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Le-am (für das Volk) gibt kleine populär-wissenschaftliche Bücher heraus, von denen jedes mindest einen Druckbogen umfaßt und zu dem billigen Preise von 5 Cts. in Palästina, 20 Cts. außerhalb Palästinas verkauft wird. Im ersten Jahre sind 10 Nummern erschienen und insgesamt 11 500 Exemplare verkauft worden. Interessant sind die Zahlen für den Absatz in Palästina. Die Kolonien gehen dabei voran : es wurden abgesetzt : in Obergaliläa . . „ Untergaliläa . . „ Petach-Tikwah „ Chedera . . . „ Rechoboth . . „ Rischon le Zion 130 in Sichron Jakob ... 40 100 „ Wadi Chanin ... 30 1C0 „ Ekron.......25 50 „ Gederah......20 40 „ Kastinieh.....20 40 Exemplare durchschnittlich von jeder Nummer. 203
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Tamus, (6/7). Jehoschuah Feldmann. X Zionisten-Kongresse und Palästina-Arbeit. Von Hugo Schachtel, Breslau. Im „Zionistischen Merkblatt" ist ein Versuch gemacht worden, ein zahlenmäßig erfaßbares Bild des jüdischen Palästina zu geben, wie es heute ist und wie es allmählich so wurde. … Wohl aber gibt es manchen, der die Behauptung aufstellt, Palästina, insbesondere das Jüdische in Palästina hätte heute erheblich weiter sein können, hätte man energischer, intensiver gearbeitet und nicht Zeiten und Gelegenheiten zur Arbeit ungenützt verstreichen lassen.
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wird, seine Palästinarouten nach Belieben zu wählen. Unsere Institutionen in Palästina haben sich bereit erklärt, den Teilnehmern der Gesellschaftsreise zu jeder Zeit mit Rat beizustehen. Auskünfte über die Reise, Kosten, Voranschläge des Aufenthaltes in' Palästina erteit das Informationsbureau, Wien, IX., Türkenstraß e Nr. 9. … Land- und Gartensiedlungen. W. Weber, Leipzig. Baedekers Palästina und Syrien. 7. Auflage. 1910. Verlag Karl Baedeker, Leipzig. Die gerichtl. Medizin in der biblisch-talmudischen Gesetzgebung.
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:: PALÄSTINA :: MONATSSCHRIFT FÜR DIE ERSCHLIESSUNG PALÄSTINAS. IX. JAHRGANG 1912 HEFT 9/10 Strömungen in Palästina. Von Chajim Czernowitz. … Nirgends in den Golusländern sind der geistigen Richtungen und Strömungen so viele wie in Palästina. Keine Richtung im Golus, die nicht ihre „Priester und Propheten" in „Erez Israel" hätte. Und die Strömungen sind hier so stark und mächtig, daß nichts in der Welt sie von der Stelle zu rücken vermöchte.
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Da nahm er die Wirkung für die Ursache und dachte, was aus der Schule der Religiösen kommt, sei Golusjudentum, und darum verwuchs er mit der Forderung, das nationale Judentum müsse aus den Ruinen der Religiösen erbaut werden. Die natürliche Entwicklung des Judentums in Palästina wird, nach der Meinung der Nationalen, nur durch Entwicklung der Nationalität vor sich gehen, und die Religiosität wird gänzlich an Kraft verlieren. … Die beiden erwähnten Schichten, die der extrem Religiösen und der extrem Nationalen sind die stärksten, die sich in Palästina eine Position errungen haben. In letzter Zeit stehen ihnen zwei ausgleichende Schichten gegenüber, die sowohl das religiöse als auch das nationale Prinzip als berechtigt anerkennen, nur daß bei der einen das religiöse die Hauptsache bildet, das nationale nur Nebensache, bei der anderen umgekehrt.
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Manche von ihnen anerkennen das Nationale überhaupt nicht oder nur teiweise und betrachten sich selbst als „reine Deutsche mosaischer Konfession". Selbstverständlich, daß solch ein seltsames Wesen in Palästina, dem Zentrum der jüdischen Nationalität, sich wie ein „zusammengesetzter Ethrog" ausnimmt. Ich glaube, daß hiefür jetzt in Palästina kein Boden ist. … Nicht so in Palästina. Die extremen Orthodoxen in Palästina wollen von Aufklärung überhaupt nichts wissen, ja sogar jede neue Ordnung und Disziplin in einer Schule gilt ihnen als der Ketzerei verdächtig.
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Ihr kulturelles Niveau steht sehr niedrig, ihr materieller Zustand ist sehr hart und armselig, das Siegel der Armut und des Golus ist ihnen eingeprägt. Doch sind sie in natürlicher Weise Juden, und Palästina ist ihnen buchstäblich das Land der Erlösung : es befreit sie aus einem bitteren Knechtezustand *) Thoravorhänge. 205
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Ein Schriftsteller in Palästina regt einen schönen Gedanken an : für die Jemeniten eine besondere Kolonie zu bauen, damit sie sich in ihrer Eigenart samt allen ihren Lebensgebräuchen erhalten können als ein typischer Einschlag, als ein Rest aus alten Zeiten. … So ist es mit den Vertretern der verschiedenen Anschauungen, auf denen sie beharren. Die zweite Ursache ist die, daß Palästina noch vom Ausland seine Nahrung zieht, daß es abhängt, von dem Machtspruche von Versorgern, Kassieren und Verwaltern aller Arten und aller Systeme.
