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  1. 1921-01-01 · Heft 12 · p. 723 · Papst, Judentum, Palästina

    Arnold Zweig: Papst, Judentum, Palästina 723 ARNOLD ZWEIG / PAPST, JUDENTUM, PALÄSTINA*) Es ist bekannt, daß die Lage der Christen in Palästina sich nicht nur nicht gebessert, sondern verschlechtert hat, und das infolge der neuen Einrichtungen, die als Ziel haben .... die Christen aus den Stellungen, die sie bis jetzt eingenommen haben, zu vertreiben und sie durch die Juden zu ersetzen."

  2. 1921-01-01 · Heft 12 · p. 724 · Papst, Judentum, Palästina

  3. 1919-01-01 · Heft 3 · p. 100 · Die Internationalität der Juden

    Die international garantierte Gleichberechtigung, die nationale Autonomie irn Osten und das jüdische Palästina, die Verwirklichung dieser drei Forderungen schien uns gewiß. Und nun — die Stimmung in den jüdischen Massen im Osten ist gedrückt, ist schier verzweifelt; so manche Führer auch im Westen schütteln die Köpfe, und die leuchtenden erregten Farben, in denen das öffentliche jüdische Leben noch vor kurzem schillerte, scheinen von einem dumpfen, matten Grau überdeckt zu sein* Noch scheuen sich die meisten, es sich selbst und den anderen zuzugeben. … Dies ist das Seltsame der Situation, daß sich an unserer äußeren Lage nichts Wesentliches geändert hat. Unser Recht auf Palästina ist in Versailles anerkannt worden; wir werden in Palästina ungehemmt kolonisieren, uns frei entfalten, dort ein jüdisches Zentrum schaffen können Und was die nationale Autonomie betrifft, nun, die Polen haben es uns nie verheimlicht, daß sie diese Forderung mit allen Mitteln bekämpfen werden; und jeder Einsichtige hätte es von vornherein wissen müssen, daß wir die Sicherung unserer Rechte in den einzelnen Ländern in erster Reihe durch die Schaffung einer starken Position in

  4. 1925-10-01 · Heft 10 (Oktober 1925) · p. Seite 221 · Heinrich Mann: Der Kopf [Rezension]

    Dieser Umstand machte sich im hebräischen Schulbetriebe sehr unangenehm bemerkbar, nicht nur in Palästina, wo der hebräische Atlas naturgemäß am stärksten vermißt wurde, sondern auch in den zahlreichen hebräischen Mittelschulen der Periphericländer, so vornehmlich in denen Polens und Bessarabiens. … Karte 6 gibt uns den Prozentsatz der jüdischen Bevölkerung in den verschiedenen Ländern an, während uns eine zweite große Doppelkarle (Karte24/25 ) die jüdischen Zentren in Euroiia vorführt und eine dritte (Karte 9) die absolute Bevölkerungszahl der Juden nach den einzelnen Ländern mitteilt. Die restlichen Karten haben Palästina zum Gegenstand. Unter diesen zeigt uns eine (Karte 14/15) in großem Maßstabe das heutige Palästina mit sämtlichen Kolonien und den letzten Siedlungspunkten im Emek.

  5. 1925-11-06 · 10 (6.11.1925) · p. Seite 202 · Kizur Schulchan Aruch [Rezension]

    .—, geb. M. 10.50 Granowsky: Probeleme der Bodenpolitik in Palästina. Gebunden M. 3.5O Greßmann, Hugo: Israels Spruchweisheit im Zusammenhang der Weltliteratur. Halbleinwand M. 3.— Heine, Heinrich: Gespräche. … M. 2.5O Ruppin, Arthur: Die landwirtschaftliche Kolonisation der zionistischen Organisation in Palästina. Halbleinwand M. 5.— Saltem: Neue Menschen auf alter Erde. Ein Palästinabuch. Geb, M. 4.60 Schachnowitz, I.: Die Messiasbraut.

  6. 1920-01-01 · Heft 7 · p. 380 · Der heutige deutsche Antisemitismus

    In diesem Augenblick, da der immerwährende Krieg und sein Gefolge von wirtschaftlichen und politischen Umschichtungen die Ordnung der Ostjudenheit zerreißt, schwindet der letzte Ort jüdischen Gesamtlebens: und mit ihm die letzte Möglichkeit, jüdisches Lebensgesetz gelebt zu sehen, bis Palästina die neue Ordnung jüdischer Gemeinschaftsbildung ermöglicht. Heute aber, in den Tagen des Übergangs: wohin sehen, um wirkliche Juden zu sehen? … Hat der Jude das Gesetz „Du sollst nicht stehlen" verletzt, so haben sie alle noch mehr gestohlen, dazu vier Jahre lang („Kriegsnotwendigkeit") ganze Länder mit Raub und Gewalttat ausgeplündert, verheert, verbrannt und zerstört, und unter ihnen alle Zentren des ostjüdischen, ja des jüdischen Lebens (Palästina!) unbewohnbar gemacht; haben dort die unerhörteste Not des Lebens geschaffen, alle Sittlichkeit zerquetscht und all das mit der Miene von rechtlich Handelnden lügnerisch, heuchlerisch, gnadenlos fortgesetzt.

