verantwortlich lür dio SchrlfUeltuap: Martin Goetz, Berlin-Charlottenburg.
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Die Beschaffung jüdischer Bauernfrauen für unsere-Siedler — nicht von Ehefrauen, sondern von Bauernfrauen — ist mindestens für die erste Generation eine verzweifelte Sache, trotz aller Anerkennung für die segensreiche Wirksamkeit mancher Gartenbau- und Haushaltschulen in Europa und Palästina. Wir haben uns deshalb fürs erste auf genossenschaftliche Großbetriebe einzurichten, die der sachkundigen Frauenarbeit zur Not auch ganz entraten können.
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Bodehbesitzordnung in Palästina Bleibt ein Letztes. Wir haben das Ziel gezeigt, das „neue Dorf" mit seinem freien, stolzen, sozial gehobenen „ersten Stande", seiner geistigen Beweglichkeit und seinem Gesellschaftsleben voller Anregung und spornendem Wettbewerb in allen guten Dingen.
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Bodenbesitzordnung in Palästina Ursache nach, sondern auch seiner Höhe nach in durchaus exakter Formel abzuleiten*). Vor allem spricht folgendes für ihre Richtigkeit, abgesehen von der, wie ich hoffe, unzweifelhaften Wahrheit der Voraussetzungen und des Schlußverfahrens: alle bisher vorgetragenen Kapitaltheorien sind unzweifelhaft und nach fast allgemeiner Übereinstimmung unhaltbar; es wird also noch immer die Ursache des Profits gesucht.
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Bodenbesitzordnung in Palästina gegengesetzte Arten der Konkurrenz gibt. Die eine, die uns quält und mit dem Untergang bedroht, der „feindliche Wettkampf", geht auf Vernichtung oder Unterjochung des Konkurrenten; sie kann nur bestehen, wo das „Kapitalverhältnis" als Folge der Bodensperre existiert. … Wenn im vollbesetzten Lande Umsiedlung nötig ist, so brauchen wir in Palästina eine soziologisch korrekte Ansiedlung im eigentlichen Verstände. Diese Aufgabe wäre — theoretisch — sehr einfach, wenn es sich darum handelte, ein Bauernvolk im völlig leeren Lande richtig zu organisieren.
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506 Franz Oppenheimer: Damit kommen wir in Palästina nicht aus. Die zionistische Siedlungsbewegung arbeitet nicht mit einem Bauernvolke, sondern mit einer verstädterten Masse, und will sie in ein Land führen, das nicht leer, sondern von einer zwar dünnen, aber kraftvollen Bauernbevölkerung bereits besetzt ist.
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Bodenbesitzordnung in Palästina Kaum ein einzelner ist je diesem „typus inversus" gefolgt und unseres Wissens niemals eine ganze Menschenmasse. Dennoch ist die Aufgabe nicht hoffnungslos. … Nun liegen die Dinge in unserem Falle derart, daß viele unserer jungen Leute an sich schon aus nationalen und religiösen Gründen in Palästina den Ort ihres „geringsten Druckes" erblicken. Wir brauchen also, um die Strömung nicht nur nach Palästina, sondern auf den Acker Palästinas zu leiten, nur dafür zu sorgen, daß das neue Dorf möglichst viel Anziehungskraft erhalte.
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Arbeiterliteratur in Palästina 327 Epoche zu sein scheinen*). Sie kommen aus einem Kreise, welcher nicht allzuviele Berührungspunkte mit den Zentren der bisherigen Literatur hat, — aus dem Kreise der palästinensischen Arbeiter: — „Mit dem Aufsprießen der jüdischen Arbeit entstand für die hebräische Literatur auch ein neuer Kreis von Lesern. … Beide Sprachen waren in all ihrer Armut Heimat und Erdreich. In Palästina änderte sich das Verhältnis. Man empfand das Jiddische als fremde Sprache, die man beherrschte, von der man aber nicht beherrscht war.
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Einige dem Kuntras zu entnehmende Nachrichten über die Genossenschaftsbewegung in Palästina dürften für die Leser dieser Zeitschrift von besonderem Interesse sein. Ein Artikel gibt die durch das Arbeitsamt der Poale Zion mit Hilfe des Palästina-Arbeiterfonds begründeten Genossenschaften an: es sind die Druckerei der Zeitung „Chadaschot haarez" in Jerusalem, die Druckerei „Achduth" in Jaffa, ebendort eine Genossenschaft der Schneiderinnen, Schneider und Schuhmacher; in Haifa eine Schlosserei, eine Tischlerei, eine Häuserbau-Genossenschaft. … Die Konferenz der englischen Poale Zion hatte dagegen protestiert, daß in Palästina das passive Wahlrecht an die Kenntnis des Hebräischen geknüpft werden soll, und hatte von dem palästinensischen Poale Zion eine Intervention gegen die Unterdrückung des Jiddischen verlangt.
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328 Hugo Bergmann: in Palästina auf die Entwicklung der hebräischen Sprache untersucht: In den großen Pflanzungskolonien, wo die Arbeit von Arabern besorgt wird, bezeichnet man fast alle technischen Ausdrücke durch Fremdworte. … Wenn in der Galuth mit derselben Hingegebenheit für die hebräische Sprache gearbeitet werden würde wie in Palästina, so könnten wir auch dort zu ganz anderen Resultaten gelangen. Von diesen Erwägungen ausgehend, entwirft Jabnieli ein großzügiges Programm zur vollständigen Hebraisierung der Galuth.
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Arbeiterliteratur in Palästina 329 einzuführen. Überall trifft man auf solche Anstrengungen, welche die Einzelnen mit ihren Schöpferkräften — jeder mit dem ,Schigaon', der in ihm lebt — unternehmen."
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(An zweiter: „Territoriale Autonomie für das jüdische Volk in Palästina auf demokratischer Grundlage als notwendige Bedingung einer normalen ungestörten Entwicklung seiner Produktivkräfte"; an letzter: „Nationalpolitische Autonomie für die Juden in allen Ländern, wo sie eine Minderheit bilden41.) … Es ist nicht schwer, den Vertretern eines Agrarmarxismus in Palästina, falls sie objektiven Gedankengängen überhaupt noch zugänglich sind, zum Bewußtsein zu bringen, daß dieser Agrarsozialismus beruhend auf der Gleichstellung der Ur- und umformenden Produktion hinsichtlich der Entwicklungstendenz, längst als hinfällig erkannt worden ist.
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Unsere palästinensischen Agrarmarxisten (denn dio palästinensische Industrie Ist ja vorderhand Zukunftsmusik *)) mögen sich also dessen bewußt sein, daß die Sozialisierungsfordenmg weder mit dem Marxismus, noch mit der Vernunft etwas l) Es handelt sich bei den Sozialisierungsbestrebungen in Palastina um die einzig wesentliche und spruchreife Yergesellsehaftlichung (bzw.. „Nationalisierung") des Bodenbesitzes. Dahin zielen auch die Forderungen der