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Hingegen sind neue Colonien — in Anbetracht der angeführten Momente — nur aus dem gegenwärtig in Palästina vorhandenen Menschenmateriale zu gründen, wrobei selbstredend.von keinerlei illegalen, unrechtlichen Mitteln Gebrauch zu machen ist. … Die aus dem in Palästina gegenwärtig vorhandenen Menschenmateriale zu gründenden Colonien sollen nur auf Grundlage freier genossenschaftlicher Organisation errichtet werden. i»
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Obwohl ich nicht officiell Delegierter bin, habe ich doch den bestimmten Auftrag von unseren Brüdern und Gesinnungsgenossen in Palästina, zu erklären, dass wir auf demselben Standpunkt stehen, den» die Zionisten in der ganzen Welt einnehmen, und dies hier auf dem Congress zum Ausdruck zu bringen. … Wir müssen uns klar machen, dass die Colonisation nicht nur im Ackerbau besteht, sondern dass jeder Jude ein Colonist ist, der nach Palästina auswandert. In dieser Beziehung ist schon Manches geschehen. Wenn wir bis jetzt keinen Erfolg hatten, so möchte ich demgegenüber hinweisen, dass nicht blos 6- bis 7000 Colonisten in Palästina sind, sondern dass wrir viel mehr Colonisten haben, dass jeder Jude in Palästina ein Colonist ist.
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In bezug auf Triticum ist Post 898 sehr wortkarg, und auch Bornmüller, der über die Gramineen viel Neues beibringt, hat Uber Triticum nichts zu sagen (Ein Beitrag zur Kenntnis' der Flora von Syrien und Palästina 1898 S. 100 ff.). Aus den jüdischen Quellen gebt hervor, dass nur Weizen und Gerste die wichtigeren Getreidearten waren. Bei dem Opferkultus wurden nur diese zwei verwendet, als hervorragendes Produkt Palästina's nennt die Bibel (Dt8g) nur diese zwei. Auch heute werden Weizen und Gerste in Palästina und Syrien von allen Reisenden erwähnt (z. B. Weizen bei Hebron Robihson II 419, bei Jericho II 520. Weizen und Gerste:■ Ritter Pal. u.
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Ich will nicht über die Kolonisation sprechen, da ich noch nicht solange in Palästina, bin, wie die Herren, welche heute schon so ausführlich darüber gesprochen haben. Darum kann ich mir nicht erlautfen, mit diesem Zahlenmaterial Ihnen vor die Augen zu treten, wie melüe Vorredner. … Ich glaube, dass ein Vertreter Palästinas die Pflicht hat, obwrohl wir uns durchaus frei halten von Vergötterung, jener alten Kampfer zu gedenken, welche für Palästina kämpften, und wir müssen sagen, dass wir nicht in Palästina wären, wenn nicht jene für uns gewirkt hätten. Ich muss daran erinnern, weil vergessen wurde, dass zwei rumänische Zionisten hier an- ♦
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172 — , Die ersten, die infolge des neu belebten Dranges 1882 nach Palästina auswanderten, waren tbeils Familien, die einige Mittel besassen und geglaubt hatten, sich selbstständig dort ansiedeln zu können; theils junge Männer, die von nationaler Begeisterung erfasst, ohne praktische Ziele nach dem heiligen Lande reisten. … Im Auftrage des Verbandes reiste K. W, Wiss otzky im Frühjahr 1885 nach Palästina und auf Grund seines Berichtes wurden die drei Colonieen Petach Tikwa, Gadra und Jessud hemaale zur Unterstützung empfohlen.
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Diese Garantieleistung Palästinas ist ein so grosser Vorzug, dass es schon durch ihn allein zum einzig in Betracht kommenden Lande wird. . Aber es spricht noch etwas für Palästina. Auch bezüglich seiner läuft, wie beim Zionismus überhaupt, neben dem Nutzen für die Juden selbst ein solcher für die Menschheit. … Dennoch werden Einwände auch speciell gegen Palästina gemacht. Entsprechend dem concreteren Gegenstand des Angriffes, wird hier aus der geschichtsphilosopliischen Willkürlichkeit die praktische Unmöglichkeit.
