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Aus zwei jüdischen Welten. 275 Pionierleben aus dem gegenwärtigen Palästina! Willensharte Gestalten, in denen sidi die Überkommenschaft des träumereichen Ghetto mit jener des revolutionären Rußland vereinigt, Spätlinge Europas, aber Erstlinge in Palästina, um neu zu beginnen: ein eigenes Leben der Arbeit, das nationale Leben einer künftigen Gemeinsdiaft. … Da ist der bis zum Übermut frohsinnige Berl Schweiger, den ich nebst mehreren anderen noch kannte, der der Schule von Mikweh Israel entlief, um in eine angegriffene Kolonie zu eilen und dann in Galiläa einer der ersten und treuesten Wächter wurde,- da ist der jerusalemitische Setzerjunge, der, von der neuen Bewegung mit* gerissen, mit naiver Begeisterung sich den Namen der hebräischen Arbeiter^ zeitung beilegt und den der erste Erntewagen, den er heimführt, begräbt,- da ist der Lidaer Jeschiwajunge Samuel Friedmann, der noch als Feld^ arbeiter die Gewohnheit hat, morgens und abends ein Stück Talmud zu lernen, da ist Nissanow, der kerngesunde Kaukasier, der ganz von der liebevollen Schönheit der Natur durchdrungene neunzehnjährige Mosche Barski, der »bürgerliche« Zionist Plotkin, der es als die glücklichste Stunde seines Lebens bezeichnet, als er morgens mit seinen beiden Söhnen am Pfluge steht und seine Tochter ihnen das Frühstück: herausträgt,- da ist der verhalten-leidenschaftliche Meir Chasanowitscfa mit seinen ekstatischen Liedern, der in Tracht und Lebensführung fast ein jüdischer Beduine geworden ist,- der Jaffaer Gymnasiast Turner, den es nicht mehr in der Schule duldete, seit er das neue Leben an den Ufern des Kineretsees gesehen,- der »Amerikaner« Clay mit dem eisernen Willen und der breiten Leutseligkeit. Sie alle waren nach Palästina gekommen, getreu einem Ideal, das sie nicht bloß in äußerlichem Organisationstriebe, sondern auch im Leben jedes Einzelnen wahr machen wollten.
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Dazu müßte noch die besondere Sendung der Befreiung kommen.« »Ich finde die Äußerung, daß heutigentages Martin Buber offenbare, umso sonderbarer, als ich nicht umhin kann, sie mit dem in Verbindung zu setzen, was wir nachher hören mußten, daß wir nämlich Palästina erst bekommen werden, wenn es uns ein Prophet geben wird, daß aber dieser Prophet kommen müsse und werde. Besteht ein Zusammenhang zwischen diesen Äußerungen?« »»Darauf zu antworten weigere ich mich, denn ob er der Gerufene ist, das wird Gott Martin Buber sagen und nicht ich.«« »Es wäre somit ein gewisser Streit unter uns gekommen, ob Gott durch einen Propheten oder der Sultan durch einen Charter uns Palästina geben werden.« »»Vielleicht ist eben der Zionismus in seiner eigentlichsten Tiefe nur eine Form jüdischen Gottesbewußtseins?