Mannheim
Compact Memory
51 pagesSort: relevance · oldest first · newest first
Pages per year (click a year to narrow down)
7
189919181938
  1. 1929-04-01 · Heft 4-5 (April 1929) · p. Seite 62 · Bericht aus Palästina

    Rundschau Politik. Bericht aus Palästina, Von Dr. Ernst Simon, Jerusalem. Die dauernd problematischen Beziehungen zwischen der Palästinaregierung und den Organen des Jischuw haben im Berichtsmonat wieder einige symptomatische Ergebnisse gezeigt.

  2. 1929-06-01 · Heft 6 (Juni 1929) · p. Seite 31 · Das Pressewesen in Palästina

    Außer den oben angeführten palästinensischen Zeitungen erhält die Preßsektion auch auswärtige Zeitungen, so unter andern: „Haint" (Warschau), „Jüdische Rundschau" (Berlin) und — last, not least — „Palästina". Rundschau*) Politik. Von Dr. Ernst Simon, Jerusalem. Internationale Zusammenhänge: Die hier allzu leicht vergessene Tatsache, daß Erez Israel mitten in den Zusammenhängen der großen Weltpolitik steht, kommt dem palästinensischen Juden manchmal gerade bei kleinen, gleichsam anekdotischen Anlässen wieder ins Bewußtsein. … Es bleibt der unzweifelhafte Eindruck einer erhöhten italienisch-katholischen Aktivität im nahen Orient, insbesondere in Palästina und Jerusalem. Schon vor dem weltgeschichtlichen Friedensschluß zwischen dem weltlichen und dem geistigen Schwert, zwischen Mussolini und dem Papst, hat sich jene Aktivität durch den Besuch des italienischen Kronprinzen in Jerusalem gezeigt, und diejenigen Kommentatoren des römischen Friedens mögen nicht unrecht haben, die eine seiner außenpolitischen Hauptmotive in dem faschistischen Wunsche sehen, *) Wir bemerken gegenüber verschiedenen Zuschriften über die Führung der „Rundschau", daß wir den Referenten volle Freiheit geben, ihren Standpunkt gegenüber den von ihnen besprochenen Vorkommnissen zu wahren, was in aller Zurückhaltung geschieht.

  3. 1929-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1929) · p. Seite 48 · Die Unruhen in Palästina

    Noch für lange Zeit hinaus wird jeder politische Bericht aus Palästina immer wieder von den Unruhen auszugehen haben, deren Nahen sich bereits in der Woche vor Tischo be Aw ankündigte, die sich beinahe volle 14 Tage nach Tischo be Aw hinzogen und deren Nachwehen sich selbst heute noch, anfangs Oktober, in gelegentlichen Überfällen bemerkbar machen. … Die maximalistische Auffassung, im wesentlichen von den Kreisen des „Brith Schalom" vertreten, hält die Bewegung für Vor- und Ausläufer eines arabisch-nationalistischen Aufstandes, dessen aktueller Herd zurzeit Palästina ist, der aber seine Wellen, natürlich in sehr abgeschwächter Form, in alle arabischen Nachbarländer schlägt und von ihnen auch zum mindesten moralische Unterstützung bekommt.

  4. 1930-04-01 · Heft 1 (April 1930) · p. 38 · Jüdische Bauernfrömmigkeit in Palästina

  5. 1930-04-01 · Heft 1 (April 1930) · p. 40 · Jüdische Bauernfrömmigkeit in Palästina

    Dem entspricht es denn auch, daß die chassidische Bewegung einige Dokumente aufweist, die nicht nur die Rückkehr nach Palästina, sondern die religiös begründete Rückkehr zur landwirtschaftlichen Tätigkeit, zu einem auf körperliche Arbeit gegründeten, freudigen Gemeinschaftsleben fordern.

