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Ludwig Aron-Stolp: Jüdische Palästina-Literatur. Auf Veranlassung des „Deutschen Vereins zur Erforschung Palästinas" hat Dr. phil. Peter Thomsen eine „Systematische Biographie der Palästina-Literatur" verfasst. … Die jüdische Ackerbaukolonisation in Palästina und ihre Geschichte. Berlin, Schildberger. Die jüdischen Kolonien in Palästina, ihre Entstehung und Entwicklung. Wien. 1904. 2.
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In späteren Nummern werden wir diese Liste von empfehlenswerten Arbeiten fortsetzen, in der Meinung, dass ein weiterer jüdischer Leserkreis an den aktuellen und wissenschaftlichen Werken über Palästina ein reges Interesse hat. Die angeführte Uebersicht zeigt die Armut der Palästinaliteratur, die sich mit den Juden des Landes befasst- Zionistische Bibliotheken, die speziell die Palästinakunde näher berücksichtigen, werden1 umsomehr auf diese Zusammenstellung zurückgreifen.
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Der uns vorliegende Bericht der „AUiance Israelite Universelle" enthält Mitteilungen über die Tätigkeit der Gesellschaft in Palästina. Ueber die Schulen gibt er nichts als folgende Aufstellung:*) Knaben Stadt Mädchen Zahl Lokale Subven¬ Grün¬ Jüdische d. … Von 31 abgegangenen Zöglingen haben nur 20 den letzteren erwählt und auch davon sind blos 7 in Palästina geblieben! Man sollte doch meinen, daß für alle Zöglinge in Palästina Platz wäre, um so mehr als die ICA., die mit der Alliance in Union steht, nach geeigneten Kolonisten für Galiläa suchen soll.
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Andererseits wird die Gemeinsamkeit die Touren etc. auch die Kosten in Palästina herabsetzen. Ein vierwöchentlicher Aufenthalt in Palästina läßt sich mit allen Nebenausgaben, falls mindestens 5 Personen in einer Gruppe vereint sind, nach den Angaben Dr. … Jedenfalls ist die Fahrt von Wien bis Wien zurück samt Aufenthalt von 4 Wochen in Palästina mit K 350.— zu bestreiten, gewiß kein allzuhoher Betrag. Wir werden auch in der Lage sein, bei Bekannten in Palästina dahinzuwirken, daß den Reiseteilnehmern alles nach Möglichkeit in bester Weise geboten wird.
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Zeugen wider Palästina. Von Dr. Aron Sandler-Breslau. Alljährlich reisen Tausende von Westeuropäern nach Palästina, nur in den seltensten Fällen von dem Interesse geleitet, das Land auf seine Besiedlüngsfähigkeit zu prüfen und sich von dem Stande der bisherigen Kolonisation zu überzeugen. … Zunächst müssen wir mit allerlei, zum Teil sehr naheliegenden Allgemeinheiten, ja sogar mit Aeußerlichkeiten beginnen, die manchem wohl geringfügig und nebensächlich erscheinen mögen, in Wirklichkeit aber auf das Gesamturteil der Reisenden über Palästina mehr oder weniger von Einfluß sind. Denn sie schaffen die grundlegende Stimmung, aus der das Urteil fließt. Viele stehen dem Lande von vornherein mit einer gewissen halb unbewußten Antipathie gegenüber, die sich bei dennoch bestehendem Interesse für das Land bis zu einer Art Feindseligkeit steigern kann.
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Die verächtliche Neugier, mit der man förmlich manchen Reisenden das Land betrachten sieht, oder die allgemeine Mißstimmung gegen das Land, werden nun weiterhin durch einzelne unangehme Erlebnisse während der Reise genährt. Den einen überrascht, wie das in Palästina nicht selten ist, ein fürchterlicher Platzregen, der andere erlebt einige Schirokkotage, an denen der sengende, austrocknende Wirbelwind die Glut der östlichen Wüste, ins Land bringt. Auch die Landung vermag bereits dem bequemen Reisenden das Gleichgewicht der Seele zu rauben; denn bekanntlich ist nicht immer die Ausbootung in Jaffa eine angenehme Spazierfahrt, und oft liegt das Schiff tagelang vor Anker, ehe die Landung möglich ist. Die meisten Reisenden haben auch vor Palästina Aegypten besucht. In Kairo aber findet man die elegantesten Hotels der Welt, und es ist fürwahr ein bitteres Schicksal für die verwöhnten Herrschaften, die in 116
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Die Klagemauer, die sie alle gesehen haben, bleibt für die meisten Reisenden das einzige jüdische Dokument in Palästina und das Absingen der Litaneien die einzige jüdische Tätigkeit im Lande. Von den 8 —9000 jüdischen Seelen, die von der Landwirtschaft leben, erfährt der Reisende oft nichts. … Aber welchen Einfluß auf das Urteil von vielen Tausenden von Reisenden über Palästina und seine Juden hätte es nun, wenn das sonst so ausführliche Handbuch sie dazu anregte, selbst nur auf der beschriebenen Tour einen kleinen Abstecher nach dieser oder jener jüdischen Kolonie zu machen?