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werden und wird zur Hebung ihres nationalen Selbstbewusstseins und zur politischen Erziehung viel beitragen. Für diese Generation wird Palästina aufhören ein leerer Schall zu sein, der weder zur Seele noch zur Vernunft spricht, ein leeres, nichtssagendes Wort des alltäglichen Gewohnheitsgebetes. … Auch jetzt, ohne genügenden Glauben an die Palästinaidee, ohne noch die Hoffnung auf seine politische Zukunft zu besitzsn, interessiert sich das jüdische Yolk sehr lebhaft für die palästinensischen Colonien; nur fühlt es sich yon ihrer Unselbständigkeit peinlich berührt, den Absichten der machthabenden Barone misstrauend. Die Frage, wie Palästina fär uns zu bekommen wäre, interessiert sämmtliche Zionisten auf das Lebhafteste. Die einen glauben nur an die allmälige, langsame Colonisation, die Infiltration des Landes, Die andere Partei, ohne sich als Gegnerin der Colonisation zu erklären, ist der Meinung, dass die Colonisation sistiert werden und dass die ganze Thätigkeit dahin gerichtet sein müsse, Palästina von der hohen Pforte zu bekommen, um daselbst einen jüdischen autonomen, von der Türkei abhängigen Staat zu gründen und sämmtliche Mächte Europas für diesen Plan zu gewinnen.
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Die Frage der politischen Selbständigkeit in Palästina scheint also nicht die Frage der allernächsten Zukunft zusein. Es ist Yiel hiebt auch besser so. Wir haben schon oben erwähnt, dass unserem Volke eine jüdische politische Erziehung abgeht. Würde uns Palästina sogleich überlassen, so würde wahrscheinlich ein am wenigsten wünschenswertes Element des jüdischen Volkes dahin gelangen.
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Jener Schriftsteller ahnte wohl nicht, daß er mit seinem AuSspruche eine Stelle der alten allegorischen Kommentare der Synagoge, ״Midraschim" genannt, fast wörtlich wiedergegeben. ״Wie," so heißt es daselbst, ״das kleine Land Palästina sollte eines Tages alle seine Kinder fassen? Rein, Jerusalem wird so groß wie Palästina, und Palästina wird so groß wie die ganze Erde sein n) Der Red. deS Leu Chanania verweist bei dieser Stelle auf EifrS zu 5.
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Viele Rohproducte oder nur Halbfabrieate werden nach Europa exportiert, anstatt im Lande zu marktfähigen Artikeln verarbeitet zu werden. Arbeit ist in Palästina billig und das Land bietet für nutzbringende Capitalsanlagen ein weites Feld. Die Entwickelung von Industrie und Handel in Palästina ist ausserordentlich vielversprechend. … Einsetzung einer Gommission zur Prüfung des bestehenden Cbaluka^ystems und der palästinensischen Arbeiterverhältnisse durch Sachverständige aus verschiedenen Ländern und auf Grund ihrer Berichterstattung womöglich Vereinbarung mit den Palästina-Vereinen und der I. C. A., betreffs Verwirklichung der vorzunehmenden Reform* 2. Als vorbereitender Schritt zur Erzielung des für die Colonisation Palästinas absolut unentbehi liehen gesicherten Rechtszustandes, sei eine Rechtsschutzbehörde (aus europäischen Zionisten, die das tütkisohe Recht kennen) zu schaffen.
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Karl Lippe (Jassy): Vor ungefähr siebzehn Jahren erhielt ich von einem hebräischen Literaten, Namens A.kiwa Chaschmal, ein Schreiben, worin er mir anzeigte, dass ein gewisser Lazar Rokeach aus Safed in Palästina nach Rumänien gekommen sei, um für die Bildung von jüdischen Colonien in Palästina zu agitieren. Bald darauf wurde ich in einem bescheidenen Zimmer in einer Jassy er Vorstadt beauftragt, für diese Sache in Wort und Schrift Stimmung zu machen. … Das Resultat dieser Propaganda waren die ersten zwei Colonien aus Rumänien in Palästina, Sichron Jacob und Rosch Pinah. Als diese Colonien in bessere Hände übergingen, hörte unser Comite zu bestehen auf.