  6. 1934-06-01 · Heft 3 (Juni 1934) · p. 114 · Von Palästina nach Deutschland

    Ein volkstümliches Judentum mit Traditionen und brüderlicher Hilfsbereitschaft, aber seit langem ohne Geschichte und Schicksal. Kommt man nach Deutschland und aus Palästina, so ist es, als sei man aus dem Raum jüdischer Geschichte in den Raum jüdischen Schicksals eingetreten. Beide Länder rücken zusammen: 114

  7. 1934-06-01 · Heft 3 (Juni 1934) · p. 116 · Von Palästina nach Deutschland

    Ernst Simon: Von Palästina nach Deutschland sehen zweifellos geschehen ist. Statt dessen äußerten sich extreme Stimmen und fanden Gehör; einander aufs äußerste widersprechend und doch identisch in der Wurzel einer Entjudungstendenz, die einmal den Einzelnen und das andere Mal die Gemeinschaft meint und bedroht Die eine Stimme sucht sich mit aller Gewalt verlorener Liebesmüh dem Dritten Reich aufzudrängen, als sei dessen Judenfeindschaft ein Zufall und nicht tief im System begründet; die anderen suchen dessen herrschende Gedankengänge im jüdischen Bezirk gleichsam zu kopieren und schrecken selbst vor einer Umdeutung unserer Bibel in diesem Sinne nicht zurück, als habe nicht jedes Volk, und insbesondere das unsere, seine eigenen Gesetze des Werdens und Seins. Die einen bemühen sich um einen Kulturbetrieb, der eine bestimmte, wenn auch noch so humane Stufe des Deutschtums verabsolviert, und die anderen begnügen sich oft mit einem hastigen hebräischen Sprechdrill, der weder hier noch in Palästina zu einer kulturfähigen Sprache führen kann. Die einen fordern eine „zweite Emanzipation", ohne deren Eigenart unter so veränderten Verhältnissen deutlich zu bestimmen, und die anderen lehnen sie manchmal mit dem Hinweis auf Palästina ab, ohne ein konstruktives, eindeutiges Programm dafür hinzustellen, wie sie sich das Schicksal der Hunderttausende vorstellen, die auch in Zukunft in Deutschland leben mögen.

  8. 1929-12-01 · Heft 5 (Dezember 1929) · p. 499 · Juden und Araber in Palästina

    Alfred Wiener: Juden und Araber in Palästina Wie man in den Wald hin einschrie, so schrie es also heraus. Es ist nur erfreulich, daß die hebräische Arbeiterzeitung „Dawar" von diesem Schmähgedicht sofort deutlich abrückte, ein Vorgehen, dem sich auch die „Jüdische Rundschau" (Nr. 75, 24. … Möchten die deutschen Zionisten sich von der geistigen und politischen Führung jener Narren und Schwätzer befreien, die den deutschen Zionismus zum Gespött der Welt machen." 2) Programm in „Palästina", Monatsschrift für den Aufbau Palästinas, Wien 1929, XII. Jahrgang, Nr. 1, S. 36/37. 498

  9. 1929-12-01 · Heft 5 (Dezember 1929) · p. 517 · Juden und Araber in Palästina

    Alfred Wiener: Juden und Araber in Palästina und Methoden diskutierten, während der Zeit, da die »Sparer« unserer obersten Exekutive über jrnsere politische Tätigkeit im Land zu entscheiden hatten, hat der Vorsitzende des islamischen Rates mit Hilfe der arabischen Zeitungen nicht versäumt, jede Gelegenheit wahrzunehmen, um Unrat auf die Juden zu werfen und uns in den Augen der arabischen Menge schlecht zu machen." … i Vereine durch 4 9 Delegierte vertreten waren.2) Und auf der gleichen Seite ist zu verbuchen, Avas Ernst Simon berichtet („Palästina", Nr. 7/9, Juli/September 1929, S. 70/71): „Es ist merkwürdig zu beobachten, wie die zionistische Bewegung und der jüdische Nationalismus nicht nur den Widerstand der Araber wecken, sondern auch ihren Nachahmungstrieb.

  10. 1937-11-01 · Heft 8 (November 1937) · p. 326 · Die Bibel im neuen Palästina

    IL Prüft man die tatsächliche Einstellung des jüdischen Jischuw in Palästina zur biblischen Überlieferung im Lichte der drei hier kurz vorgetragenen Auffassungen, so ergibt sich folgendes: die radikalste der Thesen, die Brenners, ist im Leben der Schule und Jugend kaum zur Geltung gekommen.

