Mannheim
Compact Memory
2 pagesSort: relevance · oldest first · newest first
  1. 1929-04-18 · Heft 68 (18.4.1929) · page 5

    Der Wert dieses Werkes für die Juden der ganzen Welt ist ein hoher. Palästina wird eine Kulturstätte für alle Juden sein, eine Zuflucht für die Bedrängtesten, ein Feld der Betätigung für die Besten unter uns, ein einigendes Ideal und ein Mittel der inneren Gesundung für die Juden der ganzen Welt. … Möge es Ihnen gelingen, dem in den Vereinigten Staaten wohnenden Teil unseres Volkes die Einsicht zu vermitteln von der Größe und Schönheit und auch von der Notwendigkeit des in Palästina unternommenen Kolonisationswerkes. Ich habe unsere Jugend in Palästina bei schwerer, unverdrossener Arbeit gesehen, die durch bessere Ausstattung und Ausrüstung leichter und fruchtbarer gemacht werden könnte.

  2. 1929-03-29 · Heft 13 (29.3.1929) · page 12

    Rathenau erzählte, wie Einstein, ermüdet von endlosen Gesprächen über Entente- und Friedensprobleme, ihm auf die Frage, was ihn denn in der Welt draußen besonders interessierte, mit einem Lächeln erwidert habe: „Die Juden". Die hat er in Palästina besucht. Seine pazifistische Gesinnung, ganz auf Vereinigung der Völker und gar nicht aui die altertümliche „Vormacht" eines einzelnen Volkes gerichtet, befremdete unsere Nationalisten so sehr, daß sie einen eigenen Verein gründeten, um Einstein zu „entlarven".