  7. 1918-12-01 · Heft 27 (Dezember 1918) · p. Seite 14 · Verzeichnis der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur i Deutschland und Bericht über deren literarische Tätigkei

    Vorsitzender; Lehrer Bamberger, Schriftführer und Kassierer. — Vorträge: Dr. Marx: Erlebnisse in Palästina. Distriktsrabbiner Dr. Breuer- Aschaffenburg:- Der Einfluß des Judentums auf die Weltkullur. — Bibliothek mit etwa 200 Bänden.

  8. 1920-01-01 · Heft 2 · p. 65 · Der heutige deutsche Antisemitismus

    Der Antisemitismus ist für die Juden heute eine Frage dritten Ranges. Wie bauen wir Palästina? Wie retten wir die Ostjuden? Das sind vollgültige Probleme; was bedeutet und was ist der deutsche Antisemitismus, ja, der Antisemitismus überhaupt — diese Frage mag Menschen von schwankendem Selbstgefühl oder gereizten Staatsbürgern sehr empfindlich -sein: mir ist sie nicht zentral.

  9. 1920-01-01 · Heft 5-6 · p. 264 · Eine Vorrede

    Und es wird doch nicht lange mehr dauern, bis die so schönen Phantasieprojekte den Platz räumen müssen vor der Arbeit selbst und wir durch die Tat zu beweisen haben, wie weit unsere materielle und moralische Kraft dazu reicht, die nationale Heimstätte zu errichten, deren Errichtung in Palästina uns freigestellt wurde... In einer solchen großen und schweren Stunde stehe ich vor den Lesern — vielleicht zum letztenmal — an der Schwelle dieser Sammlung und wiederhole nochmals meine alte Warnung, zu der die meisten Aufsätze der Sammlung nichts als eine Erläuterung darstellen: „Dränget nicht das Ende", solänge nicht die tatsächlichen Bedingungen geschaffen sind, ohne die es unmöglich kommen kann, und schätzt nicht die Arbeit gering, die in jedem einzelnen Augenblick auf Grund der tatsächlichen Bedingungen möglich ist, auch wenn sie nicht heute oder morgen den Messias bringt. . .

  10. 1925-01-01 · 1 (1925) Sonderheft Antisemitismus und Volkstum · p. 2 · Der Jude in der deutschen Gegenwart

    Ein Sonderfall des Juden ist der Zionist; nämlich derjenige, der in dem Misch produkt „moderner Jude" die jüdische Komponente erhalten und stärken will, indem er (wie ich an anderem Orte*) auszuführen versuchte) in Palästina eine Konzentration solcher Juden *) Die ,. Weltbühiie" 1925, Heft 4 Q.

  11. 1928-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1928) · p. 398 · Die Seele des Juden und das Buch

    Seine besondere Haltung zum Worte wäre allererst zu zeichnen, diese Lockerheit der Rede, die geschmeidige Beweglichkeit der Vorstellung und des Denkens zur Zunge hin, die Vertraulichkeit zur Welt und zur Gutartigkeit des Seins zwischen Mensch und Mensch, ohne welche Mitteilung nicht möglich wäre; und daß der Jude durch das Wort, das er spricht, in göttlichen Rausch erhoben werden kann und zur Tat, zu wirklichen folgen vollen Taten durch gehörtes Wort. (Lediglich durch Schreiben, Reden und Hören ist Palästina in die Wirklichkeit gezwungen worden.) Seine Bindung an das Wort also, aber auch die ans Schreiben wird von diesem Thema aus zur Betrachtung geweckt.

  12. 1930-01-01 · Heft 4 · p. Seite 346 · Die Juden in Deutschland [Nachricht]

    (ZGJD 1, 1929 S. 24—33.) 235 Freimann, A[ron]: Verbindungen von Juden in Deutschland mit denen in Babylonien und Palästina während des Mittelalters bis zum ersten Kreuzzuge. (ZGJD 1, 1929 S. 165—167.) 236 Bühl er, Johannes: Fürsten und Ritter.

  13. 1933-01-01 · Heft 6 · p. Seite 470 · [Rezension]

    470 Besprechungen tamien, Ägypten, Palästina oder im islamischen Westen gesammelt sind, wird dieser Mangel nicht allzu stark empfunden. Jedes Sprichwort und jede Sprichwort ähnliche Wendung wird zuerst in arabischer Sprache — u. zw. in hebräischer Umschrift — geboten; dem Original folgt jeweils eine hebräische Übersetzung und falls nötig auch eine Erklärung in hebräischer Sprache.