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50 Immanuel Löw. r f noch an zwei anderen Standorten dea langgezogenen Hermon, ja er fand sie auch im eigentlichen Palästina in der Gegend von Tiberias. Palästina ist 80 oft von tüchtigen, pflanzenkundigen Sammlern besucht worden und niemand hat sie gefunden! … I 57bs; Pes. 35* Men. 70* Vogelstein, die Landwirtschaft in Palästina zur Zeit der Misnäh I. Getreidebau. Berlin 1894, 44) und steht an Wert über der Gerste TBerachoth IV p. 10! Zuckerm.
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/ — 175 - welche Industrieen mit Erfolg nach Palästina yerpflanzt werden konnten. Die zweckmässige Erweiterung der Colonisation bedarf jedenfalls eines zielbewussten Vorgehens, yor Allem aber gewisser juristischer Reformen oder solcher besonderer Privilegien, wie sie der Congress Tom Wohlwollen S. … Präsident: Herr Adam Rosenberg hat das Wort zu einem Referate über die Zustände in Palästina. Adam Rosenberg: Ich werde Sie nicht lange aufhalten, sondern direct auf mein Ziel lossteuern. Die landwirtschaftlichen Natur*Producte Palästinas lassen sich, wie folgt, kurz zusammenfassen* Palästina erzeugt Früchte der mitteleuropäischen, subtropischen und tropischen Klimate* Die erstgenannten Arten finden sich in den höher gelegenen Landestheilen (Libanon, Ober-Galilea nnd dem jüdischen Hochlande).
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Rote Meer, Bahr el- ’Akaba, gemeint. Allein hat sich denn je Palästina 80 weit erstreckt? Mit demselben Rechte hätte aber der Talmud auch den See von Antiochia als einen hierher gehörigen See zählen können. … Allein weder nach ihm noch nach Neubauer gehört mehr diese Gegend zu Palästina, d. h. Erez Jisrael. Und welch eine ungeordnete, ja, ungeheure Zusammenstellung! Zum Artikel שפס schreibt Schwarz (S. 8): ״Jonat. und Jeruschalmi (Targ.) geben es mit ״Apamia“ [אפמיא], d. i.
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Die zionistische Colonisationsbewegung ist fast 17 Jahre praktisch thätig. Kaum 7000 jüdische Bauern sind während dieser Zeit in Palästina angesiedelt worden, während innerhalb derselben Frist von Eussland über 1,000.000 Juden auswanderten1) und nach New- York allein alljährlich 30.000 russische Juden einwanderten.2) Die bisherigen kleinen Erfolge sind auch nicht ein Werk der „Praktiker", sondern hauptsächlich des bekannten Protectors und theilweise auch der Palästina-Golonisationsgesellschaft in Kussland* Die Praktiker haben daher kein Eecht von ihren „praktischen" Erfolgen zu sprechen. Sie konnten auch nichts mehr erreichen. Eine BauernanSiedlung in Palästina ist überhaupt thörichter als edel „wenn sie ohne völkerrechtliche Garantie geschieht3) Die „politischen Zustände" sind die Hauptschwierigkeit für die Colonisation Palästinas4) und der Mangel an Sicherheit ist das Hindernis, sich einer intensiven Bodencultur In diesem so reichen und von Natur begünstigten Lande zu widmen",5) Irgend'ein Erlass genüge, „um der ganzen Colonisation und Emigration ein Ende zu machen".6) Die zweite Gruppe besteht aus den Einerseits- und Andererseits-Juden.
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Der eine oder der andere Leser mag diese und andere Änderungen, die in Palästina in ihrer hebräisehen Rückübersetzung ja so sehr geläufig waren und für die Exegese allgemein akzeptiert wurden, am Rande seines Exemplars notiert haben, und durch einen Abschreiber, der ein solches Exemplar als Vorlage benützte, konnte' die Randgl088e in den Text eingedrungen sein. … Zugegeben, dass die Ältesten im hebräischen Text geändert haben, zugegeben ferner, dass die Änderungen in die alexandrinischen Kodices aufgenommen wurden, zugegeben selbst das, dass solche Kodices sich hie und da auch nach Palästina verirrten — dass aber solche Kodices, seit Jahrhunderten als פסולים wegen der Abweichungen verpönt2), noch zur Zeit des Redaktors des Bereschith rabbah in Palästina so sehr verbreitet gewesen wären, dass eine Verirrung durch sie hätte verhütet werden müssen, das ist ganz und gar ausgeschlossen. — Die Tatsache der Änderungen an sich konnte ') In Midrasch ha-gadol z.