  11. 1937-11-01 · Heft 8 (November 1937) · p. 328 · Die Bibel im neuen Palästina

  12. 1937-11-01 · Heft 8 (November 1937) · p. 330 · Die Bibel im neuen Palästina

    Ernst Simon: Die Bibel im neuen Palästina her, nach und nach / du darfst sie nicht rasch vernichten können, sonst überwüchse dich das Getier des Feldes. / Aber ER, dein Gott, gibt sie vor dein Antlitz hin"*), so wird es manchem, der angjesichts dieser furchtbaren Worte erschrickt, geradezu ein Glaubenstrost sein, wenn ihm die Bibelkritik versichert oder versichern könnte, daß diese Sätze, die die Völker Kanaans jeden eigenen Lebenssinnes berauben und ganz zum Mittel für Israels Geschichte machen, menschliche Zutat seien und nicht Worte des lebendigen Gottes.

  13. 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 52 · Zum Lohn- und Teuerungsproblem in Palästina

    Ernst Simon. Jerusalem*). Da die letzte politische Rundschau für Palästina, aus der Feder Dr. Hans Kohns, schon lange zurückliegt, werden wir bei unserem heutigen Überblick, der die Kontinuität herstellen und zu regelmäßigen Berichten überleiten soll, etwas ausführlicher als in Zukunft sein müssen und eine Reihe sehr verschiedenartiger Ereignisse zu berühren haben. Die jeweilige politische Situation Palästinas ist selbstverständlich nicht unabhängig von der Lage in den Nachbarstaaten, die ja zu den wichtigsten Zentren der *) Unser Mitarbeiter Dr. Hans Kohn wird auf seinen Wunsch fortab die Gebiete um Palästina (siehe Nr. 1), Herr Dr. Ernst Simon die politische Rundschau für Palastina hearbeiten. Die Red.

  14. 1929-12-01 · Heft 12 (Dezember 1929) · p. Seite 28 · Die kooperative Bewegung unter den Juden in Palästina

  15. 1934-06-01 · Heft 3 (Juni 1934) · p. 113 · Die Gewalt der Geschichte

    Ernst Simon: Von Palästina nach Deutschland spora ist das Judentum geboren; in Palästina wurde der Zusammenstoß des Diaspora-Gedankens mit der einheimischen, eigenstaatlichen Welt ausgetragen. … Als die Judenheit wiederum zerstreut wurde, nahm sie den Geist mit, der aus der Zerstreuung geboren war und der darum in ihr weiter schöpferisch leben konnte, weil er ihr kongenial war. Ernst Simon: Von Palästina nach Deutschland Eindrücke und Besinnung einer Jüdischen Reise I. Palästina, Italien, Frankreich, England — und nun wieder Deutschland!

  16. 1921-01-01 · Heft 8 · p. 514 · Die Lage

    Mit der Erkenntnis der zionistischen Aufgabe in diesen und den kommenden Jahren ist auch die Frage beantwortet, ob das bisherige Tempo der Arbelt in Palästina dieser Aufgabe entspricht. Die Folgerung, welche sichaus dieser Erkenntnis mit unerbittlicher Logik ergibt, ist die Notwendigkeit einer ganz ungeheuren Intensivierung der zionistischen Arbeit in der Diaspora zur Gewinnung der erforderlichen Mittel und Menschen für Palästina. … „Ich kann mir nicht vorstellen", schreibt Kaznelson, „daß englische Politiker.., nicht von vornherein damit gerechnet haben, daß ein jüdisches Palästina viel eher als ein arabisches Selbständigkeit erlangen . . . würde." Daß Palästina in absehbarer Zeit Selbständigkeit erlangen würde, damit haben weder englische Politiker gerechnet noch rechnen sie damit.

