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Die Protestkundgebungen gegen den Hilfsverein aus den entlegensten Ländern und Erdteilen, die werktätigen Sympathien, die dem neuen hebräischen Schulwerk in Palästina allerorten entgegengebracht werden, legen Zeugnis ab von dem machtvollen Vordringen der hebräischen Renaissancebestrebungen in alle Kreise der zeitgenössischen Judenheit. … Denn gewaltig groß sind unsere moralischen Pflichten gegenüber der jüdischen Erziehung in Palästina! Mit der bedeutsamen Frage der Ottomanisierung der palästinensischen Juden beschäftigt sich „L’Aurore“ (Konstantinopel) in ihrer Nummer vom 30.
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Der Verfasser, ein guter Kenner des Landes und Autor eines der besten Palästina-Werke, konstatiert vielfache Fortschritte insbesondere auf landwirtschaftlichem Gebiete und in Verbindung mit der deutschen und der jüdischen Kolonisation. … Einigermaßen naiv klingt folgender Satz: „Daß die Christen um der Liebe willen für die Bewohner des Heiligen Landes tätig sein wollen, geht dem Muslim nicht ein; er sieht dahinter politische Absichten und hat sich längst die Frage vorgelegt, wessen Herrschaft er am liebsten in Palästina ertragen würde.“ Weiter heißt es dann: „Durch die jüngsten Ansiedlungen der Juden werden endlich deren Schutzmächte, abgesehen von der Türkei, besonders Rußland und Oesterreich, wieder in ganz anderer Richtung für Palästina in Anspruch genommen.“ — Rußlartd als Schutzmacht der Juden ist hübsch gesagt.
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Das Bestreben, unseren nationalen Einfluß im Lande zu mehren, ist ja die Seele vieler neuer Unternehmungen, die wir in den letzten Jahren in Palästina geschaffen haben. Dieses natürliche Streben hat insbesondere auch viel dazu beigetragen, unser Verhältnis zu Jerusalem und seinen 60 000 jüdischen Bewohnern zu ändern ... … Jetzt sind in dieser sachlichen Schrift, die vieles Tatsachenmaterial über den Sprachenkampf in Palästina enthält, nicht nur Darstellungen über die Bedeutung der hebräischen Sprache für das Gesamtjudentum, über das Schulwerk in Palästina, den Kampf der letzten Monate und die Broschüre Paul Nathans enthalten, sondern sie orientiert auch über den Verlauf der Sitzung des Kuratoriums am 22.
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Februar: Wie man auch über den Streit zwischen Zionisten und Nichtzionisten in Deutschland denken mag, der als Resultat des hebräischen Sprachenkampfes in Palästina entstand: über die Art, in der dieser Kampf geführt wird, kann es keine Meinungsverschiedenheiten geben. Die Gegner des Zionismus haben es für richtig gehalten, diese Differenzen in die allgemeine Presse zu tragen. … Die bewundernswerteste Leistung der neuen jüdischen Siedlung in Palästina ist die Wiederbelebung der hebräischen Sprache. Hebräisch ist heute die Umgangssprache nicht von 6000 Juden, wie „Outsider“ behauptet, sondern von fast allen den 100 000 in Palästina lebenden Juden.
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Die Juden sind gewiss eher als alle anderen dazu berufen, die heiligen Stätten des Christenthums in Palästina zu beschützen. Sie würden dort einen musterhaft guten Staat bilden: im Centrum von Kleinasien würden sie durch ihre Fähigkeiten den Handel zu einer nie dagewesenen Blülhe emporheben. … Leipzig, M. W. Kaufmann. 1900. weigern, dass die Juden in Palästina einen autonomen Staat gründen; ein solcher dürfte ihm den hundertfachen Nutzen bringen, wie Armenien und Kreta zusammengenommen, die ihm so viel zu schaffen machen.