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palästinensische Judentum das beeinflussende wäre, daß aus ihm die Quellen flößen, so aber ist es nur ein aufnehmendes Gefäß für Ableger von Strömungen im Golus, für deren Aufnahme der Boden Palästinas gar nicht geeignet ist. Vielleicht, wenn Palästina nicht mehr materiell vom Golus abhängig sein wird, wird es auch in seinen Kräften unabhängig und dann imstande werden, sich zu konzentrieren und dem Golus ein geistiges Zentrum zu werden. … Jüdischer Landbesitz in Palästina. Bei der Bearbeitung des in der jüdischen Welt Rußlands ziemlich verbreiteten „Jüdischen Kalenders „Kadima", welcher bereits das vierte Jahr regelmäßig erscheint, ist auch diesmal wie gewöhnlich besondere Sorgfalt einer erschöpfenden und möglichst präzisen Darstellung der Institutionen, die in und für Palästina arbeiten, gewidmet worden.
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Das klassische Beispiel eines jüdischen Kolonisten begegnete uns in Rechoboth in einem Manne, der jahrelang in einer altehrwürdigen Gemeinde in Süddeutschland als Klausrabbiner gewirkt hat.'1] Vor 13 Jahren, er stand bereits an der Schwelle des Alters, entschlossen sich er und seine Frau nach Palästina auszuwandern, um dort Bauern zu werden. Dieser inoffizielle Rabbiner von Rechoboth lehnt jede Titulierung ab. Er will nichts anderes sein und heissen als Bauer und fühlt sich in diesem Beruf glücklich und zufrieden.
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479 Dr. Max Grnnwald: Das neue Palästina. 480 Petach Tikwah (Jüdische Kolonie). Verlag f,0ud. Ztg." Marktplatz in Petach Tikwah. Das Rohmaterial zum Bauen, selbst Holz und Stein, muss ans Europa beschafft und für die Bearbeitung des Bodens Kunstdünger eingeführt werden.
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481 Dr. Max Grunwuld: Das neue Palästina. 482 Wadi-el Chanin. Jüdische Kolonie. (Spezlalaufnahme für „Ost und West".) seid doch hier nur G e r i m, Fremde, in einem arabischen Lande."
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Von amerikanischen Juden ist dieses Institut mit einem Kapital von 20 000 Dollars gegründet und dafür ein jährliches Budget von 10 000 Dollars garantiert worden. Ihr Leiter ist der Botaniker Arons o n , der in Palästina den Urweizen entdeckt hat. Im Anschluss hieran sei das von N a t h a n S t r au s s zur Bekämpfung der Malaria in Palästina begründete und von Dr. … Mit Aronson nicht zu verwechseln ist der gleichfalls rühmlichst bekannte Zoologe A h r oni, der in Palästina viele bisher unbekannte Tierarten aufgefunden hat. Der Weg zwischen Atlit und K a i f a gehörte zu den schönsten Partien unserer Reise.
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485 Dr. Max Grunwalcl: Das neue Palästina. 486 ■m ii^ini ■ ——■ ~~ — \ ^""-««l -,---14,*4 ii"We^^iWBr -~ -; .^r^^P§^^ ^^^^^^H§/; . ' " ■• : | ^'^^^^^^^^ Mischmar-Hajarden.
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487 .Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 488 zu ermessen, die diese jüdischen Kolonien für Palästina besitzen. Noch mehr aber bedeuten diese Leistungen für uns Juden im Abendland. … Geradeso wie es in unseren Grossstädten türkische, japanische und andere Basare gibt, würde sich auch mit Erfolg ein jüdischer halten lassen, in dem man die prächtigen gewerblichen Erzeugnisse des „Bezalel" und des übrigen jüdischen Palästina, ferner die bekannten Arbeiten der Juden in Damaskus u. a. zu kaufen bekäme. Gewiss, noch bescheiden ist, was bis jetzt in Neu-Palästina geschaffen worden, winzig, an amerikanischem Massstab gemessen, aber — es ist j ü d i s c h und eröffnet weite Perspektiven für die Zukunft des Judentums.
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459 Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 460 nach Palästina zogen und die Kolonie Katra gründeten. Er .besitzt mehrere russische Orden, darf seinen Sohn in Petersburg studieren lassen und gibt auch den Schiedsrichter ab bei den verschiedenen Prügeleien unter den Angehörigen der zahlreichen in Palästina vertretenen russischen religiösen Sekten. … Vom Postamt begibt man sich in das jüdische Gasthaus in Jaffa. Ueber das jüdische Hotelwesen in Palästina darf man das Urteil fällen, dass es jedem, der die jüdischen Speisewirtschaften anderwärts, z. B. in Italien, durchgekostet hat, eine angenehme Ueberraschung bereitet.
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461 Dr. Max Grunwakl: Das neue Palästina. Haifa. (Spezialaufnabme für „Ost und West".) Schule betritt, dann ist einem zumute, wie dem Prinzen, als er Dornröschen fand. … Diese Schule, von den Chowewe Zion in Odessa gegründet, ist, wie alles in Neu-Palästina, blutjung. Das Gebäude steht erst drei Jahre. Zum Baupreis von 150000 Francs hat der bekannte hochherzige Palästina freund Herr Feinb'erg aus Irkutsk, jetzt in Berlin, allein etwa 79 000 Frs. beigesteuert.
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463 Dr. Max: Grunwakl: Das neue Palästina. 464 und^ Handwerkern in Jaffa. Nirgends haben wir aber eine -.Spur von Aermlichkeit wahrgenommen. Alles blitzte und blinkte. … Die .Lehrer stammen zum grössten Teil aus Russland, die Schülerinnen zumeist ebendaher oder aus Palästina. 74% zählen zu den sogenannten aschkenasischen Juden, 24% sind Sephardinnen, die übrigen 2% stammen aus dem Jemen.