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An dieses kann nun jeder, der nicht justament eine Schwarz-auf-Weiss-Bürgschaft verlangt, den sicheren Glauben knüpfen, dass sich schon irgend ein passendes Erdenwinkelchen werde finden lassen. Der Zionismus geht aber weiter. Er verlangt gerade Palästina. Darum müssen wir auch noch diese Forderung, namentlich nach der culturgeschichtlichen Seite hin, begründen. Man kann dieselbe natürlich vom Standpunkte reinsten Gefühles erheben, und es besteht kein Zweifel, dass sich ein grosser Theii der Zionisten hieböi wirklich nur von Gefühlen leiten lässt. … Und so könnten die Vorkämpfer eines jüdischen Gemeinwesens mit Recht gegen Palästina sein, wenn sich trotz der für dieses Land im jüdischen Volke, vielleicht sogar in ihnen selbst vorhandenen Gefühle mit denselben schlechterdings nichts aufangen liesse.
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Ausser den allgemeinen Schulen haben die Ortsgruppen für eine genügende Anzahl yon Ackerbau- und Gewerbeschulen zu sorgen, deren Zöglinge, im palästinensischen Geiste erzogen, im Stande wären, in der nächsten Zukunft nach Palästina auszuwandern, um daselbst musterhafte Ackerbaucolonien, wie auch Gewerbe- und Fabriksanlagen zu gründen. In all diesen Schulen soll das Programm, welches für jeden Schultypus besonders ausgearbeitet wird, zwei Unterrichtsgegenstände unbedingt enthalten und zwar ä) die hebräische Sprache als Umgangssprache und b) Palästinakunde. Letzterer Gegenstand soll die Summe sämmtlichen bis jetzt erworbenen und noch zu erwerbenden Wissens über Palästina umfassen. Das genaue und eingehende Studium dieses Gegenstandes wird nicht nur für diejenigen nützlich sein, die nach Palästina auszuwandern gedenken, sondern wird auch zum besten Agitationsmittel der zionistischen Idee für die heranwachsende Jugend und für die derselben nahestehenden Personen
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Diese unsere Nachkommen werden alle ihre » Kräfte dazu verwenden, um sich selbst in Palästina anzusiedeln. So muss denn der Congress ausser dem „geistigen Centrumtt auch noch ein Comitö für die Colonisation Palästinas wählen, dem nach ausgearbeiteten Statuten sämmtliche Colonisationsvereine aller Länder subordiniert sein sollen. Dieses Comite hat das Land Palästina genau und im Detail zu studieren, mit Hilfe der Colonisationsvereine grössere, für den Ackerbau taugliche Landstrecken anzukaufen und daselbst zuerst eine Anzahl von Colonien mit den jetzt in Europa und Palästina tauglichen Juden zu gründen.
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Die erste Aufgabe desselben wird sein, auf irgend einem Wege bei der türkischen Regierung die Erlaubnis, in Palästina Colonien zu gründen, zu erwirken und für diese Colonien derartige Privilegien zu erhalten, welche sie unabhängig von der Willkür der dortigen türkischen Administration machen. … Es ist zu erwarten, dass nach einer gewissen Anzahl von Jahren, im schlimmsten Falle nach Jahrzehnten, wenn auf diese Weise die jüdische Bevölkerung Palästinas sich bedeutend vergrössert haben wird, wenn in Palästina zahlreiche, vielleicht hunderte jüdische Colonien, jüdische Fabriken und Werkstätten, Industrie und Handel ii? den Händen einer kräftigen, national-politisch erzogenen jüdischen Bevölkerung vorhanden sein uüd auch der grösste Theil der Juden anderer Länder eine mächtige, nach ihrem Centrum Palästina strebende Partei bildeii wird, — dass dann das politische Comite im Stande sein wird, die Palästinafrage einem Congresse der Grossmächte in ganz anderem Lichte darzustellen und sich den günstigen Ausgang seiner Bestrebungen vollständig zu sichern.