  14. 1925-12-01 · Heft 12 (Dezember 1925) · p. Seite 270 · Arnold Zweig: Lessing, Kleist, Büchner [Rezension]

    Die glänzende Art zu beobachten, die diesem Amerikaner eigen ist, läßt seine völlig unromantische, stets amerikanische, besser gesagt: wesenhaft-okzidentalc Einstellung, die mitunter sogar nach ,,Prestigepolitik" im Leben des Einzelnen dem Native gegenüber tendiert, vergessen. Das Buch informiert — ausgenommen über Palästina, wo er, sei es aus Abneigung, sei es aus Mangel an Ölvorkommen, keine Kolonie besuchte — und das ist sein Zweck, den zu erreichen ihm die interessanten Bildbeilagen ermöglichen. … Gerade in einer Zeit, in der weite Kreise des Judentums, wenn schon nicht aus innerer Anteilnahme, so doch mit steigendem Interesse die Entwicklung der jungen jüdischen Heimstätte in Palästina verfolgen, wird der „Jüdische Almanach" vielen die klare Zusammenfassung jüdischen Geistes und Strebens bedeuten. Eingeleitet durch eine trotz knappster Form erschöpfende Chronik über das Jahr 5685 (verfaßt von L.

  15. 1920-01-01 · Heft 3 · p. 134 · Der heutige deutsche Antisemitismus

    Während der Hasser das Gehaßte bis an der Welt Ende verfolgt — mindestens der Intention nach —, erlischt der Antisemitismus einer geschlossenen Gruppe, sobald er den Juden hier aus seinem Blickfeld gedrängt hat, das an der Gruppengrenze — Landesgrenze — endet, sofern nicht aus anderen angrenzenden Gruppen Juden in die eigene Zone einfließen können und so ins Blickfeld des Antisemiten eintreten, schon ehe sie diese Grenze überschreiten. Ob in Kanada, Transvaal, Palästina Juden sind oder nicht, ist trotz prinzipieller Verwerfung des Jüdischen einerlei — nur hier sollen sie nicht sein, oder schärfer nöch: hier sollen sie nicht bemerkbar sein; und erst im Zusammenhang mit den hier bemerkten Juden fällt auch auf die entlegenen ein gewisser Schatten von Groll.

  16. 1917-01-01 · Heft 9 · p. 623 · Arnold Zweig

    Arnold Zweig 623 Nabal wuchs aus derselben Stimmung wie die Gestalt des einsamen Chronisten zu Palästina. Die beiden ähneln einander: zu klug, sich in den Strudel zu stürzen; zu losgelöst zur Hingabe an diese Menschen und an dies Leben, Aber der eine ging noch aus der Welt mit einem Achelzucken; verantwortungslos und alle Schuld auf die vor ihm wälzend; jenseits von Gut und Böse.

  17. 1917-01-01 · Heft 9 · p. 625 · Arnold Zweig

    Mir würde es lieber sein, wenn aus dem Verhalten dieser bieder ^schränkten Landjuden etwa von selbst eine Größe leuchtete, die die Möglichkeit zu besserem freien Leben in sich trägt, als wenn im Himmel ein Baalschem dem Helden den Weg zu bäuerlichem Dasein in Palästina weist. Und ich finde es recht auffällig, daß Julius Babs kritischer Scharfblick gerade bei dieser Szene Ansetzt. Übelmeinende könnten dadurch zu der Schlußfolgerung verführt werden, daß er hier mehr auf Grund eigener Stellungnahme als künstlerischer *) Neue jüdische Monatshefte Nr. 2.

  18. 1917-01-01 · Heft 9 · p. 627 · Arnold Zweig

    In seinem „Geschichtenbuche" (das im wesentlichen farblos ist und nur gelegentlich die besondere Note gerade dieses Richters aufweist) steht auch die Geschichte eines jüdischen Intellektuellen aus Rußland, der eines Tages, seines europäischen Daseins überdrüssig, von Paris aufbricht, nach Palästina überzusiedeln. Und wenige Stunden vor dem endgültigen Auft>ruch hört er in Deutschland noch einmal Musik: ein Quartett von Arnold Thonberg.

  19. 1917-01-01 · Heft 9 · p. 617 · Arnold Zweig

    Dem Autor scheint so; er setzt mit wahrer Wollust noch einen Trumpf darauf. Denn dies rettungslose Gipfelprodukt lebt in Palästina, von dem wir die Verjüngung erwarten. Das ist wie eine ablehnende Gebärde gegen den letzten trostreichen Einwand. Das ist, als ob einer vor dem Erschießen sich noch schnell einen Strick um den Hals täte.

  20. 1918-01-01 · Heft 12 · p. 586 · Ruf zur rechten Zeit [Rezension]

    Es gibt viele Probleme noch, die Bergmann in seiner stillen, männlichen Art ergreift und klärt: überall aber, ob er nun den kapitalistischen Geist aus Palästina verweist, ohne die romantische Irrung gegen die maschinellen Arbeitsmethoden, sofern sie menschlich bleiben, mitzumachen, ob er die ökonomische Unabhängigkeit und die innere Neutralität der zukünftigen Judensiedlung miteinander in Beziehung setzt (S. 69), ob er über die Arbeit oder über die Araber spricht — und gerade über diese spricht er so menschlich klug als jüdisch würdig (S. 55): überall ist nicht die theoretische Meinung eines Schriftstellers ausgedrückt, sondern die wirkliche zentrale Notwendigkeit des jüdischen Lebens läßt sich hören, diese Notwendigkeit, welche fast Weisheit ist, und die so schmucklos und klar daherkommt, wie Weisheit immer tut.