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Der Redner sprach vor dem jüdischen Publikum eine Stunde lang über Palästina, ohne die Kolonien mit einem Worte zu erwähnen. Uebrigens hatte er selbst auf der Reise die galiläischen Kolonien, also die landschaftlich schönsten, nicht berührt. … Und so erfahren sie wenig oder nichts von dem neuen jüdischen Leben in Palästina. Wir kommen nun zu einer weiteren Gruppe von Ursachen, die uns das abfällige Palästinäurteil der Touristen erklären.
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Aber je weiter die Bahn in das Innere des Landes vordringt, umso kahler die Felsen, umso wilder die nackten, hochragenden Bergzacken, und bald gewahrt das Auge des hinausschauenden Touristen nichts als eine imposante Gebirgslandschaft, die zwar allerlei historische Erinnerungen auslöst, aber keine Anpflanzung zeigt (die Spuren alter Terrassierungen entgehen meist seinem Auge), nichts von Hochwald, nur Steine, Steine, Steine. Das ist Palästina! Macht er nun von Jerusalem seine Ausflüge, so Findet er zwar Bethlehem in einer überaus fruchtbaren, gut angebauten Talmulde gelegen; aber wehe, wenn er die Tour nach Jericho unternimmt!
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Wer zur ungünstigen Jahreszeit das Land besucht, vermag sich nach dem Wechsel der Jahreszeiten, wie er ihn von Europa her gewohnt ist, von dem Bilde, das Palästina zu anderer Zeit bietet, keine Vorstellung zu machen. Während die Ebene Saron heute noch in ödem, eintönigem Grau vor seinen Augen daliegt, ist sie wenige Wochen später ein herrlicher Garten voll bunter Blumen und Gräser, denn nun ist es plötzlich Frühling geworden, und nun leuchtet auch am Strande des Tiberiasees und am Karmel in rot und blau und gelb ein prächtiger Farbenteppich, und um Jaffa herum ist die Luft weithin vom Dufte der Orangen erfüllt, deren frisches Goldgelb aus dem satten Grün der Blätter herausschaut.
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. — Doch bleiben wir bei dem eigentlichen, dem historischen Palästina! Gerade das Jordantal, das freilich die meisten Reisenden nur bei Jericho und am Toten Meer besichtigen, gehört zu den fruchtbarsten Strichen des Landes.
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Auch sind ja, wie erwähnt, die grundlegenden Beobachtungen meist gar nicht zu bestreiten, wahrend die neuen Deutungen, die man diesen Beobachtungen zu geben versucht, vom Standpunkt des Westeuropäers durchaus unwahrscheinlich und wie Ausreden klingen. Es ist meist aussichtslos, diese Zeugen wider Palästina zu widerlegen. Wir bedürfen eines guten, wahrhaft modernen Reisehandbuchs für Palästina. Freilich auch eines rein jüdischen, wie es sich auf der Grundlage des jüngst erschienenen Handbuches von Trietsch ohne größere Schwierigkeiten wird schreiben lassen.
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nicht einseitige Belehrung erteilen, sondern eine objektive Übersicht über die Zustände Palästinas geben und ein vielseitiges Verständnis auch für Gegenwart und Zukunft des Landes erschließen wil', müßte allerdings eben so gut wie Bethanien auch Pethach Tikwah erwähnt und besprochen sein, und neben dem „Berg des Aergernisses" und dem „Berg des bösen Rates* auch der Bezaiel Erwähnung und Würdigung finden Jüdische Frauenarbeit für Palästina. Von Davis Trietsch-Berlin. 1. Ueber den Zustand der jüdischen Bevölkerung in Palästina Arbeit jüdischer Frauen für Palästina — liegt eine Notwendigkeit vor? … Die gegenwärtige Judenschaft des heiligen Landes setzt sich aus folgenden Elementen zusammen: den sogenannten arabischen Juden, die wohl ununterbrochen seit den ältesten Zeiten — wenn auch in sehr schwankender Zahl — sich im Lande gehalten haben, den spaniolischen Juden, das heißt den Nachkommen der aus Spanien und Portugal nach der Türkei gekommenen Flüchtlinge, der aschkenasischen Einwanderung, die hauptsächlich in den ersten drei Vierteln des 19. Jahrhunderts nach Palästina kam, und der neuen Einwanderung meist osteuropäischer Juden, die in der Hauptsache seit Anfang der Achtzigerjahre des vorigen Jahrhunderts sich nach Palästina wandte.
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Die Verwendung des Kunstdüngers in größerem Maßstabe in Palästina ist zwei Jahre alt. Die Landwirte hatten früher Gelegenheit, arabischen Dünger aus Nachbardörfern billig zu beziehen.