  17. 1937-01-01 · Heft 10 (Januar 1937) · p. 462 · Vom Typenwandel der Jüdin seit hundert Jahren

    Und nun entsteht im Laufe weniger Jahrzehnte die Gestalt der jüdischen Arbeiterin in Palästina, die jeder kennt, der heute Palästina durchwandert. Es vollzieht sich eine Wiederauferstehung der Ghetto-Frau des Mittelalters, wie man fast sagen könnte. … Robuste Gestalten mit tief durchfurchten sonnenbraunen Gesichtern sind diese Landarbeiterinnen in Palästina. Meist kamen sie aus Rußland, aus der politisch-sozialen Arbeit. Debora Dajan hatte schon lange als einzige Jüdin im Semstwo mitgearbeitet, als sie ihr eignes Volk 462

  18. 1934-09-01 · Heft 6-7 (September 1934) · p. 300 · Sätze

    IM KULTU Julius Bab: Kulturarbeit der deutschen Juden / Josef Kastein: Geheimnisvolle Welt / Unveröffentlichtes von Johann Jacoby, Gabriel Riesser, Franz Kafka / Ernst Simon: Von Palästina nach Deutschland / Erich Rott: Vom Kurfürstendamm nach En Charod / Friedrich Brodnitz: Schmelztiegel Palästina / Aufsätze über Jüdischen Journalismus / Disraeli-Lasalle / Figuren zwischen den Zeiten / Heinz Cohn: Neuordnung im jüdischen Schulwesen / Schulaufsätze: „Mein Berufswunsch und die Wirklichkeit" / Erziehungsfürsorge / Die Kleinstadtgemeinde. … / Erneuerung der Bibelwissenschaft / Max Wiener: Religion und Volkssitte / Max Grünewald: Autorität ESSAYS UNI Margarete Susman: Stifters Abdias / Michael Graupe: Stefan George / Berta Badt-Strauss: Solomon Schechter / Ludwig Feuchtwanger: Die Gestalt des „Verworfenen Juden" / Das gute jüdische Herz / Der Davidsschild / Das möblierte Zimmer. SONDE Jüdische Jugend / Deutschland und Palästina / Diaspora / Religiöse Fragen.

  19. 1935-08-01 · Heft 5 (August 1935) · p. 230 · Perspektiven der geistigen Entwicklung Palästinas

    Äußerlich und innerlich wird das jüdische Erziehungswerk der nächsten Jahre einen mächtigen Anstoß erhalten durch die für Palästina nun schon gewohnte, aber doch umwandelnd wirkende Erscheinung der Jugendalijah. Die Tatsache allein, daß alljährlich Hunderte von Kindern und Jugendlichen, vorerst nur aus Deutschland, sehr bald wohl aber auch aus Polen und anderen Ländern Osteuropas, in einem noch der Formung bedürftigen und zugänglichen Lebensalter ins Land kommen, stellt dessen Erwachsenen-Generation vor die in diesem Umfang bisher unbekannte Aufgabe der Schaffung von „pädagogischen Provinzen". … Ein wichtiger Hebel echter Erwachsenenbildung kann die Presse, muß das Buch sein. Beider Entwicklung im hebräischen Palästina ist verheißungsvoll, wrenn auch noch keineswegs zufriedenstellend. Immerhin ist eine äußere Konsolidierung der großen Zeitungen 'und Verlagsanstalten eingetreten; immerhin nimmt Palästina heute eindeutig die Stelle des Mittelpunktes für die Schaffung und Konsumierung des hebräischen Buches ein, und dieses selbst scheint eine gewisse Wendung aus der von Bialik in ihrem Übermaß so beklagten Übersetzungsliteratur in die eigene Produktivität vorzunehmen.

  20. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 116 · Erziehung zur Tradition

    B. ist zugleich Vorzug und Mangel weil sie künstliche Lebensbedingungen schafft oder vortäuscht unter denen kein Jude der Welt, selbst in Palästina nicht, je leber wird. Bejaht man sie, ihrer großen jüdischen Chancen wegen insbesondere in der heutigen Verfallszeit des jüdischen Hauses trotzalledem, so sind wenigstens bewußte Gegenkräfte einzuführen die aufweitend wirken und verhindern, daß die dort geleistete Erziehungsarbeit zu einer Treibhauskultur führt. (Für Palästina wären z. B. gemeinsame jüdisch-arabische Volksschulen trotz der ja nicht allzugroßen, Sprachschwierigkeiten sehr ernsthaft zu erwägen.)